21. Juli 2021
Blähungen verhindern: So beugen Sie einem Blähbauch vor

So beugen Sie Blähungen effektiv vor

Wenn der Darm nach dem Essen rumort und sich Ihr Bauch aufbläht, wissen Sie, dass die ersten Flatulenzen nicht lang auf sich warten lassen. Mit welchen vorbeugenden Maßnahmen Sie die unangenehmen Blähungen nach dem Essen verhindern können, verraten wir Ihnen hier.

Nach dem Essen ist es häufig schon zu spät und die ersten Verdauungsbeschwerden wie Blähbauch oder Blähungen machen sich innerhalb kurzer Zeit unangenehm bemerkbar. Was Sie bereits im Vorhinein und während des Essens tun können, damit Sie gar nicht erst Blähungen bekommen, haben wir Ihnen hier in Form von sieben einfachen und effektiven Tipps zusammengestellt.

So verhindern Sie Blähungen nach dem Essen

  1. Würzen Sie ordentlich!
    Bestimmte Gewürze im Essen können das Wachstum gasbildender Bakterien verringern und somit Gärprozesse im Darm reduzieren. Welche Gewürze das sind, fragen Sie sich? In einer Laborstudie fand man heraus, dass sich vor allem Kreuzkümmel, Pfeffer, Kurkuma, Knoblauch, Zimt, Ingwer und Nelken reduzierend auf die Gasproduktion der Bakterien auswirkten. Lassen Sie daher künftig das Salz im Gewürzregal stehen und nutzen Sie stattdessen eines oder mehrere dieser sieben anti-blähenden Gewürze.
  2. Lassen Sie Zigaretten und Kaugummis weg!
    Bestimmte Handlungen führen dazu, dass wir übermäßig viel Luft schlucken und diese in Form von Blähungen wieder rauslassen müssen. Rauchen ist eine dieser Handlungen. Neben den gesundheitlichen Risiken, die das Rauchen von Zigaretten mit sich bringt, haben Sie jetzt einen Grund mehr damit aufzuhören. Des Weiteren schlucken wir viel Luft beim Kauen von Kaugummis, beim Lutschen von Lollies, beim Trinken mit einem Trinkhalm und durch das Reden beim Essen.
  3. Nehmen Sie Bitterstoffe zu sich!
    Bitterstoffe regen die Produktion von Speichel und anderen Verdauungssäften an und begünstigen so eine reibungslose Verdauung. Nehmen Sie entweder vor Ihren Mahlzeiten Bittertropfen ein (z.B. online erhältlich von Bitterliebe oder Bitterkraft) oder bauen Sie Zutaten in Ihre Gerichte ein, die natürlicherweise reich an Bitterstoffen sind, darunter Chicorée, Rucola, Linsen, Kohlrabi, Artischocken oder Löwenzahn. Als netter Nebeneffekt hemmen Bitterstoffe das Verlangen nach Süßem, wodurch Sie weniger Heißhunger und Lust auf Nachtisch verspüren.
  4. Kauen Sie langsam und gründlich!
    Die Verdauung von Kohlenhydraten beginnt bereits im Mund durch die im Speichel enthaltenen Alpha-Amylasen. Zu schnelles Herunterschlingen führt dazu, dass der Nahrungsbrei nicht mit genügend Speichel in Kontakt kommt, um die Verdauung in Gang zu setzen. 
  5. Gewöhnen Sie Ihren Darm langsam an Ballaststoffe!
    Wenn Sie erst seit Kurzem vermehrt ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Leinsamen, Chiasamen, Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchte essen, sollten Sie sich nicht von den entstehenden Flatulenzen abschrecken lassen. Denn bei regelmäßigem Verzehr lässt die blähende Wirkung solcher Lebensmittel bereits innerhalb von zwei bis vier Wochen nach. Insbesondere dann, wenn Sie bisher nur wenige Ballaststoffe gegessen haben, sollten Sie die tägliche Dosis langsam und Stück für Stück erhöhen. Starten Sie außerdem mit leichter verdaulichen Hülsenfrüchten wie roten Linsen oder geschälten Mungbohnen.
  6. Weichen Sie Hülsenfrüchte ein!
    In Hülsenfrüchten sind blähende Mehrfachzucker – sogenannte Oligosaccharide – enthalten. Mit der richtigen Zubereitungsmethode können diese jedoch abgebaut und ihre blähende Wirkung minimiert werden. Wenn Sie wissen, dass Sie beispielsweise am nächsten Tag Linsen kochen möchten, können Sie diese über Nacht in Wasser einweichen lassen. Durch zwölfstündiges Einweichen und anschließendes Kochen bauen sich zwischen 50 und 90 Prozent der blähenden Oligosaccharide ab. Durch die Zugabe von 0,5 bis 1 Gramm Natron (Backpulver) in das Einweichwasser können Sie den anti-blähenden Effekt zusätzlich verstärken.
  7. Gehen Sie mit Milchprodukten maßvoll um!
    Auch wenn Sie keine Laktose-Intoleranz haben, können Milchprodukte verantwortlich für Ihre Blähungen sein. Der schwer verdauliche Milchzucker Laktose ist nämlich eine der häufigsten Ursachen für vermehrte bakterielle Gärung in unserem Darm. Lassen Sie daher gerne für einen bestimmten Zeitraum, z.B. ein bis zwei Wochen, jegliche Milchprodukte weg und beobachten Sie genau, ob die Blähungen weniger werden. Falls ja, greifen Sie künftig nur noch in Maßen zu Milch, Quark, Joghurt oder Käse aus Kuhmilch.
  8. Bewegen Sie sich!
    Bewegung können Sie sowohl vorbeugend als auch bei akutem Blähbauch einsetzen. Regelmäßige Spaziergänge, Fahrten mit dem Fahrrad zur Arbeit oder dem Supermarkt sowie gezieltes Krafttraining für die Beine sind dabei förderlich. Denn jegliche Aktivität der Beinmuskulatur kurbelt Darmbewegungen an. Dadurch wird Ihr Darm aktiver und die Darmtransitzeit wird verkürzt. Das Resultat: Weniger Darmträgheit, weniger Blähungen und weniger Verstopfungen.

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