10. August 2021
Augenringe: Wann sind sie ein Anzeichen für Krankheiten?

Augenringe: Wann sind sie ein Anzeichen für Krankheiten?

Jeder kennt es: Wenn die Nacht mal wieder kurz war, zeigen sich dunkle Schatten unter den Augen. Meist handelt es sich bei den Verfärbungen um ein kosmetisches Problem, in manchen Fällen kann jedoch auch eine ernste Ursache dahinterstecken. Wir erklären, wann Augenringe ein Anzeichen für Krankheiten sind.

Auf den morgendlichen Blick in den Spiegel folgt manchmal ein Schreck: Wer dunkle Schatten unter den Augen entdeckt, ist selten begeistert. Die gute Nachricht: In der Regel stellen sie lediglich ein kosmetisches Problem dar und man kann mit Hausmitteln gegen die Augenringe vorgehen. In seltenen Fällen können Sie jedoch auch ein Hinweis auf verschiedene Krankheiten sein.

Wie entstehen Augenringe?

Augenringe, medizinisch Halonierung genannt, werden meist sichtbar, wenn Blutgefäße durch die Haut scheinen. Im Bereich unterhalb unserer Augen ist die Haut besonders dünn. Dass die Blutgefäße durch die Haut scheinen, kann entweder erblich bedingt sein oder durch verschiedene Faktoren wie einen Schlafmangel, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, einen Eisenmangel, eine Mangelernährung oder Alkoholkonsum verursacht werden. Ebenso kann eine Hyperpigmentierung, also eine Verdunkelung der Haut dunkle Schatten unter den Augen hervorrufen. Diese kann wiederum erblich bedingt sein oder durch übermäßige Sonneneinstrahlung, verschiedene Hautkrankheiten oder bestimmte Medikamente oder Drogen entstehen. Auch dadurch, dass sich die Haut im Alter verändert, können Augenringe entstehen. Obwohl die dunklen Schatten unter den Augen Betroffene oft krank aussehen lassen, verbirgt sich in den wenigsten Fällen eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

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Augenringe: Wann sind sie ein Anzeichen für Krankheiten?

Manche Menschen neigen erblich bedingt eher zu Augenringen als andere. Bei wem die dunklen Schatten also ohnehin öfter auftreten, der braucht sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Dies gilt besonders bei Schlafmangel und Co. Selten können sich Augenringe als Symptom von organischen Krankheiten äußern. Dazu zählen:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Herzinsuffizienz
  • Leberkrankheiten

Wenn das Herz nicht richtig pumpt, entsteht beispielsweise ein Sauerstoffmangel, der dunkle Ringe unter den Augen zur Folge haben. Wenn die Schattierungen plötzlich auftreten und länger anhalten, ohne, dass es für sie eine erkennbare Ursache wie einen Schlafmangel gibt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen – insbesondere wenn zusätzlich weitere Beschwerden wie zum Beispiel übermäßig starke Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme hinzukommen.

Übrigens: Während der Pollen-Zeit kann auch ein Heuschnupfen Ränder unter den Augen hervorrufen. Durch das Brennen und Jucken der Augenlider kann die dünne Haut rund um die Augen sich entzünden, wodurch eine Pigmentierung entsteht und die Haut dunkler wird.

Video: Die besten Tipps gegen lästige Augenringe

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