10. September 2021
Blähungen: Wann Pupse ein Anzeichen für Krankheiten sind

Blähungen: Wann Pupse ein Anzeichen für Krankheiten sind

Pupsen – jeder tut es, auch, wenn niemand gerne darüber spricht. In den meisten Fällen sind die Darmwinde ganz normal, in seltenen Fällen können die Blähungen jedoch auch ein Grund zur Sorge sein. Wir erklären, wann Blähungen ein Anzeichen für Krankheiten sind.

Wie entstehen Pupse?

Jeder Mensch pupst – auch, wenn es vielen unangenehm ist. Doch so peinlich und unangenehm die täglich austretenden Gase auch sind, deren Entstehung ist ein normaler und wichtiger Körperprozess. Gase entstehen im Darm auf verschiedene Weisen. Da wir beim Essen nicht nur unsere Mahlzeiten, sondern auch jede Menge Luft mit hinunterschlucken, gelangt diese in Form von Stick- und Sauerstoff mit dem Speisebrei in den Magen. Wenn im Dünndarm Fette verdaut werden, entsteht Kohlendioxid. Die meisten Gase entstehen jedoch im Dickdarm: Wenn Bakterien die Speisereste zersetzen, entstehen Wasserstoff und Methan. Diese Gase gelangen dann als Pupse aus dem Darm. Zwischen 10 und 20 Darmwinde täglich sind laut Experten normal.

Wann riechen Pupse unangenehm?

Der Großteil der Gase, die unser Körper produziert, riechen kaum. Lediglich die Zersetzung von Ballaststoffen und schwefelhaltigen Verbindungen aus Lebensmitteln führt zu üblem Geruch. Bei diesem Vorgang entsteht Schwefelwasserstoff, der für den Gestank verantwortlich ist. Je mehr Ballaststoffe und schwefelhaltige Lebensmittel wir zu uns nehmen, desto schlimmer kann der Geruch sein. Zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln zählen beispielsweise Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte. Schwefelhaltig sind unter anderem Eier, Zwiebeln oder Kohlgemüse.

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Blähungen: Wann Pupse ein Anzeichen für Krankheiten sind

Häufige Pupse werden als Blähungen bezeichnet. In den meisten Fällen werden sie durch bereits genannte Lebensmittel hervorgerufen. Besonders empfindlich kann der Darm darauf infolge einer Ernährungsumstellung reagieren. In selteneren Fällen kann es jedoch auch ernstzunehmende Ursachen für häufiges Pupsen geben. Beispielsweise kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit der Auslöser für die Blähungen sein. Ebenso können sie als Symptom bei einem Magen-Darm-Infekt auftreten. Und auch ernsthafte Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmkrankheiten oder Dickdarmkrebs können sich durch Blähungen bemerkbar machen. Wer also über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 20 Mal pupsen muss und zusätzlich unter anderen Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfungen, Übelkeit oder Erbrechen leidet, der sollte die Ursache ärztlich abklären lassen.

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Diese Lebensmittel können Blähungen verursachen

Was hilft gegen Blähungen?

Wer unter akuten Blähungen leidet, kann mit einigen Tipps Abhilfe schaffen. Dazu zählen unter anderem Bewegung und Spaziergänge, Bauchmassagen oder Wärme, beispielsweise in Form von einer Wärmflasche oder einem Körnerkissen. Auch pflanzliche Bitterstoffe oder spezielle Tees können die Beschwerden lindern. Hier eignen sich besonders Teemischungen aus Fenchel, Anis und Kümmel.

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Video: Tabuthema Pupsen – wann es eine gute Sache ist

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