Gesundheit Osteopathie und Medikamente

Ob Osteopathie, Akupunktur oder Meditaping: Diese zehn Therapien bremsen den Schmerz aus und verhindern, dass er sich auf Dauer im Körper breitmacht.

Akupunktur

Medikamente
Leichte Schmerzen lassen sich gut mit rezeptfreien Medikamenten behandeln. Am gebräuchlichsten: die „Nichtsteroidalen Antirheumatika“ (NSAR). Sie drosseln die Produktion von Schmerz- und Entzündungs-Botenstoffen. Zu dieser Gruppe gehören z.B. der Kopfschmerz-Klassiker Acetylsalicylsäure („Aspirin“), Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol und Naproxen. Wer nicht gern Tabletten schluckt, bekommt die Wirkstoffe oft auch als Salben- oder Gel-Variante – die helfen aber meist nicht so effektiv. Für Migräne-Patienten mittlerweile ohne Rezept erhältlich sind die Triptane (z. B. „Formigran“), die Mikro-Entzündungen in den Gehirn-Gefäßen stoppen.
Helfen bei: Kopf-, Glieder-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Migräne, Zerrung, Prellung, Verstauchung, Rücken- und Regelschmerzen, Zahnschmerzen, Magen-, Darmkrämpfen.
Wichtig zu wissen:
Bei längerer Anwendung können NSAR die Schleimhaut in Magen und Darm reizen und entzünden, Blutdruck und Nieren beeinträchtigen. Deshalb nicht länger als drei Tage am Stück und nicht öfter als zehn Tage pro Monat einnehmen!
Preis:
20 Tabletten ab ca. 2 Euro, 100-g-Gel um ca. 8 Euro, Triptane: 2 Tabletten ab ca. 4,60 Euro.
Infos:
Deutsche Schmerzliga, Adenauerallee 18, 61440 Oberursel, Tel. 07 00/ 3 75 37 53 75 (Mo.–Fr. 9–12 Uhr, 12 Cent/ Min.), schmerzliga.de.

 

Meditaping
Ein spezielles Tape aus elastischer Baumwolle wird auf das Schmerzareal geklebt und entfaltet dort über mehrere Tage oder Wochen eine heilsame Zugwirkung. Die entspannt über Hautrezeptoren die Muskulatur und massiert sie bei jeder Bewegung. Das entlastet oberflächliche Lymphbahnen und aktiviert das Schmerzdämpfungssystem.
Hilft bei:
Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, Verstauchungen, Tennisarm, Migräne, Spannungskopfschmerzen, Rücken- und Regelschmerzen, Fersensporn, Sehnenproblemen, Restless Legs, Muskelfaserriss, Trigeminusneuralgie, Schulter- und Osteoporoseschmerzen.
Wichtig zu wissen: Die Haut darf vor dem Tapen nicht eingecremt werden. Mit dem Tape können Sie duschen – aber nicht zu lange und zu heiß. Ein Kribbeln unter dem Tape ist keine Allergie, sondern Zeichen für einen aktivierten Stoffwechsel. Besonders gut wirkt die Therapie, wenn Sie den getapten Körperteil viel bewegen. Bei Empfindlichen kann es in den ersten zwei Tagen zur Erstverschlechterung ihrer Beschwerden kommen.
Preis:
Ein Meditape kostet ca. 13 Euro. Pro Behandlung werden maximal zehn angesetzt. Die Krankenkassen zahlen nicht.
Infos und Therapeuten:
Schmerz und Tape, Lübecker Str. 95 18, 23843 Bad Oldesloe, Tel. 0 45 31/ 6 72 58, www.medi-tape.de. Therapeuten: therapeuten.de.

 

Osteopathie
Primäres Ziel dieser ganzheitlichen Behandlungsmethode ist nicht, wie herkömmliche Therapien eine Krankheit oder ihre Symptome zu bekämpfen. Ihr geht es vielmehr darum, Funktionsstörungen und Blockaden, die eine Krankheit hervorrufen, zu beseitigen und dem Körper so zu helfen, seine Gesundheit wiederzuerlangen. Deshalb nützt eine Osteopathie-Behandlung bei den meisten Krankheiten – je nach Schweregrad als Einzel- oder als Begleittherapie. Mit kaum wahrnehmbaren, behutsamen Handgriffen bringt der Osteopath den Körper wieder in sein inneres Gleichgewicht und aktiviert seine Selbstheilungskräfte. Funktionelle Störungen verschwinden, Schmerzen lassen nach. Was kaum einer weiß: Es gibt auch eine spezielle Osteopathie für Augen- und und Ohrenerkrankungen.
Hilft bei: Gelenkschmerzen, Hexenschuss, Verspannungen, Schleudertrauma, Verstauchung, Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzen im Kiefergelenk, Regelschmerzen.
Wichtig zu wissen:
Der Osteopath behandelt nie einzelne Beschwerden oder Schmerzgebiete, sondern immer den Organismus im Ganzen. Ein seriöser Therapeut informiert schon zu Beginn der Behandlung darüber, wie viele Sitzungen voraussichtlich nötig sind. Auch für Kinder und Babys geeignet.
Preis:
ca. 60 bis 120 Euro pro Behandlung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, die privaten teilweise. Infos und Therapeuten: Verband der Osteopathen Deutschland, Untere Albrechtstraße 15, 65185 Wiesbaden, Tel. 06 11/ 9 10 36 61, www.osteopathie.de.

Autor: Susanne Schütte