Tückische Krankheit Magenkrebs: Symptome, Ursachen und Behandlung

Magenkrebs ist nicht gleich Magenkrebs. Unter diesem Begriff können sich verschiedene Erkrankungen verbergen. Die gute Nachricht dabei ist, dass sowohl die Anzahl der Neuerkrankungen als auch die Todesursache Magenkrebs rückläufig sind.

Magenschmerzen

Welche Ursachen sind bekannt?

Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori wird für viele Fälle von Magenkrebs verantwortlich gemacht. Im Gegensatz zu vielen anderen Bakterien wird es durch die Magensäure nicht abgetötet. Eisenmangel, schlechte Ernährung, Trinkwasser mit hoher Nitratbelastung und auch Rauchen gelten als weitere Ursachen und Risikofaktoren für eine Erkrankung an Darmkrebs. Auch häufige Magenschleimhautenzündungen können zu einem Magenkarzinom führen, da diese die Menge der Magensäure vermindern und damit die natürliche Abwehrfähigkeit des Magens herabsetzen. Kommt es zu Metastasen des Magenkrebses, können diese in benachbarte Organe hineinwachsen, darunter auch die Gebärmutter. Dieser Befund hat einen eigenen Namen: Krukenberg-Tumor. GIST-Karzinome erreichen mit Tochtergeschwulsten die Leber und die Bauchhöhle, manchmal auch Knochen, Haut und das Gewebe anderer Weichteile. NET-Karzinome fallen durch Überproduktion an Hormonen der jeweils betroffenen neuroendoktrinen Zellen auf, beim Magen wird das eine übermäßige Ausschüttung von Gastrin sein - die Folge ist Übersäuerung und das Zollinger-Ellison-Syndrom als Befund.

Krebspräventionen

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Behandlung von Magenkrebs

Die Geschwüre werden durch Magenspiegelungen per Endoskop, Sonographie und Kernspintomographie ausfindig gemacht. NET-Karzinome sind früh durch Blutuntersuchungen im Labor nachweisbar. Schwieriger wird die Therapie bei Tumoren des GIST-Typ, die keine Spuren im Blut hinterlassen. Gegen GIST wird ein tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib (Tablette) eingesetzt, welcher ortsunabhängig im ganzen Körper wirkt. Die Behandlung von Magenkarzinomen hängt mit ihrem Entwicklungsstadium zusammen; meist werden aber durch eine Operation die Tumore entfernt. Je nach Größe kann dies eine partielle oder komplette Magenentfernung bedeuten. Bei Krebs in sehr fortgeschrittenem Stadium wird mit palliativer Chemotherapie nur noch versucht, die Beschwerden zu lindern, jedoch ohne Aussicht auf Heilungserfolg. Auch eine erfolgreiche Operation wird mit einer Chemotherapie nachbehandelt. So sollen neue Metastasen oder das weitere Wachstum bereits vorhandener Wucherungen verhindert werden.

Vorsorge und Reduzierung des Krebsrisikos

Vorsorgeuntersuchungen werden besonders ab einem Alter von 50 bis 60 Jahren empfohlen, da der Organismus bei jüngeren Menschen die Zellenfehlfunktionen meist selbst regulieren kann. Auch genetische Faktoren sind bei dem Risiko an Magenkrebs zu erkranken von Bedeutung. Eine Anfälligkeit für Magenkrebs (Tumorsyndrom HNPCC) kann vererbt werden und Menschen mit Blutgruppe A haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

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