Bei Übelkeit und Co. Schonkost für den Magen

Zu viel, zu scharf, zu fett oder zu süß – wie und was wir so am Tag essen, kann unseren Magen ganz schön stressen. Doch mit bestimmten Lebensmitteln lässt sich das auch wieder ausbügeln.

Magenschmerzen

Fenchel für die Verdauung

Bereits im Mittelalter kannte Hildegard von Bingen die verdauungsanregende Wirkung des Fenchels. Heute wissen wir, es liegt an ätherischen Ölen, z. B. Anethol, Estragol und Fenchel, die vor allem in den Samen stecken. Sie wirken krampflösend und beruhigen den Magen-Darm- Trakt. Trinke zwei Tassen Fencheltee täglich (z. B. „Sidroga Fenchel“, in Apotheken). Wenn du den Geschmack nicht magst, nimm Kapseln (z. B. „Trivital gastro“, in Apotheken).

Ingwer gegen Übelkeit

Was dem Ingwer die Schärfe verleiht, lindert auch Übelkeit: Der Inhaltsstoff Gingerol wirkt auf die Rezeptoren des Botenstoffes Serotonin, der an Übelkeit und Brechreiz beteiligt ist. Außerdem fördert Ingwer die Verdauungstätigkeit. Besonders gut wirkt Ingwer bei Reiseübelkeit im Auto oder Flugzeug. Fertige Tropfen bekommst du in der Apotheke (z. B. „IngwerPure“). Nur wer an Gallensteinen leidet oder Blutgerinnungshemmer einnimmt, sollte zuvor ärztlichen Rat einholen.

Kartoffeln schützen die Magenschleimhaut

Kartoffelknollen enthalten wertvolle Schleimstoffe, die sich über die Magenschleimhaut legen und sie beruhigen. Bei einer Magenschleimhautentzündung besonders gut geeignet: Der rohe Saft von Kartoffeln. Zwei rohe, geschälte Knollen fein reiben oder pürieren. Den Brei in ein feines Sieb oder engmaschiges Tuch geben und ausdrücken. Den Saft zu gleichen Teilen kurz vor dem Trinken mit warmem Wasser verdünnen und eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Schon fertigen Frischpresssaft (z. B. von Schoenenberger) erhältst du in Reformhäusern und Naturkostläden.

Haferflocken binden Magensäure

Bei Sodbrennen (Reflux) steigt Magensäure die Speiseröhre auf und verursacht das schmerzhafte Brennen im Brust- und Halsbereich. Haferflocken enthalten reichlich Stärke, was überschüssige Säure bindet. Sie sind zudem leicht verdaulich, stressen den Magen nicht weiter. Das ebenfalls enthaltene Eiweiß führt dazu, dass der Körper das Hormon Gastrin frei- setzt, das im oberen Teil des Magens wirkt und dazu beiträgt, dass der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre wieder besser funktioniert. Ganz wichtig: die Haferflocken sehr gründlich zerkauen, damit sich der schützende Schleim im Magen bilden kann.