8. April 2021
Corona-Impfstoff CureVac: Wann kommt er?

Wann kommt der Corona-Impfstoff CureVac?

In Hinblick auf die stockende Impfkampagne und die sich rasant ausbreitenden Corona-Mutationen wäre ein neu zugelassener Impfstoff mehr als hilfreich. Der Impfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac könnte bald schon in Deutschland zugelassen werden und für mehr Tempo beim Impfen sorgen.

Die begrenzten Impfstoffkapazitäten und die schnelle Ausbreitung neuer Virusvarianten sorgen dafür, dass die Nachfrage nach weiteren, neuen Impfstoffen steigt. Einer dieser Hoffnungsträger ist das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac, das seinen Impfstoffkandidaten derzeit an rund 35.000 Probanden erprobt. 

CureVac-Impfstoff: Zulassung bis Ende Juni angestrebt

Im Interview mit dem ZDF sprach Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac, von einer geplanten Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zwischen Ende Mai und Ende Juni. Die ansteckenden Corona-Varianten haben besonderen Einfluss auf die Analysen der letzten klinischen Studie. Hier muss sich der neue Impfstoff beweisen und wirksam gegenüber den Virusmutationen sein.

Wie hoch dieser Schutz sein wird, kann erst nach endgültigem Studienabschluss gesagt werden. Es ist wahrscheinlich, dass er eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna haben wird. Das CureVac-Vakzin basiert wie die anderen beiden Stoffe auf dem Botenmolekül mRNA, das im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes sowie die darauffolgende Immunantwort anregt. 

Wie verträglich der Impfstoff sein wird, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Es ist jedoch zu erwarten, dass nach der Injektion normale Impfreaktionen wie grippeähnliche Symptome auftreten werden. 

Bereits jetzt wird der Impfstoff produziert, der im Kühlschrank gelagert werden kann und bei Temperaturen von bis zu +5 Grad für bis zu drei Monate haltbar – das sind entscheidende Vorteile bezüglich Transport und Lagerung. Das Tübinger Unternehmen hat mit der Europäischen Kommission einen Vertrag abgeschlossen, über 250 Millionen Dosen zu liefern. Um das zu schaffen, hat CureVac bereits mit mehreren Industrieunternehmen Auftragsfertigung vereinbart – auch mit Bayer und Novartis. Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, bremsten fehlende finanzielle Mittel die Entwicklung am Corona-Impfstoff.

Video: Die wichtigsten Fragen zur Corona-Impfung – das müssen Sie wissen

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