Fermentiertes Lebensmittel So unterstützt Kefir den Darm

Es schmeckt säuerlich und hat eine leicht sprudelige Konsistenz: Kefir. Warum das fermentierte Getränk so gut für die Gesundheit ist, lesen Sie hier!

Kefir

Was ist Kefir?

Kefir, welches aus dem türkischen von "keyif" abgeleitet wurde, bedeutet "Wohlbefinden" und ist ein fermentiertes Milchgetränk, welches aus Kuh- oder Ziegenmilch hergestellt wird. Das geschieht, indem sogenannte Kefirknöllchen der Milch zugesetzt werden, die den Milchzucker gären und das Protein zersetzen. Dabei entstehen Kohlen- und Milchsäure, sowie geringe Mengen Ethanol (Alkohol). Die Herstellung dauert zwischen 24 und 48 Stunden und kann ganz leicht zu Hause nachgemacht werden. (Anleitung weiter unten) Kefir schmeckt säuerlich und hat eine dickflüssige, leicht sprudelnde Konsistenz, weshalb er sich auch als Erfrischungsgetränk im Sommer eignet. Wer es fruchtiger mag, püriert sein Lieblingsobst und mixt es unter den fertigen Kefir.

Das macht Kefir so gesund

Kefir enthält zahlreiche Spurenelemente und Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Mangan, Zink, Cobald, sowie die Vitamine B2, B12, C und K2. Der Nährstoffgehalt richtet sich nach der verwendeten Milch. Sein hoher Calciumgehalt schützt die Knochen und beugt Osteoporose vor. Besonders gesund machen ihn aber die enthaltenen Probiotika, die die Verdauung unterstützen und für eine gesunde Darmflora sorgen, indem sie vor Magen-Darm-Erkrankungen wie Magengeschwüren oder Reizdarm schützen. Zudem besitzen Probiotika entzündungshemmende Eigenschaften, die das Immunsystem stärken.

Kefir selber machen

Der eigens hergestellte Kefir bringt deutlich mehr gesundheitliche Vorteile mit, da seine Zusammensetzung sich immer wandelt und mal mehr und mal weniger von bestimmten Nährstoffen enthalten ist. Kefir aus dem Supermarkt hingegen wird immer mit der gleichen Mischung aus Bakterien und Hefen hergestellt. Außerdem sind Probiotika bei ihm weniger vorhanden.

Kefir selber machen, so geht's:

Was Sie brauchen:
So geht's:
  1. Für einen Liter Milch brauchen Sie 30 g Kefirknöllchen. Füllen Sie ihn mit der Milch in ein sauberes Gefäß und verschließen Sie es luftdicht. Wichtig: Nutzen Sie keine Gefäße mit Metall, da die Säure das Metall zerfrisst, wodurch sich der Geschmack verändert. Das kann ggf. gesundheitsschädlich sein.
  2. Lassen Sie den Kefir zwischen 24 und 48 Stunden an einem lichtgeschützten und warmen* Ort stehen.
  3. Gießen Sie den Kefir durch ein Sieb und füllen Sie ihn in Flaschen um. Lagern Sie den Kefir im Kühlschrank.
  4. Das Kefirknöllchen können Sie entweder gleich wiederverwenden oder Sie bewahren es in einer Wasser-Milch-Mischung an einem dunklen und kühlen Ort auf. Alternativ kann die Knolle auch getrocknet oder eingefroren werden.
* Je nach Gärtemperatur setzt sich der Kefir zusammen:
  • Gärt der Kefir bei 8 - 18 Grad Celcius, findet vorwiegend eine Hefegärung statt. Dadurch wird das Produkt milder, da es weniger Milchsäure, dafür mehr Kohlendioxid und Ethanol enthält.
  • Bei einer Temperatur zwischen 20 - 28 Grad Celsius gärt hauptsächlich die Milchsäure, wodurch der Ethanolgehalt geringer, dafür aber der Milchsäuregehalt höher ist. Dabei kann es jedoch passieren, dass sich die Molke trennt und oben aufschwimmt.

Autor: Christina Liersch