Schnelle Hilfe Wasser im Ohr – was hilft?

Eine falsche Bewegung und schon haben Sie Wasser im Ohr – der Klassiker bei jedem Badeausflug! Dies ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schwerwiegende, gesundheitliche Folgen haben. Wir verraten Ihnen, wie sich Wasser schnell wieder aus dem Ohr entfernen lässt.

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Das Gefühl von Wasser im Ohr dürfte wohl jedem bekannt sein. Ist das Wasser erst einmal durch den Gehörgang bis vor das Trommelfell gedrungen, rauscht und gluckert es nicht nur – auch das Hörvermögen ist meist extrem eingeschränkt. Grund genug, um schnell zu handeln. Und zwar je eher, desto besser! Befinden sich in dem Wasser gefährliche Keime, können diese nämlich eine Infektion im Ohr auslösen. Gerade im Sommer ist die sogenannte Bade-Otitis, eine entzündliche, schmerzhafte Ohrerkrankung, einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim HNO.

Wasser im Ohr – das können Sie jetzt tun

  • Gähnen Sie – das kann dabei helfen, die Ohrtrompete zu öffnen
  • Auf die Seite legen
  • Neigen Sie Ihren Kopf auf die Seite und ziehen Sie am Ohrläppchen
  • Valsava-Methode: Schließen Sie Ihren Mund und halten Sie zeitgleich ihre Nase zu. Anschließend putzen Sie sich die Nase, um die Ohrtrompete freizumachen. Keine Sorge, falls Sie einen kleinen Knall wahrnehmen – dieser deutet nur darauf hin, dass ihre Ohrtrompete wieder frei ist!
  • Nehmen Sie einen Föhn und stellen Sie ihn auf die niedrigste Temperatur. Nun das Ohr leicht nach hinten ziehen und den Föhn mit genügend Abstand vor das betroffene Ohr halten. Nach ein paar Minuten Föhnen dürfte das Wasser im Ohr verdunstet sein.
  • Hüpfen ist altbewährtes Mittel, um Wasser aus dem Gehörgang zu bekommen. Den Kopf dabei schön schräg halten, damit das Wasser aus dem Ohr fließen kann.

Ihre Ohren schmerzen?

Haben Sie Schmerzen, nachdem Sie Wasser im Ohr hatten? Dann sollten Sie unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Schmerzen sind nämlich meist ein Anzeichen dafür, dass aufgrund der Keime im Wasser eine Infektion aufgetreten ist. Gleiches gilt für Symptome wie Juckreiz, Druck im Ohr, Fieber und Einschränkungen des Hörvermögens. Der HNO wird ihr Ohr untersuchen und Ihnen bei Bedarf ein Antibiotikum verschreiben. Sollte noch immer Wasser im Ohr sein, kann er dieses durch Absaugen entfernen.

Übrigens: Mit Ohrstöpseln können Sie Wasser im Ohr vorbeugen! Diese verschließen nämlich die Ohröffnung.

Datum: 20.07.2020
Autor: Lara Rygielski