6. Mai 2021
Corona-Impfung: Wann setzt der Impfschutz ein?

Corona-Impfung: Wann setzt der Impfschutz ein?

Immer mehr Menschen in Deutschland bekommen einen Impftermin oder haben sogar bereits die Corona-Impfung erhalten. Allerdings sind Sie nicht sofort immun gegen das Virus, sobald der Impfstoff in Ihrem Arm ist. Wir verraten Ihnen, wie lange die Immunreaktion dauert und wann der Impfschutz einsetzt.

Corona-Impfung: Wann setzt der Impfschutz ein?

Unmittelbar nach der Corona-Impfung fängt Ihr Immunsystem damit an, Antikörper gegen das Coronavirus zu bilden. Damit ist Ihr Körper erstmal schwer beschäftigt, was sich durch die typischen Nebenwirkungen wie Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost oder Fieber bemerkbar macht. Aber keine Sorge, falls die Nebenwirkungen bei Ihnen ausblieben. Auch Menschen, deren Körper keinerlei Symptome infolge der Immunreaktion zeigt, können mit dem Aufbau eines normalen Impfschutzes rechnen.

Die Produktion der Antikörper nimmt in etwa 10 bis 14 Tage in Anspruch. Ab diesem Zeitraum ist das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, nach der Erstimpfung bereits um etwa 50 Prozent gesunken. Die Wahrscheinlichkeit, schwer an Covid-19 zu erkranken und auf eine Intensivstation zu müssen, sinkt nach der Erstimpfung sogar um bis zu 95 Prozent (Vaxzevria). Je nach Impfstoff entwickelt sich der vollständige Impfschutz nach der Zweitimpfung innerhalb von 7 (BioNTech/Pfizer) bis 14 Tagen (Moderna, Vaxzevria) und bietet eine Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent.

Dritte Impfdosis: Auffrischung des Impfschutzes nötig

Die Hersteller der mRNA-Impfstoffe rechnen fest damit, dass eine Auffrischung des Impfschutzes etwa neun bis zwölf Monate nach der Erstimpfung nötig ist, um eine anhaltende Immunität zu garantieren. Auch eine regelmäßige Wiederholung der Impfung, ähnlich wie bei der Grippe, ist vorstellbar. Kürzlich sagte Albert Bourla, der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, dass wahrscheinlich eine dritte Immunisierung innerhalb von zwölf Monaten nötig sei. Dies hängt jedoch einerseits von den neuen Varianten des Coronavirus ab, andererseits von der Dauer der Antikörperreaktion. Die Dauer des Impfschutzes muss erst noch in Langzeitstudien untersucht und bestätigt werden.

Auch der BioNTech-Chef, Ugur Sahin, rechnet damit, dass die Corona-Impfungen zwar nicht jährlich, aber dennoch in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden müssen. In einem Interview mit dem Spiegel sagte Sahin: „Etwa alle zwei Jahre könnte es eine Auffrischungsimpfung geben, angepasst an die Varianten, die dann gerade unterwegs sind. Ähnlich wie bei der Grippe. Das könnte für uns dann die neue Normalität sein.“

Dr. Riedl klärt auf: Richtiges Verhalten vor und nach der Impfung

Ernährungsdoc Dr. Matthias Riedl (@drmatthiasriedl) hat am 4.5. auf unserem Instagramaccount @vital_magazin Ihre brennenden Fragen zum Thema Corona und Ernährung beantwortet. Ab Minute 2:04 erklärt Dr. Riedl, wieso eine gute Eisenversorgung für den Impferfolg so wichtig ist. Ab Minute 21:30 erklärt er, wie Sie sich vor und nach der Corona-Impfung richtig verhalten. Schauen Sie gerne rein!

Quellen: rki.de, zeit.de, bernerzeitung.ch

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