Coronavirus Schutzmasken: Welches Material schützt am besten?

Medizinische Masken sind Mangelware und dem Gesundheitspersonal vorbehalten. Aufgrund der bundesweiten Maskenpflicht nähen sich viele ihre Maske nun selbst. Doch welcher Stoff ist am besten geeignet?

Stoffmasken

Die bundesweite Maskenpflicht führt dazu, dass viele Menschen sich ihre Schutzmaske selber nähen. Medizinische Masken sind knapp und sollen dem Gesundheitspersonal vorbehalten bleiben. Damit die selbst genähten Masken auch vor dem Coronavirus schützen, haben Forscher nun verschiedene Materialien untersucht.

Welche Stoffe eignen sich am besten?

Die Forscher untersuchten, wie gut gängige Gewebe Aerosole, also feinste Partikel in der Luft, herausfiltern können. Die Partikelchen entsprachen dabei etwa der Größe der Atmungströpfchen, die beim Sprechen, Niesen und Husten abgegeben werden. Mittels eines Gebläses wurden Aerosole mit einem Durchmesser von 10 nm bis 6 μm mittels Luftstrom, welcher der Atmung einer Person in Ruhe entsprach, durch die Gewebe gepustet. Das Team ermittelte daraufhin die Größe der Partikel, die dennoch durch den Stoff strömten.

Sie kamen zum Ergebnis, dass eine Kombination aus einem dicht gewebten Baumwolltuch mit zwei Lagen Polyester-Spandex-Chiffon 80 bis 99 Prozent der Aerosole herausfiltert. Das entspricht etwa der Leistung von Schutzmasken der Kategorie FFP2. Diese schützen zu 95 Prozent vor gesundheitsschädlichen Stäuben, Nebeln und Rauche. 

Für einen guten Schutz eignen sich neben Chiffon auch

  • Naturseide,
  • Flanell und
  • dichte Baumwolle mit Baumwoll-Polyesterwatte.
Achten Sie beim Kauf einer Schutzmaske oder bei Stoffen daher auf die Zusammensetzung des Materials. Wichtig: Stoffschutzmasken schützen nicht vollständig vor einer Ansteckung.

Quelle: ASC Nano

Datum: 29.04.2020

Autor: Christina Liersch

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