22. Dezember 2020
Atemnot bei Corona-Infektion

Atemnot bei Corona-Infektion: So stärken Betroffene ihre Lunge

Viele an Corona erkrankte Personen leiden unter Atemnot. Gezieltes Lungen-Training hilft bei der Regeneration und lindert die Beschwerden. Wir zeigen Ihnen drei effektive Übungen und erklären, wie Sie Ihre Lunge vor einer Corona-Infektion stärken können.

Atemnot bei Corona-Infektion
© Wavebreakmedia/iStock
Atembeschwerden sind ein typisches Anzeichen einer Corona-Infektion.

Neben dem typischen Husten und den klassischen Grippesymptomen zählen Atembeschwerden zu den häufigsten Symptomen bei einer Corona-Infektion. Betroffene sind kurzatmig, langes Sprechen und körperliche Betätigung strengen sie an. Bei einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf können sich die Beschwerden bis hin zu einer Atemnot und einer Lungenentzündung entwickeln.

Besonders gefährdet sind Menschen über 65, Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen und anderen Vorerkrankungen. Betroffene sollten bei Atemnot umgehend einen Notarzt rufen und sich im Krankenhaus behandeln lassen. Erkrankte mit einem milden Verlauf erholen sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von zwei Wochen. Bei schweren Symptomen kann die Genesung drei bis sieben Wochen andauern.

Warum Atemnot bei Corona?

Covid-19 infiziert die Lungenzellen, wenn das Immunsystem zu heftig auf den Erreger reagiert. Die Lungenbläschen füllen sich mit Flüssigkeit und funktionieren nicht mehr richtig. Es kann nicht genügend Sauerstoff in die Lungen gelangen. Hinzu kommt, dass das Blut mit weniger Sauerstoff versorgt wird. Die Folgen sind Atemnot oder sogar eine Lungenentzündung.

Es dauert seine Zeit, bis sich die Lungen wieder vollständig erholt haben. Auch Wochen später berichten einige Patienten, dass sie schnell außer Atem sind – an Ausdauersport oder anderen Anstrengungen ist nicht zu denken. Moderate Bewegung wie kurze Spaziergänge und regelmäßiges Lungentraining tragen zur Regeneration bei. Betroffene sollten sich nicht zu sehr verausgaben und ihr Trainingspensum langsam steigern.

3 Übungen fürs Lungentraining

  1. Halbmond: Sie liegen ausgestreckt auf dem Rücken. Bilden Sie mit Ihrem Oberkörper, Ihren Armen und Beinen einen Halbmond. Halten Sie die Position für einige Minuten und wechseln Sie die Seite. Durch die Dehnung werden verkürzte Muskeln länger und das Lungengewebe wird dehnfähiger.
  2. Kutschersitz: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und beugen Sie den Oberkörper weit nach vorne. Stützen Sie dabei die Unterarme mit den Ellenbogen auf den Oberschenkeln ab. Der Brustkorb wird durch den Sitz geweitet und ist besonders effektiv bei Kurzatmigkeit.
  3. Huffing: Diese Übung aktiviert die tiefe Bauchatmung. Atmen Sie tief durch die Nase ein. Beim Ausatmen hauchen Sie möglichst lange durch den offenen Mund – als ob Sie einen Spiegel beschlagen möchten. Wiederholen Sie die Übung zwei bis dreimal. Husten Sie dann einmal kräftig, so kann sich Sekret und Schleim lösen.

Corona vorbeugen? Lunge stärken!

Je stärker und besser eine Lunge belüftet ist, desto besser stehen auch die Chancen, dass das Virus die Lunge nicht angreift und in den oberen Atemwegen bleibt. Außerdem ist eine gute Immunabwehr wichtig, um es dem Virus so schwer wie möglich zu machen. Stärken Sie daher Ihr Immunsystem durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und regelmäßigen Sport, um die Leistungsfähigkeit des Körpers zu steigern. Besonders positiv wirkt sich Ausdauersport wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen auf die Lunge aus. Auch bewusste Atemübungen oder Yoga können zu einer besseren Lungenfunktion beisteuern.

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