Atemaussetzer im Schlaf Was ist eine Schlafapnoe?

Schlafapnoe ist eine Krankheit, die man auf jeden Fall ernst nehmen sollte. Leidet euer Partner unter dem Schlafapnoe-Syndrom, sollte er möglichst schnell darauf hingewiesen werden.

Schlafendes Paar

Schlafapnoe erkennen

Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Krankheit, bei der der Betroffene Atemaussetzer bis hin zum Atemstillstand hat. Die Schlafapnoe wird in eingeteilt in zwei Varianten: Die OSAS oder auch obsturktive Schlafapnoe, welches die häufigere Variante der Schlafapnoe ist und die Zentrale Schlafapnoe.

Die OSAS entsteht durch verengte Atemwege. Der Patient kann zeitweise keine Luft holen, da die Atemwege blockiert werden und somit kommt es zu einer Atempause. Während dieser Phase kann der Körper keinen Sauerstoff aufnehmen, wodurch sich Kohlenstoffdioxid im Blut und Gewebe ansammelt. Das wiederum löst im Körper eine Art Alarm aus, durch den der Betroffene geweckt wird.

Bei der Zentralen Schlafapnoe sendet das Gehirn keinen Befehl mehr zur Steuerzentrale der Atemmuskulatur. Hierdurch stoppt die Atmung, bis das Gehirn wieder den Befehl gibt, weiterzuatmen. Diese Form der Schlafapnoe ist allerdings eher selten.

Die Schlafapnoe ist weitgehend mit dem Symptom des Schnarchens verbunden. Oft bemerkt der Patient die Schlafapnoe gar nicht selber, sondern der Partner macht ihn oder sie auf die nächtlichen Atemaussetzer aufmerksam. Diese Atemaussetzer können verschieden lang sein – angefangen von ca. 10 bis zu 30 Sekundenbis hin zu minutenlangen Atemstillständen. Die Folge: egal wie lange der Betroffene schläft, am nächsten Morgen ist er unausgeruht, gerädert und müde.

Wer kann feststellen ob ich an eine Schlafapnoe leide?

Solltet ihr das Gefühl haben, an einer Apnoe zu leiden, dann sprecht unbedingt mit eurem Hausarzt. Dieser wird euch ein Gerät zur Aufzeichnung eures Schlafes mitgeben. Mit diesem Gerät werden im Schlaf eure Atmung, der Sauerstoffsättigung, das Schnarchens, Brust- und Bauchbewegungen beim Atmen und der Puls gemessen. Die Ergebnisse können dem Hausarzt wichtige Hinweise über die Schlafapnoe liefern. Ebenso kann der Hausarzt euch in ein Schlaflabor überweisen, in welchem ihr für 1-2 Nächte bleibt. Auch hier werden während ihr schlaft sämtliche Messungen getätigt. Das Ganze nennt sich auch Polysomnographie. Untersucht beziehungsweise gemessen werden in einem Schlaflabor vor allem die Werte der oberen Atemwege. Ähnlich wie bei dem Messgerät für zu Hause, werden hier zusätzlich noch Hirnströme und Herzrythmus festgehalten. Außerdem tragt ihr einen Gürtel, den man Dehnungsgürtel nennt. Dieser speichert die Daten der Atembewegungen.

Wie kann Schlafapnoe behandelt werden und wodurch bekomm ich Schlafapnoe?

Die Ursachen für eine Schlafapnie können vielfältig sein. Sie reichen von Übergewicht bis übermäßigem Medikamentenkonsum, Alkohol, Zigaretten sowie Unterkieferproblemen.

Es gibt mittlerweile aber gute Behandlungsmethoden. Zu den medizinischen Behandlungen gehört zum einen die Atemmaske zum anderen die Operation.

Atemmaske ist aber nicht gleich Atemmaske.

Die BiPAP (Bilevel Positive Airway Pressure) ist eine Maske, bei der sich der Druck, den die Maske ausübt, automatisch an die Atmung anpasst. Das geschieht mittels der natürlichen Ein- und Ausatmung.

Bei der CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) handelt es sich um eine Atemmaske, welche einen kontinuierlichen Überdruck auf die Atmung ausübt.

Als drittes gibt es noch die APAP (Auto oder Automatic CPAP).

Je nachdem um welche Art von Schlafapnoe es sich handelt wird der Arzt mit euch besprechen, welche Maske für euch die richtige Lösung ist. Alle Atemmasken werden vor dem Zubettgehen auf die Nase gezogen. Die Masken sind mit einem Gerät verbunden, welches über das Maskenteil mit leichtem Überdruck Luft in den Mund- und Nasenraum bläst. Das soll verhindern, dass sich die Atemwege verengen und stattdessen frei für die Atmung bleiben. 

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