Kolonkarzinom und Rektumkarzinom Darmkrebs

Wie viele Krebsarten tritt auch der Darmkrebs in unterschiedlichen Formen auf. Welche dies sind, welche Ursachen für den Krebs verantwortlich sind und welche Behandlungsmethoden es gibt, erklären wir euch in diesem Artikel.

Frau-hat-Schmerzen

Darmkrebsarten

Der Begriff Darmkrebs kann für drei Arten eines Krebsleidens stehen:

- Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)

- Mastdarm-Tumor (Rektumkarzinom)

- Dünndarmkrebs

Bei Darmkrebs handelt es sich um die zweithäufigste Krebserkrankung; wie der Magenkrebs tritt die Krankheit meist ab dem 50. Lebensjahr auf. Das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Erkrankung liegt bei Männern bei 69 und bei Frauen bei 75 Jahren. Bei ca. 95% aller Darmkrebserkrankungen handelt es sich um Dickdarmkrebs, damit sind Dünndarmkrebs und Mastdarm-Tumore äußerst selten. Alle Arten von Darmkrebs zählen zu den ‚soliden Tumoren‘, die einen festen Ort des Krankheitsausbruchs haben. Metastasenbildung ist auch hier nicht unüblich. Darmkrebs geht von defekten Drüsenzellen der Darmschleimhaut aus.

Wie beim Magenkrebs gibt es auch beim Darmkrebs die Variante der gastrointestinalen Stroma-Tumore (GIST), die nichts mit der Schleimhaut zu tun haben, sondern aus dem Bindegewebsmaterial gebildet werden. Ebenso begegnen uns hier die NET oder neuroendokrinen Tumore des Magen-Darm-Traktes, die aus Missbildungen unter den Hormonzellen entstehen. Zuletzt muss das MALT-Lymphom genannt werden, weil es auch in der Darmwand auftreten kann, und eine Erkrankung des Lymphgewebes ist. Karzinome am äußeren Darmausgang werden nicht zum Darmkrebs gerechnet.

Mögliche Anzeichen für Darmkrebs

Das Entstehen von Darmkrebs ist ein sehr langsamer Vorgang. Aufmerksam werden solltet ihr aber, wenn ihr Blut im Stuhl bemerkt, das für eine rote oder schwärzliche Färbung sorgt. Ebenso ungewöhnlich ist der Ausfluss von etwas Blut, Kot oder Schleim bei Blähungen. Immer wenn der Stuhl sich sehr vom gewohnten Bild unterscheidet, wie dünn austretende Exkremente oder ein plötzlicher Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, stellt sich die Frage nach dem Warum.

Leidet ihr unter wiederkehrenden, krampfartigen Bauchschmerzen, die mehr als eine Woche hindurch auftreten? Gibt es eine auffallend starke Geräuschkulisse im Darm und übertriebene Blähungen, die ihr sonst nicht kennt? Muss die Toilette allzu häufig aufgesucht werden und der Kot hat einen stark unangenehmen Geruch? Leidet ihr außerdem an ständiger Erschöpfung, Blässe, Leistungsschwäche und nehmt ihr ohne bestimmten Grund kontinuierlich ab? Könnt ihr Verhärtungen im Bauch ertasten? Sind die Lymphknoten vergrößert? All diese Anzeichen können auch symptomatisch für andere Darmerkrankungen sein, sollten aber in jedem Fall ärztlich untersucht werden.