Kolonkarzinom und Rektumkarzinom Darmkrebs: Symptome, Ursachen, Behandlungsmethoden

Wie viele Krebsarten tritt auch der Darmkrebs in unterschiedlichen Formen auf. Welche dies sind, welche Ursachen für den Krebs verantwortlich sind und welche Behandlungsmethoden es gibt, erklären wir euch in diesem Artikel.

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Ursachen von Darmkrebs

Durch spezielle Untersuchungen wie bspw. eine Darmspiegelung können bereits früh mögliche Vorstufen einer Darmkrebserkrankung erkannt werden. Diese Vorstufen sind als kleine Auswucherungen oder Polypen in der Darmschleimhaut zu sehen, aus denen die gefährliche Krankheit entstehen kann, aber nicht muss.

Der Krebs entsteht, wenn diese Zellansammlungen mutieren und sich der Steuerung des Körpers entziehen. So wuchern sie ungebremst und setzen sich auch in umliegendem Gewebe fest. Je älter wir werden, desto schwerer fällt es unserem Körper, diese Zellen zu bekämpfen und ein derartiges Zellenwachstum zu verhindern. Daher steigt mit unserem Alter auch unser Risiko, an Krebs zu erkranken. Zusätzlich sind auch genetische Faktoren, erbliche Vorbelastungen und der individuelle Lebensstil für unser persönliches Krebsrisiko entscheidend.

Vorsorge?

Ihr könnt einiges tun, um das Risiko einer Darmkrebserkrankung gering zu halten: Der Lebensstil sollte aktiv sein, mit viel Bewegung. Das Normalgewicht sollte möglichst gehalten und auf das Rauchen sollte verzichtet werden. Eine spezielle Diät als Vorbeugung gegen Darmkrebs ist jedoch nicht bekannt. Metastasen von Darmkrebs treten in mehr als 50% der Fälle in der Leber auf, seltener in der Lunge, und nochmals geringer ist das Risiko für das Bauchfell, Knochen, Ovarien, Nieren, das Gehirn oder andere Organe.

Ernährungstipps für einen gesunden Darm

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Behandlung von Darmkrebs

Die Darmspiegelung, wie die Kassen sie jedem ab 55 Jahren als Maßnahme zur Früherkennung empfehlen und auch anerkennen, ist immer noch die beste Methode, den Krebs in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren. Je näher der operative Eingriff wegen eines Rektumkarzinoms am Darmausgang nötig wird, desto schwieriger wird es, den Schließmuskel erhalten zu können. Es ist in vielerlei Hinsicht wichtig, die genaue Lage des Karzinoms zu ergründen, was bei einigen Metern Darmlänge gar nicht so einfach ist. Der Dickdarm allein ist eineinhalb Meter lang, der Dünndarm noch viel länger. 

Die Medizin setzt Operationen, Chemotherapie, Bestrahlungen und gezielt wirkende Medikamente ein, um Darmkrebs zu behandeln und die Heilungs- und Überlebenschancen der Betroffenen zu erhöhen. Mit der medikamentösen Behandlung soll auf die Wachstumsprozesse und Teilungen von Krebszellen eingewirkt werden. Stoffwechselvorgänge von Tumorzellen sollen damit unterbrochen und das körpereigene Immunsystem auf die bösartigen Zellen aufmerksam gemacht und zur Bekämpfung ermuntert werden. Die Schwierigkeit solcher Medikamente liegt darin, die Abgrenzung zu gesunden Zellen zu bewerkstelligen, damit nicht unterschiedslos jede Zelle von ihnen geschädigt wird.

Welches der Mittel zur Anwendung kommt, hat mit dem erkannten Krankheitsstadium zu tun, Therapien können vor einer Operation als Vorbereitung oder auch danach eingesetzt werden. Selbst wenn der Darmkrebs in einem weit fortgeschrittenen Stadium ist und als unheilbar gilt, kann noch das Tumorwachstum mittels Therapie hinausgezögert werden. Chemotherapien wirken im ganzen Körper, nicht nur am Ort des Krebsbefundes. Droht durch den Tumor ein Darmverschluss, kann ein künstlicher Darmausgang gelegt werden, wenn die betroffene Passage nicht freigelegt werden kann. Vorher würde das Operationsteam aber einen Bypass versuchen. Nur eine operative Entfernung von Kolonkarzinomen kann eine Heilung bringen. Wenn drei Jahre nach der OP keine Neuwucherung gefunden wird, gilt der Patient als geheilt.

Vorbeugen durch gesunde Ernährung

Rotes Fleisch und Alkohol sollten nur eingeschränkt genossen werden; Geflügelfleisch ist dagegen unbedenklich. Außerdem ist es auch für den Darm besser, wenn die Ernährung ballaststoffreich ist; also aus Getreideprodukten und Hülsenfrüchten zusammengesetzt wird. Gemüse und Obst sind hier weniger bedeutsam, werden aber für den Magen empfohlen. Kaffee und Tee sind völlig unbedenklich.

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