30. April 2021
Corona-Impfstoff CureVac: Wie wirksam ist er?

Wie wirksam ist der Corona-Impfstoff CureVac?

Um mehr Menschen schneller gegen das Coronavirus zu impfen, ist die Nachfrage nach weiteren neu zugelassenen Impfstoffen groß. Der Impfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac könnte bald schon in der EU zugelassen werden. Wie wirksam er ist und was bislang über CureVac bekannt ist, lesen Sie hier.

Die begrenzten Impfstoffkapazitäten und die schnelle Ausbreitung neuer Virusvarianten sorgen dafür, dass die Nachfrage nach weiteren, neuen Impfstoffen steigt. Einer dieser Hoffnungsträger ist das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac, das seinen mRNA-Impfstoff derzeit an rund 35.000 Probanden erprobt.

Wie wirksam ist der CureVac-Impfstoff?

Die vorläufigen Ergebnisse in der Phase I haben gezeigt, dass der CureVac-Impfstoff eine gute Immunantwort und Verträglichkeit aufzeigen konnte. Diese werden nun in weiteren klinischen Studien untersucht. Die Studie wurde als PrePrint veröffentlicht und muss vor ihrer Veröffentlichung von einem unabhängigen Gutachter überprüft werden.

Wie bei den bereits zugelassenen Impfstoffen traten nach der Injektion normale Impfreaktionen wie milde oder moderate Kopfschmerzen und Müdigkeit, gefolgt von Muskelschmerz und Schüttelfrost.

Wie hoch dieser Schutz sein wird, kann erst nach endgültigem Studienabschluss gesagt werden. Es ist wahrscheinlich, dass er eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna haben wird. Das CureVac-Vakzin basiert wie die anderen beiden Stoffe auf dem Botenmolekül mRNA, das im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes sowie die darauffolgende Immunantwort anregt.

CureVac-Impfstoff: Zulassung bis Ende Juni angestrebt

Im Interview mit dem ZDF sprach Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac, von einer geplanten Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zwischen Ende Mai und Ende Juni. Die ansteckenden Corona-Varianten haben besonderen Einfluss auf die Analysen der letzten klinischen Studie. Hier muss sich der neue Impfstoff beweisen und wirksam gegenüber den Virusmutationen sein.

Bereits jetzt wird der Impfstoff produziert, der im Kühlschrank gelagert werden kann und bei Temperaturen von bis zu +5 Grad für bis zu drei Monate haltbar – das sind entscheidende Vorteile bezüglich Transport und Lagerung. Das Tübinger Unternehmen hat mit der Europäischen Kommission einen Vertrag abgeschlossen, über 250 Millionen Dosen zu liefern. Um das zu schaffen, hat CureVac bereits mit mehreren Industrieunternehmen Auftragsfertigung vereinbart – auch mit Bayer und Novartis. Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, bremsten fehlende finanzielle Mittel die Entwicklung am Corona-Impfstoff.

Video: Reges Interesse an Curevac: Was macht das Tübinger Vakzin so besonders?

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