9. April 2021
BioNTech/Pfizer-Impfstoff: Wie wirksam ist das Vakzin?

Wie wirksam ist der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer?

Die Corona-Schutzimpfungen ebnen den Weg aus der Pandemie. Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer ist das erste Vakzin, das in der EU zugelassen wurde und das eine hohe Wirksamkeit gegen Covid-19 aufweist.

Wie funktioniert der Impfstoff von BioNTech/Pfizer?

Mittlerweile sind verschiedene Corona-Impfstoffe zugelassen worden – und es werden in den kommenden Monaten noch weitere folgen. Der Impfstoff Comirnaty des Mainzer Unternehmens BioNTech und dessen US-Partner Pfizer war der erste Impfstoff, den die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) Ende Dezember 2020 gegen das Coronavirus zugelassen hatte. Neben Moderna gehört das Vakzin von BioNTech/Pfizer zu den mRNA-Impfstoffen. Bei diesen stellt der Körper die Impfung quasi selbst her: Sie enthalten im Vergleich zu etablierten Vakzinen keine abgeschwächten oder abgetöteten Viren, sondern einen Bauplan für einen Bestandteil des Covid-19-Erregers. Die mRNA überträgt diese Informationen an unsere Zellen, die Spike-Proteine herstellt. Auf dieses reagiert unser Immunsystem und produziert selbst Antikörper – so werden das Virus und die Infektion schnell und gezielt bekämpft. 

Laut der Zulassungsstudie von Biontech und Pfizer setzt der Impfschutz ab dem elften Tag nach der Impfung ein. Damit sich der volle Impfschutz entfalten kann, muss der Impfstoff zweimal verabreicht werden. Der maximale Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfung sollte nicht länger als 42 Tage überschreiten. Der Biontech/Pfizer-Impfstoff ist für Personen ab 16 Jahren zugelassen. Auch nach der Impfung sollten Geimpfte sich weiter an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. 

Neben den mRNA-Impfstoffen gibt es noch die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca oder Johnson und Johnson, welche auf Schnupfenviren (Adenoviren) basieren.  

Wie wirksam ist der BioNTech-Impfstoff?

Nach derzeitigem Kenntnisstand haben die mRNA-Impfstoffe eine hohe Wirksamkeit von 95 Prozent. Einen schweren Krankheitsverlauf wird zu etwa 85 Prozent verhindert. Wie lange der Impfschutz andauert, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Einer laufenden Phase-3-Studie von BioNTech/Pfizer zufolge, liegt die Wirksamkeit nach einem halben Jahr auch bei über 90 Prozent. 

BioNTech: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach der Biontech-Impfung kann es vor allem nach der zweiten Impfung zu verschiedenen, moderaten Impfreaktionen kommen. Solche Beschwerden sind ganz normal und kein Grund zur Sorge. Sie zeigen, dass das Immunsystem arbeitet und klingen meist nach ein bis zwei Tagen ab. Meistens sind jüngere Menschen häufiger betroffen als ältere.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen bzw. Impfreaktionen gehören:

  • Schmerzen an der Einstichstelle > 80 %
  • Müdigkeit > 60 %
  • Kopfschmerzen > 50 %
  • Frösteln > 30 %
  • Gelenkschmerzen > 20 %
  • Muskelschmerzen und Schüttelfrost > 30 %
  • Gelenkschmerzen >20 %
  • Fieber und Schwellung der Einstichstelle > 10 %
  • Übelkeit und Rötung der Einstichstelle > 1-10 %
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