Schluss mit der Orangenhaut Die richtige Ernährung bei Cellulite

Wenn Oberschenkel, Bauch und Po nicht mehr die jugendliche Festigkeit aufweisen und Dellen bekommen, spricht man von Cellulite. Besonders Frauen leiden unter diesem Erscheinungsbild der Haut. Wir erklären euch, wie ihr mit Ernährung und Sport gegen die lästigen Dellen ankommt.

Frau-streichelt-Oberschenkel

Cellulite entsteht durch eine Ansammlung von Stoffwechselschlacken im Bindegewebe. Stoffwechselschlacken sind Stoffe, die der Körper weder verarbeiten noch ausscheiden kann. Zu diesem Körpermüll zählen Gifte und Toxine, Medikamentenrückstände sowie Lebensmittel, die im Übermaß gegessen werden. Diese Stoffe führen zu einer starken Übersäuerung des Körpers und schließlich zu einer Verstopfung des Bindegewebes. Ist dieses erst einmal verstopft, bilden sich die sichtbaren Dellen an Oberschenkel, Po und Bauch. Um der Cellulite vorzubeugen und sie zu bekämpfen, müssen wir also unseren Körper langfristig entsäuern. 
Das Bindegewebe ist in seiner ursprünglichen Aufgabe ein Nährstoffdepot für Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Sind davon genug eingelagert, ist die Haut straff und elastisch. Bei einer Überforderung entsteht dagegen Cellulite. 
Der durch Stoffwechselschlacken übersäuerte Körper benötigt Mineralstoffe, um die Säuren zu neutralisieren. Da sich diese vermehrt in den Nährstoffdepots des Bindegewebes befinden, werden dort die Basen als erstes entzogen. Das Bindegewebe entmineralisiert und erhält statt neuer Mineralien die neutralisierten Schlacke. Da der Körper mit diesen Stoffen allerdings nicht mehr arbeiten kann, wurde aus dem eigentlichen Nährstoffdepot eine Art Mülldeponie. Die Haut bekommt so eine weiche Struktur und bildet die unschönen Dellen.

Behandlungsansätze bei Cellulite

Wer der Orangenhaut den Kampf ansagen und seine Haut straffen möchte, der braucht viel Geduld und Disziplin. Ein Wundermittel zur schnellen Hilfe gibt es nämlich nicht. Der straffende Effekt der Haut stellt sich meistens erst nach Monaten konsequenter Behandlung ein. Vor allem gilt es, auf eine gesunde Ernährung zu achten und regelmäßig Sport zu treiben. 
In erster Linie sind es nämlich Fettzellen, die sich durch die maschenartige Struktur des schwachen Bindegewebes abdrücken. Es können zwar auch schlanke Frauen von Cellulite betroffen sein, aber das Ausmaß ist deutlich kleiner bei einem geringen Körperfettanteil. Eine Gewichtsreduktion kann deshalb dem Kampf gegen die Cellulite sehr zuträglich sein. Allerdings sollten übergewichtige Personen nicht zu schnell abnehmen, da die Haut sonst erschlaffen und das Erscheinungsbild der Haut sich weiter verschlechtern kann. Eine Radikal-Diät kann also sogar mehr Schaden anrichten, als Gutes zu bewirken. Für eine straffere Haut empfiehlt sich daher eine Anti-Cellulite Diät mit zusätzlicher Bewegung und individuellem Muskeltraining.
 
Sport hilft dabei Muskeln zu formen, welche die Fettverbrennung anregen. Je mehr Muskeln der Körper hat, desto höher ist der Gesamtumsatz der Kalorien, da die Stoffwechselaktivität von Muskelzellen höher ist als die von Fettzellen. Gezieltes Muskelaufbautraining der Problemzonen Oberschenkel, Po und Bauch ist daher am wirkungsvollsten. Am effektivsten sind drei Trainingseinheiten pro Woche, die mindestens eine halbe Stunde andauern. Passende Sportarten sind zusätzlich Radfahren, Wandern, Joggen oder Schwimmen. 
Ein beliebtes Zusatzhilfsmittel sind auch Cremes. Eine leichte Zupfmassage mit den Fingern oder das sanfte Einmassieren mit einem groben Schwamm im Uhrzeigersinn fördern die Durchblutung. Ein Effekt, den auch Wechselduschen haben. Der Temperaturwechsel kurbelt zusätzlich die Fettverbrennung an. Am besten wechselt ihr drei mal hintereinander die Wassertemperatur und beendet eure Dusche mit kaltem Wasser - so wird euch nach der Dusche auch noch wohlig warm sein.

Ernährung bei Cellulite

Ohne die richtige Ernährung bei Cellulite bringen auch Sport und Wechselduschen wenig. Esst daher gesund und ausgewogen in Kombination mit mehreren Sporteinheiten pro Woche. So werden Haut und Bindegewebe von Innen gestärkt.

  • Verzichtet weitestgehend auf säurebildende Lebensmittel wie Alkohol, kohlensäurehaltige und süße Getränke, Kaffee, tierisches Eiweiß, Weißmehl und weißen Zucker. Auch vom übermäßigen Konsum von Salz ist abzuraten, da es wasserbindend wirkt.  
  • Achtet auf eine basische Ernährung mit Obst, Gemüse, Salat, Nüssen und Sprossen.
  • Statt zu tierischen Fetten wie Butter solltet ihr zu pflanzlichen Fetten wie Rapsöl oder Sojaöl greifen.  
  • Extrem wichtig ist es, zwei bis drei Liter Wasser täglich zu trinken. Und das unabhängig von anderen Flüssigkeiten. Das Wasser braucht der Körper, um die angesammelten Schadstoffe aus dem Körper zu schwemmen.
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Mit diesen Rezepten verhindert ihr eine Übersäuerung!

  • Vitamine unterstützen die allgemeine Gesundheit und fördern ein festeres Bindegewebe, da sie den Körper entsäuern und den pH-Wert anheben. Ratsam ist es, fünf Portionen frisches Obst und Gemüse täglich zu sich zu nehmen. Vitamin E befindet sich zum Beispiel in Paprika, Johannisbeeren und Avocados. Vitamin A dagegen in Karotten und Kürbis. Vitamin C könnt ihr durch Zitrusfrüchte, wie Orangen und Ananas, oder auch durch Sanddorn zu euch nehmen. Auch tierische Produkte enthalten diese Vitamine, aber aufgrund des Fettgehalts ist von deren Konsum abzuraten.
  • Fleisch sollte aufgrund des tierischen Eiweiß nur in geringen Mengen verzehrt werden. Wählt lieber Fisch statt Fleisch. Fisch liefert wichtige Omega-3 Fettsäuren, die für das Bindegewebe benötigt werden.
  • Wahre Wundermittel: Kiwi, Grüner Tee und Spinat. Kiwi bietet reichlich Vitamin C, während grüner Tee und Spinat reich an Antioxidantien sind, welche die Schlackungen aus dem Körper spülen und eine glatte Haut zaubern.

Autor: Emilia Uhlendorf

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