Cushing-Syndrom: 4 Symptome der Hormonstörung

Cushing-Syndrom: 4 Symptome der Hormonstörung

Das Cushing-Syndrom wird durch eine übermäßige Produktion von Kortisol im Körper ausgelöst. Befindet sich zu viel des Stresshormons im Blut, treten ganz charakteristische Symptome auf. Alles, was Sie wissen müssen, haben wir Ihnen hier zusammengetragen.

Was ist das Cushing-Syndrom?

Hormone steuern unseren ganzen Körper. Es gibt kaum einen Prozess im Körper, der nicht durch Hormonsignale ausgelöst, beendet, gesteigert oder gedrosselt würde. Wie wir uns fühlen und in welcher Stimmung wir sind, hängt mit den kleinen Botenstoffen in unserem Blut ab. Melatonin steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus und hilft beim Einschlafen, Adrenalin macht uns leistungsfähig und gibt uns in Extremsituationen Rückenwind und Östrogen steuert den Menstruationszyklus.

Hormone werden in unseren Gehirnen, in Körperdrüsen, Hoden, Eierstöcken, den Nebennieren oder der Bauchspeicheldrüse gebildet. Läuft bei der Hormonbildung etwas falsch und unserem Körper stehen zu viele oder zu wenige Hormone zur Verfügung, stellen sich schnell spezifische Krankheitsbilder ein.

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Das Cushing-Syndrom ist eine Hormonstörung, bei der zu viel des Stresshormons Kortisol im Blut vorhanden ist. Kortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet. Auslöser für die übermäßige Produktion von Kortisol in der Nebennierenrinde kann ein Tumor in den Nebennieren oder der Hypophyse im Gehirn sein. Die Hypophyse nämlich regt die Nebennierenrinde zur Produktion von Kortisol an. Dazu setzt die Hirndrüse das Hormon ACTH frei.

Symptome des Cushing-Syndroms

1. Übergewicht und Adipositas

Eines der charakteristischen Symptome des Cushing-Syndroms ist Übergewicht bis hin zur mäßigen Adipositas. Dabei konzentrieren sich die Fettablagerungen vor allem auf die Körpermitte. In der Medizin wird hier von Stammfettsucht gesprochen, bei der der Körperstamm, also Bauch, Hals, Nacken und Gesicht, durch vermehrte Fettpolsterreserven dick werden. Dies ist eine Reaktion der verstärkten Stoffwechselabbauprozesse, die das Kortisol auslöst. Wird an einer Stelle mehr Energie verfügbar gemacht, müssen an anderer Stelle Reserven gebildet werden.

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2. Diabetische Stoffwechsellage bis hin zum Diabetes Typ 2

Kortisol lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen, indem die Leber zur Bereitstellung von Glucose angeregt wird. Da die Kortisolausschüttung bei Betroffenen mit Cushing-Syndrom aber krankhaft hoch ist und dauerhaft stattfindet, sind auch die Blutzuckerwerte dauerhaft hoch. Der Körper reagiert dann mit vermehrter Insulinausschüttung, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Betroffene leiden dann oft unter Symptomen, die dem Diabtes mellitus stark ähneln. Sie müssen häufig Wasser lassen und haben starken Durst.

3. Sinkende Knochendichte und Muskelschwäche

Um dem Körper in Stresssituationen Energie bereitzustellen, regt das Hormon Kortisol den Abbau von körpereigenen Ressourcen an. Es werden Bindegewebe, Muskeln oder Knochenmasse abgebaut, um die Energieversorgung zu sichern. Dadurch werden sowohl Haut als auch Muskeln und Knochen schwächer. Betroffene können Osteoporose entwickeln, leiden häufig unter Akne und Dehnungsstreifen und haben schnell ermüdbare, schwache Muskeln.

4. Akne und dünne Haut

Stress wirkt sich auf das Hautbild aus. Das hängt direkt mit dem Stresshormon Kortisol zusammen. Über kurze Zeit kann das Hormon Entzündungen hemmen, indem es das Immunsystem herunterfährt. Entzündungsreaktionen können so gezielt beseitigt werden. Leider schlägt der antientzündliche Effekt des Stresshormons schnell ins Gegenteil um. Wirkt Kortisol nämlich dauerhaft und übermäßig im Körper, wie es bei Betroffenen des Cushing-Syndroms der Fall ist, befindet sich das Immunsystem im ständigen Tiefschlaf. Dies lädt Krankheitserreger geradezu ein. Auch die Hautbarriere als erste Schutzinstanz vor Erregern kann dann kaum noch Abwehrleistungen erbringen. Das Ergebnis: Akne und Hautunreinheiten.

Im Video: Diesen Einfluss hat Stress auf das Hautbild

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