3. Juni 2021
Borreliose: Symptome, Ursachen und Behandlung

Wie erkenne und behandle ich Borreliose?

Die Lyme-Borreliose ist eine Infektion, die durch Zecken übertragen wird. Anhand welcher Anzeichen Sie eine Erkrankung erkennen und welche Möglichkeiten es gibt, um sich zu schützen, erfahren Sie hier.

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit. Sie wird auch Lyme-Krankheit genannt. Die Borreliose kann unterschiedlich stark ablaufen und überwiegend die Haut, aber auch das Nervensystem, die Gelenke und das Herz befallen.

Borreliose kann Nerven befallen

Jährlich erkranken zwischen 60.000 und mehr als 200.000 Menschen in Deutschland an Borreliose. Die Ansteckungsgefahr über Zecken ist im Frühling und im Sommer am höchsten. In Deutschland gilt vor allem Süddeutschland als ein Risikogebiet. Dort tragen bis zu 37 Prozent der ausgewachsenen Zecken den Borreliose-Erreger in sich. Borrelien könne sich über die Blutbahn ausbreiten und weitere Organe befallen, vorwiegend das Nervensystem, was sich durch brennende Nervenschmerzen und/oder ein- oder beidseitige Gesichtslähmungen äußert. Auch die Gelenke und seltener das Herz können betroffen sein.

Nicht jeder Stich einer befallenen Zecke führt jedoch zur Ansteckung. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt etwa einer von 100 Zeckenstichen in Deutschland dazu, dass die gestochene Person an Borreliose erkrankt. Je schneller Sie die Zecke entfernen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich nicht infiziert haben. Menschen können sich nicht gegenseitig anstecken.

Anzeichen einer Borreliose

Die meisten Infektionen mit Borrelien verlaufen unbemerkt. Nur jeder dritte oder vierte Infizierte entwickelt überhaupt Krankheitszeichen. Das typische Erkennungszeichen ist die sogenannte Wanderröte, ein roter Fleck, der sich einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss ringförmig um den Zeckenstich bildet. Die Wanderröte ist nicht geschwollen oder erwärmt.
Weitere körperlichen Anzeichen einer Borreliose sind:

  • grippeähnliche Symptome wie Abgeschlagenheit und Fieber
  • Muskel- und Gelenkschmerzen

Wenn Sie die Wanderröte oder andere Beschwerden nach einem Zeckenstich bei sich bemerken, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.

Behandlung einer Borreliose

Die Borreliose ist mit Antibiotika gut behandelbar. Je nach Schwere der Beschwerden dauert die Therapie 10 bis 30 Tage. Eine überstandene Infektion schützt nicht vor einer erneuten Ansteckung. Derzeit gibt es auch keine Impfung gegen die Lyme-Borreliose.

Vermeiden Sie Zeckenstiche so gut es geht, indem Sie lange Kleidung tragen, wenn Sie draußen im Wald oder auf Wiesen unterwegs sind. Die Anziehsachen sollten möglichst hell sein, so erkennen Sie schnell die dunklen Zecken. Sie können Zecken-abweisende Mittel auf die Haut auftragen. Diese wirken allerdings nur einige Stunden und bieten keinen vollständigen Schutz. Nach Ihrem Ausflug sollten Sie sich gründlich nach Zecken absuchen. Die Spinnentiere bevorzugen vor allem warme Stellen in Kniekehlen, Achseln, hinter den Ohren oder am Haaransatz. Wenn Sie Hunde oder Katzen besitzen, sollten Sie Ihre Tiere ebenfalls regelmäßig nach Zecken absuchen.

Lade weitere Inhalte ...