10. September 2021
Corona-Impfung bei Kindern: mögliche Impfreaktionen

Corona-Impfung bei Kindern: Diese Impfreaktionen können auftreten

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren können sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Erfahren Sie hier, wie verträglich die Impfung ist und welche möglichen Impfreaktionen auftreten können.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat nun doch eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren ausgesprochen. Laut dem RKI überwiegt der Wissensstand der Impf-Vorteile gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen.

Zuvor hatte die STIKO zur Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche geraten, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-Verlauf haben. Für unter 12-Jährige liegt derzeit noch keine Empfehlung vor.

Corona-Impfung bei Kinder erweist sich als wirksam

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) ist die Corona-Impfung mit dem Biontech-Vakzin sehr wirksam. Gemäß der Zulassungsstudie liegt die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen COVID-19 bei 12- bis 15-Jährigen, die zwei Impfstoffdosen erhalten haben, bei 100 Prozent. Das RKI geht davon aus, „dass die Impfung auch bei Kindern und Jugendlichen gut vor schweren Verläufen schützt.“

Corona-Impfung: Diese Impfreaktionen treten bei Kinder auf

Ähnlich wie bei der Corona-Impfung für Erwachsene treten auch bei der Impfung für Kinder Impfreaktionen auf. Dazu gehören  Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden. Diese treten insgesamt nach der zweiten Impfdosis häufiger sowie stärker auf und klingen nach ein bis drei Tagen ab. Laut dem Bundesgesundheitsministerium können Kinder und Jugendliche nach ärztlicher Rücksprache zur Linderung der Beschwerden ein schmerzlinderndes/fiebersenkendes Medikament wie Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin einnehmen.

Schwere unerwünschte Reaktionen sowie Todesfälle traten während der Zulassungsstudie nicht auf.

USA: Fälle von Herzmuskelentzündung nach Corona-Impfung

In den USA gab es Mitte Juli einige Fälle von Entzündungen des Herzmuskels (Mykarditis) nach der zweiten Impfung mit einem mRNA-Vakzin. Die häufigsten Symptome waren Brustschmerzen, Fieber, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen. Betroffene waren hauptsächlich männliche Jugendliche, die sich rasch und vollständig wieder erholten.

Biontech-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige ab Mitte Oktober

Schon ab Mitte Oktober sollen die ersten Kinder unter 12 Jahren mit dem Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft werden können. Gegenüber dem Spiegel gab Özlem Türeci, die Chefmedizinerin des Unternehmens an: "Wir werden schon in den kommenden Wochen weltweit den Behörden die Ergebnisse aus unserer Studie zu den Fünf- bis Elfjährigen vorlegen und eine Zulassung des Impfstoffes für diese Altersgruppe beantragen, auch hier in Europa." Es handele sich um denselben Impfstoff, der jedoch geringer dosiert sei.

Video: Corona-Impfung für Kinder – diese Nebenwirkungen gab es bisher

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