Ein gutes Bauchgefühl Beschwerden im Magen-Darm lindern

Die Liste ist lang: Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Verstopfung, Durchfall. Unser Magen-Darm-Trakt zeigt uns auf vielfältige Weise, dass ihm etwas nicht bekommt. Mit kleinen Veränderungen könnt ihr viel erreichen: Unsere neun Tipps, wie ihr Beschwerden im Magen-Darm-Trakt lindern könnt, lest ihr hier.

Tipps-Magen-Darm-Beschwerden

1. Tee-Zeit

Das klassische Hausmittel bringt tatsächlich etwas Linderung, weil Tee den Bauch wärmt (siehe Tipp 3) und Heilkräuter darin ihre sanfte Wirkung entfalten, z. B. Kamille, Fenchel, Kümmel, Anis oder Schafgarbenkraut. Am besten in Arzneitee-Qualität (in Apotheken zu kaufen).

2. Mehr Bewegung

Schon 20 Minuten Sport am Tag bringen euch und eure Verdauungsorgane auf Trab. Ideal: leichtes Ausdauertraining und Gymnastik im Wechsel. Das kurbelt den Stoffwechsel an und kräftigt die Bauchmuskeln, was die Magen- und Darmtätigkeit unterstützt.

3. Wärme

Schmerzhafte Bauchkrämpfe lassen sich durch Wärme beruhigen. Denn sie fördert die Durchblutung und hilft, die Muskulatur zu entspannen. Wem die wassergefüllte Wärmflasche zu schwer auf dem Magen liegt, steht mit einem Kirschkernkissen besser da. Einfach in Backofen oder Mikrowelle auf Temperatur bringen – auch im Sommer.

4. Dampf ablassen

Die wohl häufigsten Bauchbeschwerden – Völlegefühl, Krämpfe und Blähungen – liegen meist an übermäßiger Gasbildung im Bauch. Der könnt Ihr mit dem Wirkstoff Simeticon (z. B. „Klosterfrau Magen Darm Entspannung“, in Drogerien zu kaufen) zu Leibe rücken. Er wirkt ausschließlich im Darm, wird nicht vom Körper aufgenommen. Schaumbläschen schließen das Gas ein, das schmerzhafte Spannungsgefühl vergeht.

5. Tief durch den Bauch atmen

Hebt und senkt sich Brust oder Bauch, wenn ihr atmet? Lasst ganz bewusst die Luft in den Bauch fließen. Ihr werdet merken, wie viel tiefer Eure Atmung dadurch wird, bis zu drei Liter könnt Ihr dabei tanken. Viel mehr als bei der flachen Brustatmung. Das baut Stress ab und tut einfach gut.

6. Flohsamen

Wenn ihr unter Verstopfung oder einer trägen Verdauung leidet: Mischt Flohsamen (in Reformhäusern oder der Apotheke zu kaufen) ins Müsli. Sie quellen im Darm auf, erhöhen damit das Volumen, was ganz natürlich die Verdauung anregt.

7. Streicheleinheiten

Legt die Hände auf den Bauch, Daumen und Finger rahmen den Nabel ein. Mit der rechten Hand entgegen dem Uhrzeigersinn 2 Minuten lang kleine Kreise streichen, die linke Hand bleibt ruhig liegen. Nun 2 Minuten mit der linken Hand, sie bewegt sich aber im Uhrzeigersinn. Zum Schluss so beide Hände gleichzeitig kreisen lassen.

8. Darmflora

Nach einer Antibiotika-Therapie braucht der Darm etwa sechs Monate, bis die alte Darmflora wiederhergestellt ist. Denn die Arznei unterscheidet nicht zwischen schädlichen und nützlichen Bakterien. Probiotika (in Apotheken) helfen.

Antibiotika aus der Natur

9. Stopp

Wer generell eher einen zu weichen Stuhl kennt oder gerade mit Durchfall zu kämpfen hat: Die Banane enthält reichlich Mineralstoffe und wirkt leicht stopfend. Bei einem Infekt können die enthaltenen Pektine an der Darmwand sitzende Krankheitserreger binden, was reinigende Wirkung hat. Im Akutfall am besten die Frucht mit der Gabel zerdrückt essen.