28. November 2018
Atemaussetzer im Schlaf: Symptome und Behandlung einer Schlafapnoe

Atemaussetzer im Schlaf: Symptome und Behandlung einer Schlafapnoe

Schnarchen sorgt für nächtliche Atemaussetzer. Diese sogenannte Schlafapnoe sollten Sie ernst nehmen und behandeln lassen. Wie eine Schlafapnoe festgestellt und therapiert wird, erfahren Sie hier.

Schlafendes Paar
© Thinkstock
Schlafendes Paar

Wie erkennen Sie, dass Sie eine Schlafapnoe haben?

Bei der Schlafapnoe kommt es während des Schlafens zu Atemaussetzern. Die Schlafapnoe wird eingeteilt in zwei Varianten: Die OSAS oder auch obsturktive Schlafapnoe, welche die häufigere Variante der Schlafapnoe ist und die Zentrale Schlafapnoe.

Die OSAS entsteht durch verengte Atemwege. Der Patient kann zeitweise keine Luft holen, da die Atemwege blockiert werden und somit kommt es zu einer Atempause. Während dieser Phase kann der Körper keinen Sauerstoff aufnehmen, wodurch sich Kohlenstoffdioxid im Blut und Gewebe ansammelt. Das wiederum löst im Körper einen Alarm aus, durch den der Betroffene geweckt wird.

Bei der Zentralen Schlafapnoe sendet das Gehirn keinen Befehl mehr zur Steuerzentrale der Atemmuskulatur. Hierdurch stoppt die Atmung, bis das Gehirn wieder den Befehl gibt, weiterzuatmen. Diese Form der Schlafapnoe ist allerdings eher selten.

Nächtliche Atemaussetzer: Was ist die Ursache von Schlafapnoe?

Die Ursachen für eine Schlafapnoe können vielfältig sein. Sie reichen von Übergewicht bis übermäßigem Medikamentenkonsum, Alkohol, Zigaretten sowie Unterkieferproblemen. Auch Infektionen der Atemwege oder Allergien können eine Schlafapnoe begünstigen.

Die Schlafapnoe ist weitgehend mit dem Symptom des Schnarchens verbunden. Oft bemerkt die betroffene Person die Schlafapnoe gar nicht selbst, sondern der Partner macht ihn oder sie auf die nächtlichen Atemaussetzer aufmerksam. Diese Atemaussetzer können verschieden lang sein – angefangen von ca. 10 bis zu 30 Sekundenbis hin zu minutenlangen Atemstillständen. Die Folge: Egal wie lange der Betroffene schläft, am nächsten Morgen ist er unausgeruht, gerädert und müde. Im schlimmsten Fall keine eine unbehandelte Schlafapnoe zu einem Schlaganfall oder einen Herzinfarkt führen.

Welcher Arzt hilft bei Schlafapnoe?

Sollten Sie das Gefühl haben, an einer Apnoe zu leiden, dann sprechen Sie mit Ihrem Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dieser wird Ihnen ein Gerät zur Aufzeichnung Ihres Schlafes mitgeben. Mit diesem Gerät werden im Schlaf Ihre Atmung, die Sauerstoffsättigung, das Schnarchen, Ihre Brust- und Bauchbewegungen und der Puls gemessen. Die Ergebnisse liefern Ihrem Arzt wichtige Hinweise über die Schlafapnoe. Ebenso kann der HNO-Arzt Sie in ein Schlaflabor überweisen, in welchem Sie für 1-2 Nächte bleiben. Auch hier werden sämtliche Messungen beim Schlafen getätigt. Das Ganze nennt sich auch Polysomnographie. Ähnlich wie bei dem Messgerät für zu Hause, werden hier zusätzlich noch Hirnströme und Herzrythmus festgehalten.

Was können Sie gegen eine Schlafapnoe tun?

Es gibt mittlerweile gute Methoden, eine Schlafapnoe zu behandeln. Übergewichtige, betroffene Personen hilft es, die überflüssigen Pfunde loszuwerden. Auch eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Schlaftabletten tragen zu einer Linderung bei. Sind vergrößerte Mandeln oder Nasenpolypen Schuld an der Schlafapnoe, so können diese eventuell operativ entfernt werden.

Lagern Sie Ihren Oberkörper höher und vermeiden Sie es, in der Rückenlage zu schlafen. Bestimmte Tricks wie ein eingenähter Tennisball im Schlafanzug können helfen. In leichteren Fällen von Schlafapnoe können individuell angefertigte Biss-Schienen sinnvoll sein. Am wirksamsten lässt sich ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom mit einer speziellen Atemmaske behandeln.

Je nachdem um welche Art von Schlafapnoe es sich handelt, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Maske für Sie die richtige Lösung ist. Alle Atemmasken werden vor dem Zubettgehen auf die Nase gezogen. Die Masken sind mit einem Gerät verbunden, welches über das Maskenteil mit leichtem Überdruck Luft in den Mund- und Nasenraum bläst. Das soll verhindern, dass sich die Atemwege verengen und stattdessen frei für die Atmung bleiben.

Auch interessant: Sekundenschlaf – das sind die Ursachen

Lade weitere Inhalte ...