28. Juni 2021
CBD: Die verschiedenen Einnahmeformen des Gesundheits-Allrounders

CBD: Die verschiedenen Einnahmeformen des Gesundheits-Allrounders

Sowohl im Beauty- als auch im Gesundheitsbereich hören wir besonders oft vom Wundermittel CBD. Der aus der Hanfpflanze gewonnene Wirkstoff wird nämlich immer öfter etwa zur Behandlung von Haut- und Gesundheitsproblemen eingesetzt. Warum CBD so wirksam ist und wie Sie den Wirkstoff zu sich nehmen können, erfahren Sie hier.

CBD Kaffee
© Erin Stone/Pixabay
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, CBD einzunehmen.

CBD – was ist das eigentlich?

CBD ist die Abkürzung für „Cannabidiol“ – ein Wirkstoff, der aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. Die Substanz ist insbesondere für positive Auswirkung auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden bekannt. Außerdem lässt sich CBD anwenden, um etwa Hautprobleme zu behandeln oder das Erscheinungsbild der Haut zu verbessern.

CBD wird heute legal etwa in Form von CBD Öl, Blüten oder sogar als Kaugummi angeboten. Dennoch kommt es gelegentlich vor, dass das etwa als Nahrungsergänzungsmittel verwendbare CBD mit dem Rauschmittel THC verwechselt wird.

Diese Verwechslung hat folgenden Grund: Sowohl CBD als auch THC sind natürlicherweise in der weiblichen Hanfpflanze vorhanden. Aufgrund dieser Herkunft werden sie oftmals gleichgesetzt. Allerdings unterscheiden sich die beiden Wirkstoffe grundlegend: Während THC als Rauschmittel verwendet wird, handelt es sich bei CBD um eine nicht berauschende Substanz. CBD fällt daher nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und darf verkauft und konsumiert werden.

Da CBD-Produkte wie etwa CBD Öl aus der Hanfpflanze gewonnen werden, können diese Produkte einen gewissen Restgehalt an THC aufweisen. Allerdings liegt dieser bei den in Deutschland frei verkäuflichen Produkten bei maximal 0,2 Prozent. Eine berauschende Wirkung kann daher nicht eintreten.

Wie wirkt CBD im Körper?

CBD-Produkte wirken aufgrund ihrer wertvollen natürlichen Inhaltsstoffe angstlösend, entspannend und entzündungshemmend. Diese erstaunliche Wirkung kann CBD entfalten, da es bestimmte, im menschlichen Körper vorhandene Rezeptoren stimuliert.

Diese durch CBD stimulierten Rezeptoren sind Teil des sogenannten Endocannabinoid-Systems (ECS). Hierbei handelt es sich um ein Regulationssystem, das eine wichtige Rolle im Organismus aller Säugetiere spielt. Es wurde erst gegen Ende der 1980er-Jahre entdeckt – dennoch ist es wesentlich für die Funktionsfähigkeit des Organismus mitverantwortlich.

Mit der Erforschung des Endocannabinoid-Systems zeigte sich, welche positiven Auswirkung die Einnahme von CBD und die Stimulation der Cannabinoid-Rezeptoren haben kann: Werden etwa die sogenannten CB1-Rezeptoren des Zentralnervensystems stimuliert, kann das Lernen erleichtern oder das Schmerzempfinden senken. Eine Stimulation der sogenannten CB2-Rezeptoren hingegen kann eine Stärkung des Immunsystems bewirken.

In welchen Formen ist CBD erhältlich?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, CBD zu sich zu nehmen. Zu den bekanntesten CBD-Formen gehören CBD-Öle, CBD-Blüten, CBD-Kapseln oder auch CBD-Kaugummis. Von keiner dieser Einnahmeformen ist prinzipiell abzuraten. Allerdings ist die sogenannte Bioverfügbarkeit des enthaltenen CBD von der Einnahmeform abhängig.

Die Bioverfügbarkeit beschreibt dabei, wie gut sich das in einem Produkt enthaltene CBD vom Körper aufnehmen lässt. Die Bioverfügbarkeit variiert je nach Darreichungsform des CBD. Bei CBD Öl und CBD-Blüten ist die Bioverfügbarkeit besonders hoch. Daher beschäftigen wir uns mit diesen Darreichungsformen im Folgenden näher.

CBD in Form von CBD Öl einnehmen

Die wohl bekannteste und beliebteste Möglichkeit, CBD einzunehmen, ist die Einnahme in Form von CBD-Öl. Dabei handelt es sich um das aus der Hanfpflanze extrahierte CBD, das in einem hochwertigen Trägeröl gelöst wurde.

