14. April 2021
Coronavirus: Soll ich eine Maske im Treppenhaus tragen?

Coronavirus: Soll ich eine Maske im Treppenhaus tragen?

Ein Mund-Nasen-Schutz schützt vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und muss deshalb überall dort getragen werden, wo viele Menschen zusammen kommen und Mindestabstände nicht immer eingehalten werden können. Aber gilt das auch in Wohnhäusern und im Speziellen für enge Hausflure und Treppenhäuser?

Coronavirus: Ein Mund-Nasen-Schutz im Haus?

Maskenpflicht herrscht überall dort, wo viele Menschen zusammen kommen und keinen Abstand einhalten können. Aus diesem Grund ist das Tragen einer OP-Maske oder einer FFP2-Maske zum Schutz vor dem Coronavirus in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Supermarkt schon länger Pflicht. Aber wie sieht das in Mehrfamilienhäusern aus? Das enge Treppenhaus und den schmalen Hausflur passieren täglich Menschen aus unterschiedlichen Haushalten. Besteht hier ein höheres Ansteckungsrisiko?

Keine offizielle Maskenpflicht im Treppenhaus und in Hausfluren

Offiziell gibt es von der Bundesregierung keine offiziellen Maßnahmen, die das Miteinander im Mietshaus regeln und die besagen, dass eine Maske Pflicht ist. Zu Ihrem und dem Schutz anderer Personen ist es allerdings ratsam, eine Maske im Treppenhaus zu tragen. Gerade dann, wenn in Ihrem Wohnhaus ältere Personen oder Menschen leben, die einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Chinesische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass in engen Gängen Tröpfchen länger in der Luft bleiben und weniger durchmischt werden.

Außerdem sollten Sie darauf achten, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Kommt Ihnen im Hausflur ein Nachbar entgegen, bleiben Sie am besten im Zwischengeschoss stehen. Lange Gespräche sollten Sie in geschlossenen Räumlichkeiten vermeiden. Gleiches gilt auch bei der Nutzung von Gemeinschaftsräumen wie Garagen oder Waschküchen. Auch hier sollte der Mindestabstand eingehalten werden.

Fahrstuhl: Meiden oder nur mit FFP2-Maske betreten

Wenn Sie in einem Wohnhaus leben, in denen es einen Fahrstuhl gibt, sollten Sie diesen entweder meiden oder nur mit einer FFP2-Maske betreten. Hier kann der Mindestabstand meistens nicht eingehalten werden. Zudem hat eine niederländische Studie herausgefunden, dass infektiösen Tröpfchen sich bis zu 30 Minuten in der Luft halten können. Demnach herrscht ein größeres Ansteckungsrisiko in Fahrstühlen.

Hygiene-Tipps fürs Mietshaus

  • Wenn möglich, sorgen Sie für einen permanenten Luftdurchzug in Ihrem Wohnhaus. Stellen Sie die Fenster auf Kipp und versuchen Sie quer zu lüften, um Aerosole zu entfernen.
  • Um Schmierinfektionen zu vermeiden, sollten das Treppenhaus und Oberflächen wie Türklinken oder Treppengeländer regelmäßig gereinigt werden.
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