Superfood Warum Sie täglich Leinsamen essen sollten

Leinsamen sind genau wie Chiasamen ein echtes Superfood mit vielen gesunden Nährstoffen. Warum Sie täglich Leinsamen essen sollten und wie sie sich so positiv auf Magen und Darm auswirken, lesen Sie hier!

Peeling mit Leinsamen selber machen

Was sind Leinsamen?

Leinsamen sind ein heimisches Superfood. Die Pflanze Gemeiner Lein wird bis zu einem Meter hoch und trägt blaue Blüten. Er wird in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich, sowie in Russland, China und der Ukraine angebaut. Leinsamen gibt es als ganze Körner, geschrotet oder als Mehl zu kaufen. Aus den Samen wird auch Leinöl gepresst. 

Wertvolle Inhaltsstoffe

Leinsamen beinhalten wertvolle Ballaststoffe, die sich positiv auf die Verdauung auswirken. Die Samen quellen im Magen auf und werden schleimig und vergrößern das Stuhlvolumen, wodurch die Darmtätigkeit angeregt wird. Das sorgt für eine bessere Verdauung. Ebenso bilden die Schleimstoffe eine Schutzschicht im Magen  und befördern unliebsame Krankheitserreger und Bakterien schneller aus dem Körper. Wenn Darmbakterien die Leinsamen zersetzen, entsteht Buttersäure, welche sich positiv auf den Cholesterinwert und das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Inhaltsstoffe und Nährwerte pro 100 Gramm:

  • Kalorien: 518
  • Fett: 42 Gramm
  • Kohlenhydrate: 3 Gramm
  • Protein: 18 Gramm
  • Ballaststoffe: 28 Gramm
Zudem sind Leinsamen reich an den Spurenelementen Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor. 
Neben Ballaststoffen und Spurenelementen enthalten Leinsamen auch die Vitamine B1, B6 und E, sowie viele ungesättigte und Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt, wirken entzündungshemmend und tragen zu einem starken Immunsystem bei. 

Unterschied von ganzen und geschroteten Leinsamen

Geschrotete Leinsamen sind am besten geeignet, damit der Körper die wertvollen Inhaltsstoffe aufnehmen kann. Bei ganzen Leinsamen ist die Schale zu hart, sodass sie im Magen kaum aufgelöst wird. Trotzdem eignen sich ganze Leinsamen, um die Verdauung anzuregen, da sie wie die geschroteten Samen aufquellen, das Stuhlvolumen vergrößern und die Darmtätigkeit verbessern. 

Leinsamen verwenden

Nehmen Sie maximal zwei Esslöffel Leinsamen täglich zu sich, da in Leinsamen Blausäure enthalten ist, die in großen Mengen giftig ist. Trinken Sie dazu mindestens ein großes Glas Wasser. Alternativ können Sie die Samen auf mit heißen Wasser übergießen und 15 Minuten quellen lassen. Anschließend geben Sie die Leinsamen in Joghurt oder ins Müsli. Auch Porridge lässt sich mit ihnen zubereiten. 

Autor: Christina Liersch