11. Oktober 2021
Darmpolypen: 5 Risikofaktoren

Darmpolypen: Diese 5 Risikofaktoren gibt es

Viele Menschen haben Darmpolypen, die sich in den meisten Fällen nicht durch Beschwerden bemerkbar machen. Die Schleimhautvorwölbungen selbst sind gutartig, jedoch können sie im Laufe der Zeit zu Krebs werden. Wir erklären, durch welche 5 Risikofaktoren Darmpolypen hervorgerufen werden können.

Bei Darmpolypen handelt es sich um Vorwölbungen der Darmschleimhaut, die im Bereich des Dünn- und Dickdarms auftreten und in den Darm hineinragen. Die Polypen selber sind gutartig, jedoch kann es im Laufe der Zeit zu bösartigen Veränderungen kommen, aus welchen sich Darmkrebs entwickeln kann. Dies gilt besonders für die sogenannten Adenome – Darmpolypen, die aus Drüsengewebe der Darmschleimhaut bestehen. Mithilfe von einem gesunden Lebensstil kann man dem Entstehen von Darmpolypen vorbeugen. Hierzu zählt auch, mögliche Risikofaktoren zu vermeiden. 

Darmpolypen: Diese 5 Risikofaktoren gibt es

1. Alter

Neben genetischen Ursachen soll auch das Alter eine Rolle bei der Entstehung von Darmpolypen spielen. Mit zunehmendem Alter steigt also auch das Risiko, Darmpolypen zu bekommen und dadurch wiederum das Darmkrebsrisiko. Dementsprechend sollten in jedem Fall die empfohlenen Darmkrebsvorsorge-Untersuchungen wahrgenommen werden. Männer sollten ab dem 50. und Frauen ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung machen lassen.

2. Fettreiche, ballaststoffarme Ernährung

Da Darmpolypen in den westlichen Ländern wesentlich häufiger vorkommen, wird vermutet, dass auch unser Lebensstil das Entstehen beeinflussen kann. Hierbei ist die Ernährung entscheidend: Eine fettreiche, ballaststoffarme Ernährung kann das Entstehen von Darmpolypen und auch Darmkrebs begünstigen. Achten Sie also darauf, dass Sie sich ausgewogen und nährstoffreich ernähren und besonders auf stark verarbeitete Lebensmittel sowie ungesunde Transfette verzichten.

3. Alkohol

Dass ein übermäßiger Alkoholkonsum schädlich für die Gesundheit ist, wissen die meisten Menschen. So können größere Mengen Alkohol dem Gehirn schaden und das Risiko für verschiedene Krankheiten, darunter auch Darmkrebs erhöhen. Um dem Entstehen von Darmpolypen vorzubeugen, sollten Sie also möglichst selten und wenig Alkohol trinken. Laut gesundheitsinformation.de kann bereits eine Menge, die 20 Gramm täglich überschreitet, der Gesundheit erheblich schaden.

4. Rauchen

Was für Alkohol gilt, trifft auch auf Nikotingenuss zu: Raucher schaden nicht nur ihrer Lunge, auch ihre Blutgefäße werden geschädigt, was langfristig eine Gefäßverkalkung begünstigt. Laut den Ärzten des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) haben Raucher außerdem ein doppelt so hohes Darmkrebsrisiko wie Nichtraucher. Wer also Darmpolypen und bösartigen Veränderungen vorbeugen will, sollte mit dem Rauchen aufhören.

5. Übergewicht und Bewegungsmangel

Übergewicht und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren für verschiedene Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Und auch das Darmkrebsrisiko kann durch die beiden Faktoren erhöht werden. Um Darmpolypen vorzubeugen und das Darmkrebsrisiko zu senken, sollten Sie abnehmen und darauf achten, sich ausreichend im Alltag zu bewegen. 

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Darmpolypen: Regelmäßige Darmkrebsvorsorge wichtig

Da die Darmpolypen nur langsam wachsen, können mögliche Veränderungen mithilfe regelmäßiger Darmspiegelungen rechtzeitig erkannt und entfernt werden. Regelmäßige Darmkrebsvorsorge-Termine sind besonders wichtig, da die Darmpolypen sich in den meisten Fällen nicht durch Symptome bemerkbar machen. Meist verursachen nur besonders große Polypen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Verstopfungen oder Durchfall auftreten. In seltenen Fällen können die Polypen auch bluten: Wenn Ihr Stuhl rötlich verfärbt ist, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Da man nicht voraussehen kann, ob ein Darmpolyp sich zu Darmkrebs entwickeln wird oder nicht, empfiehlt sich das Entfernen jedes Exemplars.

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