Wie bei allen anderen legal erhältlichen CBD-Produkten auch, macht die Einnahme von CBD Öl nicht „high“. Schließlich finden sich – wenn überhaupt – auch in CBD Ölen nur verschwindend geringe Restmengen an THC.

Statt berauschend zu wirken, interagiert CBD Öl vielmehr mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System. Hier spricht es das Rezeptornetzwerk an und kann seine Leistung verbessern. Nicht selten hat das deutlich spürbare, positive Effekte auf Schlaf, Gedächtnis, Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden.

Cbd
© Erin Hinterland/Pixabay
CBD-Öl kann nicht nur Menschen, sondern auch Haustieren helfen.

So wird CBD-Öl angewendet

Hochwertiges CBD Öl kann problemlos direkt oral eingenommen werden. Hierzu wird einfach die gewünschte bzw. vom Hersteller empfohlene Menge des Öls unter die Zunge geträufelt. Anschließend wird das Öl nicht direkt heruntergeschluckt, sondern einige Zeit unter der Zunge belassen. Somit können die Inhaltsstoffe über die Mundschleimhaut rasch und effektiv aufgenommen werden.

Welche Dosierung dabei anzuwenden ist, hängt von der Konzentration des verwendeten Öls ab. Handelt es sich etwa um einen 5-prozentigen CBD-Extrakt, werden hiervon regelmäßig etwa 6 Tropfen unverdünnt eingenommen. Je nach Konzentration kann die empfohlene Dosierung allerdings variieren. Es ist daher sinnvoll, die Dosierungsempfehlungen des Herstellers genau zu beachten.

Übrigens: Da neben dem Menschen auch alle anderen Säugetiere über ein Endocannabinoid-System verfügen, kann CBD Öl auch bei Tieren angewendet werden. Sind Katze oder Hund ängstlich oder aggressiv, kann dem Futter beigemischtes CBD Öl helfen, die Verhaltensprobleme zu mildern.

CBD in Form von Blüten einnehmen

CBD-Blüten werden gelegentlich auch als „CBD-Gras“ bezeichnet. Das ist gerade für diejenigen, die sich kaum mit CBD auskennen, verwirrend. Außerdem werden CBD-Blüten in getrockneter Form verkauft und unterscheiden sich auch optisch nicht von dem Rauschmittel Marihuana. Auch der Geruch der getrockneten CBD-Blüten kann mit dem des Rauschmittels verwechselt werden.

Selbstverständlich besteht zwischen Marihuana und CBD-Blüten dennoch ein großer Unterschied: Genau wie CBD Öl enthalten auch CBD-Blüten – anders als Marihuana – nur geringe Restmengen an THC. Auch die Blüten wirken daher nicht psychoaktiv. Sie können legal konsumiert, verkauft oder erworben werden.

Zu beachten ist allerdings dennoch: Legale CBD-Blüten können aufgrund ihrer Optik und ihres Geruchs mit illegalem Marihuana verwechselt werden. Um Probleme zu vermeiden, sollten sie daher am besten nicht in der Öffentlichkeit konsumiert werden. Kommt es nämlich beispielsweise zu einer Polizeikontrolle, lässt sich die Legalität des Produkts erst durch eine chemische Analyse nachweisen. Diese ist selbstverständlich nicht vor Ort möglich, sodass es zu Unannehmlichkeiten kommen kann, bis der Legalitätsnachweis erbracht ist.

Wie werden CBD-Blüten eingenommen und wie wirken sie?

Die positiven Auswirkungen von CBD-Blüten auf den Organismus sind mit jenen von CBD Öl identisch. Allerdings unterscheidet sich die Art und Weise der Einnahme von jener bei Verwendung eines CBD-Öls.

Anders als CBD Öl werden CBD-Blüten nämlich nicht direkt oral eingenommen. Stattdessen kann ihre Einnahme peroral erfolgen. Das bedeutet: Statt sie direkt zu verzehren, werden CBD-Blüten vor der Einnahme etwa zu Tee oder Keksen weiterverarbeitet. Besonders leicht fällt dabei die Einnahme als Tee. Hierzu ist es lediglich notwendig, die Blüten entsprechend den Herstellerempfehlungen mit heißem Wasser als Tee aufzugießen.

Alternativ dazu ist die Einnahme der Blüten mithilfe eines Vaporizers möglich. Hierbei werden die Blüten ohne Zugabe von Tabak geraucht. Selbstverständlich ist auch das Rauchen der Blüten als selbst hergestellte CBD-Zigarette möglich. Aufgrund der gesundheitsschädigenden Wirkung des Tabakrauchs ist von Letzterem jedoch abzuraten.

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