Magen Darm Grippe oder Norovirus? Norovirus: Alles rund um den Virus

Besonders bei Kleinkindern oder älteren Menschen, besteht ein hohes Risiko an dem Norovirus zu erkranken. Alles über Symptome, Behandlung und wie Ihr Euch und Euer Kind vor der Infektion schützen könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Symtome und Infektion beim Norovirus

Was sind Noroviren?

An Noroviren kann jeder erkranken, besonders häufig trifft die Krankheit jedoch Kleinkinder oder ältere Menschen. Der Virus ist hochansteckend, gleicht einer Grippe, einer Magen-Darm-Infektion, mit typischen Symptomen wie heftiges Erbrechen und Durchfall. Normalerweise dauert die Erkrankung wenige Tage an und klingt ohne bleibende Schäden ab.

Übertragung der Noroviren

Die Übertragung des Erregers erfolgt häufig durch kontaminiertes Wasser, verunreinigte Nahrung oder mangelnde Hygiene bei der Zubereitung von Speisen. Besonders rohe Lebensmittel wie Salat, Obst, Muscheln oder Krabben können mit Noroviren belastet sein und zu einer Übertragung der Krankheit führen.

In vielen Fällen wird die Krankheit durch eine Schmierinfektion, also durch Niesen, Husten oder Sprechen, von Mensch zu Mensch übertragen. Zudem können die Erreger an Gegenständen wie Türgriffen, Handläufen oder Armaturen haften. In einem solchen Fall gelangen die Viren leicht über die Hände in den Mund des Menschen. Des Weiteren können in der Luft mit Viren belastete Tröpfchen vom Erbrechen entstehen.

Infektion und Symptome

Die Inkubationszeit der Norovirus-Infektion dauert nicht sehr lang, in der Regel bricht der Virus zwischen 6 Stunden und 2 bis maximal 3 Tagen aus. Leichtes Fieber, Abgeschlagenheit, sowie Kopf- und Gliederschmerzen können die ersten Symptome der Krankheit sein. Weitere Symptome sind plötzlich einsetzende Übelkeit, Muskel- und Magenschmerzen, Durchfall, Erbrechen oder sogar Brechdurchfall in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern, Schulen und Altenheimen. Der Brechfall führt häufig zu einem Flüssigkeitsmangel im Körper, welches sich wiederum durch Schwindel und einem Schwächegefühl bemerkbar macht. Bis zu zwei Tage nach dem Abklingen von Durchfall, Erbrechen und weiteren Beschwerden werden viele Noroviren beim Stuhlgang ausgeschieden. Bei einigen Betroffenen können die Viren sogar noch länger ausgeschieden werden und noch ansteckend sein.

Diagnose und Behandlung

Besteht der Verdacht auf Noroviren, so ist es wichtig, dass Euer Arzt die Erkrankung untersucht und gegebenenfalls erkennt. Euer Arzt wird Euch zunächst einige Fragen stellen, da bereits die typischen Beschwerden ein Hinweis auf die Erkrankung sein können. Zudem wird Euer Arzt untersuchen, ob es sich auch um einen Magen-Darm-Virus handeln könnte, da die Symptome beider Infektionen sehr ähnlich sind. Auch eine körperliche Untersuchung, sowie ein Nachweis der Erreger anhand einer Stuhlprobe, sind möglich. Verläuft die Krankheit mit leichten bis mäßigen Symptomen, so können die Therapie und Genesung Zuhause erfolgen. Der Norovirus kann nicht medikamentös behandelt werden. Im Normalfall ist dies auch nicht nötig, da die Krankheit meist ohne lebensbedrohliche Komplikationen erfolgt. Jedoch reagieren Kinder, Schwangere, Senioren oder geschwächte Menschen empfindlich auf den hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. In solchem Fall kann es sinnvoll sein, den Norovirus im Krankenhaus behandeln zu lassen.

So könnt Ihr eine Ansteckung vermeiden

Lautet Eure Diagnostik Norovirus, so ist es wichtig, dass Ihr Euch schont, Bettruhe einhaltet und den Kontakt mit anderen Personen einschränkt, um die Norovirus-Infektion nicht weiterzugeben. Achtet darauf Eure Hände regelmäßig zu waschen, sowie Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher häufig zu wechseln. Trotz des Durchfalls

solltet Ihr versuchen kleine, leicht-verdauliche Nahrung zu Euch zu nehmen. Gut bekömmlich sind zum Beispiel Zwieback, Butterkekse oder Knäckebrot. Auch einige Tage nach Abklingen der Beschwerden sollten die erkrankten Personen auf schwere, fettreiche Kost verzichten. Um den hohen Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen, müsst Ihr viel trinken, wobei besonders Mineralwasser, ungesüßte Kräutertees oder dünne Brühe empfehlenswert sind. Beachtet, dass der Norovirus hochansteckend ist, weshalb Einrichtungen wie der Arbeitsplatz, die Schule oder der Kindergarten nach dem Ausbruch der Symptome nicht mehr besucht werden sollten.

Besonders wenn ein Familienmitglied am Norovirus erkrankt, besteht eine hohe Gefahr sich anzustecken. Insbesondere nach jedem Toilettengang, vor der Zubereitung von Speisen sowie vor dem Essen solltet Ihr auf eine gründliche Handhygiene achten. Im besten Fall benutzt Ihr eine eigene Toilette während des Verlaufs der Krankheit. Nutzt diese aus Vorsicht, um keine weiteren Menschen anzustecken, auch verwendet sie auch noch zwei Wochen nach der Genesung. Regelmäßiges Lüften der Räume senkt ebenfalls das Risiko weitere mit der Noroviren-Infektion anzustecken. Wascht Eure Hände mit Wasser und Seife und nutzt Wegwerftücher zum Abtrocknen. Das Umfeld des Betroffenen wie Waschbecken, Türgriffe und Böden müssen regelmäßig, am besten mit Einmaltüchern, gereinigt werden. Achtet für Eure Gesundheit darauf.