7. Juni 2021
Chronische Übersäuerung: Diese 5 Ursachen gibt es

5 Ursachen einer chronischen Übersäuerung

Müdigkeit, Kopfschmerzen und Infektanfälligkeit gehören zu den typischen Symptomen einer Übersäuerung. Die Azidose kann die Lebensqualität einschränken und verschiedene Folgeerkrankungen auslösen. Wir erklären, welche 5 Ursachen es gibt.

Von einer Übersäuerung (Azidose) spricht man, wenn der pH-Wert im Blut unter einen Wert von 7,36 sinkt. Die Azidose kann sich durch verschiedene Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Kopfschmerzen, Sodbrennen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit bemerkbar machen. Zudem begünstigt sie die Entstehung von Folgekrankheiten wie Diabetes, rheumatische Arthritis oder Osteoporose. Aber wie kommt es dazu, dass der Körper übersäuert?

Chronische Übersäuerung: Wie entsteht sie?

Eine ausgewogene Ernährung ist der Grundstein für einen gesunden Körper. Wer sich ungesund ernährt, erhöht das Risiko für Übergewicht und der Entstehung verschiedener Krankheiten. In vielen Fällen ist die falsche Ernährung auch für eine chronische Übersäuerung verantwortlich. Wer wenig basische Lebensmittel wie Obst und Gemüse, aber viel Eiweiß aus Fleisch, Fisch und Milchprodukten zu sich nimmt, beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt negativ. Doch neben der falschen Ernährung können auch andere Faktoren zu einer Übersäuerung führen. Wir nennen Ihnen weitere mögliche Ursachen.

Auch interessant: Körperliche Anzeichen einer Übersäuerung >>

Chronischen Übersäuerung: Diese 5 Ursachen gibt es

  1. Diäten
    Ebenso wie eine ungesunde kann auch eine einseitige Ernährung, wie sie in vielen Diäten vorkommt, zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Wer Kalorien reduziert, baut Körperfett ab. Beim Abbau von Fettsäuren werden sogenannte Ketosäuren gebildet, die den Stoffwechsel mit Säure belasten und zu einer Übersäuerung führen können. Das wiederum hat zur Folge, dass der Stoffwechsel schlechter arbeitet und die Diät stagnieren kann. Bei Diäten mit einem hohen Eiweißanteil entsteht durch das Eiweiß eine zusätzliche Säurebelastung.
     
  2. Bewegungsmangel
    Ein Bewegungsmangel hat viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Er begünstigt, besonders in Kombination mit einer ungesunden Ernährung, Übergewicht und die daraus resultierenden Risiken für Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes. Auch auf den Säure-Basen-Haushalt wirkt sich Bewegung aus – ausreichende körperliche Aktivität fördert das Ausscheiden von Säure über die Nieren und die Ausatmung von CO2 über die Lunge.
     
  3. Stress
    Genauso wie ein Bewegungsmangel kann auch Stress zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Egal, ob beruflich oder privat – wer ständigem Stress ausgesetzt ist, dessen Körper schüttet vermehrt Stress-Hormone wie Cortisol oder Adrenalin aus. Beim Abbau dieser Hormone, entstehen Säuren, die den Säure-Basen-Haushalt belasten.
     
  4. Chronische Erkrankungen
    Aber nicht nur Faktoren, die wir selber beeinflussen können, spielen eine Rolle. Ebenso können chronische Erkrankungen oder Medikamente, die man ihretwegen einnehmen muss, den Körper übersäuern. Besonders Diabetiker haben aufgrund ihrer oft beeinträchtigten Nierenfunktion ein höheres Risiko für eine Azidose. Genauso verringern chronische Nierenkrankheiten oder Gicht die Ausscheidung von Säuren, was zu einer Übersäuerung führen kann.
     
  5. Alter
    Bei der Niere handelt es sich um das einzige Organ, das aktiv Säuren ausscheiden kann. Da die Nierenfunktion mit dem Alter abnimmt, steigt gleichzeitig das Risiko für eine Übersäuerung an. Zusätzlich neigen ältere Menschen zu einer einseitigen Ernährung mit weniger Obst und Gemüse und einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme. Beides sorgt dafür, dass weniger Säure ausgeschieden oder neutralisiert werden kann.

Auch interessant: Übersäuerung – 11 säurebildende Lebensmittel >>

Chronische Übersäuerung: Was tun?

Die Übersäuerung verursacht nicht nur unangenehme Symptome, auch die Entstehung verschiedener Folgekrankheiten wird begünstigt. Dazu zählen unter anderem Allergien, Osteoporose, rheumatische Arthritis, Migräne, Diabetes oder Nierensteine. Entgegenwirken können Sie zum großen Teil mit einer Änderung des Lebensstils. Stellen Sie Ihre Ernährung um – nehmen Sie viele basische Lebensmittel zu sich, mit denen der Säureanteil ausgeglichen werden kann. Bauen Sie möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag ein, trinken Sie ausreichend Wasser und vermeiden Sie Stress und Ärger.

Video: Übersäuerung durch Ernährung – geht das wirklich?

Lade weitere Inhalte ...