Coronavirus Stoffmasken richtig reinigen und desinfizieren

Alle Bundesländer haben mittlerweile eine Maskenpflicht eingeführt. Da medizinische Schutzmasken aber immer noch rar sind, greifen viele auf Stoffmasken zurück. Doch müssen diese auch gereinigt werden. Wir erklären, wie es richtig geht!

Stoffmaske

Schutzmasken sind in Deutschland aktuell Mangelware. Daher nähen sich viele Bürgerinnen und Bürger ihre Maske selbst oder bestellen sie im Internet. Die Stoffmasken können öfter getragen werden, müssen dafür aber ordentlich gereinigt und desinfiziert werden. Wir erklären, worauf es ankommt und wie man das Infektionsrisiko durch eine kontaminierte Maske vermindert.

Masken aus Stoff richtig reinigen und desinfizieren

Selbstgenähte Baumwollmasken sind aktuell das wichtigste Accessoire, um fremde Menschen vor einer Infektion zu schützen. Nach jedem Tragen sollte die Maske so vom Gesicht entfernt werden, dass sowohl die Innen- als auch die Außenseite das Gesicht nicht berühren. Optimalerweise reinigen und desinfizieren Sie die Maske sofort. Geht das nicht, können Sie diese vorerst zum Trocknen aufhängen. 

Möglichkeiten, die Maske zu desinfizieren:

  • Waschen Sie den Mundschutz bei 60 oder 90 Grad in der Waschmaschine. Verwenden Sie ein bleichehaltiges Waschmittel. Die Wirkstoffe töten ebenfalls Viren ab.
     
  • Nach dem Waschen können Sie die Maske zusätzlich bügeln. Die Hitze des Bügeleisens tötet ebenfalls Viren! Vergessen Sie dabei nicht die Knickfalten und Nahtstellen. Auch der Saum sollte lange erhitzt werden.
     
  • Die Maske kann für ca. zehn bis 15 Minuten ins kochende Wasser gegeben werden. Danach sind die Viren abgetötet.
     
  • Eine andere Möglichkeit ist die Mikrowelle. Dabei sollte aber auf die Wattzahl und Temperatur geachtet werden, da die Masken entweder nicht genug oder zu stark erhitzt werden können. Achten Sie auf das Material: In die Mikrowelle dürfen keine Masken mit Metallstücken oder Drähten, da diese Funken sprühen können!
     
  • Die Stoffmasken können Sie für 30 Minuten in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen legen.

Stoffmaske desinfizieren: So geht‘s zwischendurch ohne Wäsche

Sie sind verreist, unterwegs oder haben einfach mal vergessen, die Waschmaschine anzustellen? Mittlerweile hat der Markt auf die Alltagsprobleme mit Masken reagiert – weshalb einige Marken sogenannte Maskensprays anbieten.

Die Desinfektionsmittel sind extra auf die Textilien abgestimmt, sind also hautfreundlich und häufig sogar mit pflegenden Stoffen angereichert. Als schnelle Lösung zwischendurch können Sie solch ein Spray auf den Mundschutz sprühen, dies etwa 10 Minuten lang einwirken und trocknen lassen und schon ist er wieder einsatzbereit.

Trotzdem sollten Sie Ihrer Gesichtsmaske regelmäßig einen ausführlichen Waschgang bei 60 Grad in der Waschmaschine gönnen.

FFP-Schutzmasken desinfizieren

Haben Sie eine FFP2- oder FFP3-Maske mit einem Luftreinigungsfilter für besseren Atemschutz, können Sie die Maske bei leichter Feuchtigkeit einfach trocknen lassen. Bei starker Feuchtigkeit können Sie die Atemschutzmaske wie auch die Stoffmasken für 30 Minuten in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen legen. Doch Achtung: Je nach Maskenart kann es sein, dass die Hitze die Maske auch beschädigt. Sollte die Maske beschädigt sein, verwenden Sie eine neue!

Was Sie nicht tun sollten!

  • Verwenden Sie keine beschädigten Masken!
  • Reinigen Sie Masken Zuhause nicht mit chemischen Mitteln. Diese können den Schutz verringern!
  • Lagern Sie die Maske bis zur nächsten Wäsche nicht in einem geschlossenen Behältnis, da sich Keime dort ideal vermehren können. Lassen Sie die Maske lieber an der frischen Luft trocknen.
  • Sich auf die Maske verlassen: Eine Stoffmaske bietet keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Infektion!
  • Den falschen Stoff verwenden: Nähen Sie sich Ihre Maske selbst, sollte der Stoff eine gewisse Dichte wie bei Geschirrhandtüchern oder Baumwollmischgeweben haben. 
  • Die Maske sitzt falsch: Ist die Öffnung an der Nase oder an den Seiten zu groß, können Viren entweichen. Auch sollte der Träger den Sitz nicht korrigieren müssen, da eventuell Corona-Viren an den Händen haften können, die dann ins Gesicht gelangen.

Datum: 14.07.2020

Autor: Christina Liersch

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