Die Hausmittel aus der Natur Heilpflanzen gegen Magen-Darm-Beschwerden

Sei es nach einem üppigen Essen, schwer verdaulichen Lebensmitteln oder ohne erkenntlichen Grund. Viele kennen Magen-Darm-Beschwerden und Schmerzen in der Bauchregion. Um nicht direkt zu Medikamenten greifen zu müssen, haben wir euch eine Liste an Heilpflanzen als Hausmittel zusammengestellt.

Heilpflanzen

Viele Menschen leiden unter Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Eine Ursache für die Beschwerden könnte eine falsche Ernährungsweise sein. Zum Beispiel können Lebensmittelunverträglichkeiten oder zu fettreiches Essen zu Magenschmerzen führen. Aber auch psychische Belastungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können eine Ursache für Bauchschmerzen sein. Bei länger anhaltenden Verdauungsproblemen solltet ihr deshalb einen Arzt aufsuchen. Aber auch die Natur bietet eine Vielzahl an Heilkräutern, die bei Schmerzen im Magen-Darm-Trakt helfen können. Heilpflanzen enthalten Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe, welche viele Beschwerden bekämpfen können. Diese Ansammlung an natürlichen Wirkstoffen kann die Symptome lindern. Wir haben euch eine Liste an Heilpflanzen zusammengestellt, um Magenprobleme vorzubeugen oder diese zu behandeln.

Die zehn besten Heilpflanzen

Bittere Schleifenblume

Diese Heilpflanze wirkt entkrampfend auf die Magenmuskulatur, bewirkt aber gleichzeitig, dass der Bauch beweglich bleibt. Darum wird die bittere Schleifenblume als Hausmittel bei Magenschmerzen, Blähungen und Völlegefühl eingesetzt. Außerdem schützt sie vor Schmerzen durch Magengeschwüre, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt sowie vor Magenschleimhautentzündungen. Wirksam sind die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe, Senföle und Flavonoide. Diese natürlichen Stoffe wirken entzündungshemmend, krampflösend und verdauungsfördernd.

Kamillenblüte

Die Kamille gilt als Hausmittel bei Magenschleimhautentzündungen und Darmbeschwerden. Sie lindert die Symptome von Magenverstimmungen, Reizdarm, Durchfall, Blähungen und leichten Bauchschmerzen. Die ätherischen Öle Bisabolol, Matricin, Chamazulen und einige Flavonoide sind entkrampfend, antibakteriell, blähungslindernd und wundheilungsfördernd. Dadurch können Durchfall und Magen-Darm-Erkrankungen gelindert werden. Die klassische Behandlung mit dem Hausmittel ist Kamillentee. Täglich solltet ihr aber nicht mehr als vier Tassen Kamillentee in kleinen Schlucken trinken, da sonst die Magenschleimhaut zusätzlich gereizt werden kann. Das verursacht wiederum Schmerzen.

Fenchel

Neben Kamillentee ist die Heilpflanze Fenchel ein beliebtes und gesundes Hausmittel bei Verstimmungen des Magen-Darm-Traktes. Die Fenchelsamen sind reich an den ätherischen Ölen Anethol und Fenchon, welche krampflösend, appetitanregend und antibakteriell sind. Fenchel wird deshalb gerne bei Völlegefühl, Durchfall sowie leichten Magenschmerzen verwendet. Am beliebtesten ist es, die Samen zu Tees zu verarbeiten. Es bietet sich auch an, Fenchel-Anis-Kümmel-Tees zu trinken, um die Wirkung zu steigern. Diese Tees könnt ihr in vielen Supermärkten finden. Außerdem können Fenchelsamen auch als Gewürz in Speisen verarbeitet werden. Gerade bei schwer verdaulichen Lebensmitteln steigert Fenchel die Verdauungsaktivität und beugt so Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen vor.

Kümmel

Diese Heilpflanze reguliert die Magensäureproduktion und bekämpft die Ursache von Magenschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Koliken. Die Heilwirkung entsteht durch das ätherische Öl Carvol, welches blähungswidrig, krampflösend und durchblutungsfördernd agiert. Auch Kümmel könnt ihr als Tee trinken. Wir empfehlen euch, den Tee direkt nach den Mahlzeiten zu trinken, um die Verdauung zu unterstützen. Im Supermarkt findet ihr auch viele Tees mit einer Kombination von Fenchel um Kümmel. Ratsam vor allem für diejenigen, die den eigensinnigen Geschmack von Kümmel nicht mögen.

