Schnelle Hilfe Heilmittel bei Hämorrhoiden

Tabuthema Hämorrhoiden: Viele leiden darunter, wenn es am Gesäß juckt und schmerzt – aber keiner mag darüber sprechen. Mit sanfter Hilfe kann sich die gereizte Haut wieder beruhigen.

Frau Kopfschmerzen

Über Hämorrhoiden zu sprechen ist einfach zu peinlich, zu intim. Obwohl sie sich längst zur heimlichen Volkskrankheit entwickelt haben und immerhin jeder zweite Deutsche ab 30 darunter leidet. Eigentlich sind Hämorrhoiden (griechisch „haíma“ = Blut, „rhéin“ = fließen) ja etwas Nützliches: ein Geflecht von Blutgefäßen im Enddarm, das den After zusätzlich zum Schließmuskel abdichtet. Deshalb sprechen Ärzte korrekt von Hämorrhoidal-Leiden, wenn sich in diesen „Gefäßkissen“ eine Art Krampfader bildet. Die Ursachen? Bewegungsmangel, chronische Verstopfung, Übergewicht, Veranlagung, eine Schwangerschaft oder zu viel Alkohol.

 

Die besten Hausmittel bei Hämorrhoiden

  • Ballaststoffreiche Kost und zwei bis drei Liter täglich trinken – das gilt als Basis jeder weiteren Behandlung. Gut geeignet sind also Vollkornprodukte, Weizenkleie, Gemüse und Obst. Wichtig ist, dass der Darm etwas zu tun bekommt und Sie beim Toilettengang nicht pressen müssen. Deshalb sollten Sie auch genügend Flüssigkeit trinken, damit der Darminhalt weich bleibt. Quellstoffe wie Lein- und Flohsamen oder Milchzucker helfen ebenfalls. ​ 
  • Kalte Waschungen nach dem Stuhlgang hemmen den Juckreiz, schließen beschädigte Blutgefäße und spülen Keime fort.
  • Sitzbäder mit entzündungshemmenden Gerbstoffen der Eichenrinde haben sich ebenfalls bewärt. Dafür 3 Handvoll Eichenrinde (z.B. aus der Apotheke) mit 3 l Wasser aufkochen und auf kleiner Hitze 15 Minuten köcheln. Abseihen, auf Körperwärme abkühlen lassen, in eine kleine Wanne geben und 2- bis 3-mal am Tag für 10 Minuten ein Sitzbad nehmen.

So behandeln Sie sich selbst:

Beschwerden von leichten bis mittelschweren Hämorrhoiden lassen sich sehr gut durch rezeptfreie Salben, Cremes und Zäpfchen lindern. Die meisten blocken auch Entzündungen ab.
Wichtig zu wissen: Zäpfchen nicht so weit in den After schieben wie die gegen Schmerzen, weil sie sonst nicht dort wirken, wo sie sollen. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb einer Woche oder entdecken Sie Blut im Stuhl, gehen Sie besser zum Facharzt, einem Proktologen.

In unserer Übersicht findet ihr weitere sanfte Medikamente gegen Hämorrhoiden.