Hätten Sie es gewusst? So schädlich ist Nasebohren für die Gesundheit

Bohrt jemand ständig in der Nase, ist das nicht nur unschön anzusehen, sondern vor allem auch gesundheitsschädlich! Wir verraten Ihnen, was das Popeln so gefährlich macht.

mädchen-bohrt-in-der-nase

Die einen tun es aus Gewohnheit, die anderen um angetrocknetes Nasensekret zu entfernen oder ein starkes Jucken zu bekämpfen – fühlen wir uns unbeobachtet, wandert unser Finger gern mal Richtung Nase. Doch wussten Sie, dass Nasebohren tatsächlich ungesund ist?

Darum ist Nasebohren schädlich für die Gesundheit

Zu Popeln ist eine ziemlich schlechte Angewohnheit, die vor allem für die Nase ungesund ist. Im vorderen Bereich der Nase, also dort, wo gern gepopelt wird, ist die Oberflächenbedeckung Haut, die erst viel weiter hinten von Schleimhaut mit Flimmerhärchen abgelöst wird, deren Transportrichtung nach hinten zum Rachen geht. Entwickeln sich jedoch vorne in der Nase Krusten, findet dort kein Transport statt. Und hier kommt das Popeln ins Spiel! Diese Krusten entstehen nämlich in erster Linie durch oberflächliche Verletzungen im Naseneingang, die vor allem durch das Nasebohren entstehen.

Auch kann der Knorpel in der Nasenscheidewand durch intensives und häufiges Nasebohren ausgedünnt oder sogar durchbohrt werden. Zudem entstehen beim Popeln jedes Mal kleine Verletzungen der Schleimhäute, durch die leicht Keime eindringen können, die an den Fingern kleben. Im schlimmsten Fall kommt es so zu chronischen Entzündungen in der Nase.

Auch spannend: Verstopfte Nase – darum ist immer nur ein Nasenloch zu >>

Das können Sie gegen eine trockene Nase tun

Gerade im Winter wird besonders gerne gepopelt. In dieser Jahreszeit kommt es nämlich häufiger zu einem Trockenheitsgefühl am Naseneingang. Ein echter Teufelskreis! Schließlich führt das Nasebohren zur Krustenbildung und die Kruste wiederum zum Trockenheitsgefühl. Statt in der Nase zu bohren sollten Menschen, die zu einer trockenen Nase neigen, viel lieber auf pflegende Nasensalben und Nasenspülungen setzen.

Datum: 11.09.2020
Autorin: Lara Rygielski