Oregano

Oregano ist nicht nur ein Gewürz für italienisches Essen. Die Blätter des Krauts wirken bei Übelkeit, gegen Appetitlosigkeit und als Unterstützung bei Durchfall. Die zahlreichen Inhaltsstoffe des Krauts sind antibakteriell, pilzhemmend, appetitanregend, übelkeitmindernd und verdauungsfördernd. Oregano wirkt am besten als Tee, welcher zwei mal täglich getrunken werden kann, wenn Symptome auftreten sollten.

Tausendgüldenkraut

Ein nicht allzu bekanntes, aber dafür sehr effektives Hausmittel für den Darm ist das Tausendgüldenkraut. Die enthaltenen Bitterstoffe des Krauts sind imstande, die Verdauungsaktivität anzuregen. Die Speichelproduktion wird erhöht und mehr Magensäure wird ausgeschüttet um die Verdauungstätigkeit zu unterstützen. Das verhindert Magenschmerzen nach dem Essen. Die Tees aus Tausendgüldenkraut helfen bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall sowie bei einem Reizmagen.

Pfefferminzblätter

Der frische Geschmack der Minzblätter hilft gegen Übelkeit und starken Bauchschmerzen. Pfefferminze beugt ebenso Entzündungen im Magen und Magengeschwüren vor. Allerdings solltet ihr achtsam sein, wenn ihr eine Magenschleimhautentzündung habt. Hier könnte der hohe Mentholgehalt der Pflanze den Bauch zusätzlich reizen.

Melisseblätter

Bei gereiztem Darm hilft ein Tee mit Zitronenmelisseblättern. Deren Inhaltsstoffe bedingen Schmerzlinderung und weniger Krämpfe. Zusätzlich wird die Gallensaftbildung angeregt, was eine träge Verdauung wieder in Schwung bringt.

Süßholzwurzel

Bekannt ist die Süßholzwurzel aus der Süßigkeit Lakritz. Allerdings hat die Nascherei nicht die gleichen Effekte wie das Heilkraut. Dieses kann Magenschmerzen und Krämpfe lösen und der Entstehung von Magengeschwüren entgegenwirken. Zusätzlich wird die Säurebildung durch die Süßholzwurzel reguliert.

Angelikawurzel

Bei Völlegefühl sowie leichten Blähungen bietet sich die Angelikawurzel an. Die darin enthaltenen ätherischen Öle und Bitterstoffe lösen Magenschmerzen, mildern Blähungen und Völlegefühl und wirken antimikrobiell. Als Tee entfaltet die Angelikawurzel ihre entzündungshemmende Wirkung, beugt Magengeschwüren vor und dient als gesunder Appetitanreger.

Schöllkraut

Die Heilpflanze Schöllkraut fördert die Verdauung, indem es die Aktivität des Magens stark steigert. So können Blähungen und Krämpfe reduziert werden. Die in dem Kraut enthaltenen Bitterstoffe Alkaloide und Flavonoide haben auf den Verdauungstrakt eine beruhigende und krampflösende Wirkung, halten den Magen aber dennoch in Schwung. So werden die Bauchschmerzen gelindert.

Mariendistelfrucht

Die Behandlung mit der Mariendistel hat eine heilende Wirkung, da sie die Zellen schützt und die Entstehung von Magengeschwüren verhindert. Zusätzlich reguliert das Heilkraut die Produktion der Magensäure und hilft Magenschmerzen zu lindern.

Blutwurz

Die Blutwurz, auch Tormentill genannt, ist eine Heilpflanze, welche sich antibakteriell, schmerzlindernd und immunstimulierend auswirkt. Deshalb gilt sie als gutes Mittel gegen Durchfall und Reisekrankheit. Allerdings ist von der längeren Einnahme dieser Pflanze abzuraten, da sie zu Schleimhautreizungen führen kann. Eingenommen werden kann das Kraut als Tee, Tinktur oder Kapsel.

Schafgarbe

Dieses Heilkraut bekämpft schnell Krämpfe im Bauchbereich. Zusätzlich ist es hilfreich bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit und Brechreiz. Die enthaltenen ätherischen Öle und Flavonoiden zeigen eine entzündungshemmende, krampflösende und appetitanregende Wirkung. Auch die Schafgarbe wird in Form von Tees konsumiert. Die empfohlene Menge liegt bei drei Tassen pro Tag.

Uzarawurzel

Die Uzarawurzel, auch wilde Baumwolle genannt, normalisiert eine überanstrengte Bewegung des Dünndarms. So werden Krämpfe gelöst und Durchfall gestoppt. Eine weitere Anwendung findet die Uzarawurzel auch bei schmerzhaften Monatsblutungen.

Autor: Emilia Uhlendorf