Coronavirus Post-Covid-Syndrom – Immer mehr Menschen berichten von langanhaltenden Beschwerden

Die Diagnose an sich ist bereits erschreckend. Viele Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, leiden jedoch auch nach einer überstandenen Infektion an Symptomen, die Ärzte heute als das Post-Covid-Syndrom bezeichnen. Zu den Beschwerden gehören unter anderem andauernde Müdigkeit und Schwächegefühl. Vor allem Personen mit leichten Covid-19-Verläufen sind vom Post-Covid-Syndrom betroffen.

Coronavirus_Menschenmenge

Nach der Quarantäne kommt das Krankheitsgefühl

Es sind vor allem Menschen mit mildem Verlauf einer Covid-19-Infektion, die von Beschwerden unterschiedlichster Art in den Wochen nach überstandener Infektion berichten. Während der Quarantänezeit haben die meisten dagegen kaum Symptome. Sie müssen sich höchstens gegen die Langeweile zu Hause beschäftigen. Viele liegen auf dem Sofa, schauen Netflix, spielen in den besten Online Casinos oder Fortnite auf der Konsole. Soweit so gut. 

Die eigentlichen Beschwerden beginnen erst später. Zu den hauptsächlichen Symptomen des Post-Covid-19-Syndroms zählen vor allem anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung (Fatigue), Belastungsintoleranz, Albträume und Vergesslichkeit. 

Experten vermuten, dass hinter diesen Symptomen ein psychologisches Trauma, ausgelöst durch die Krankheit stecken könnte. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass das Virus das Post-Covid-Syndrom selbst auslöst. Das ist derzeit Gegenstand weiterer Forschungen zu dem Thema. Unstrittig ist bislang die Tatsache, dass das Coronavirus nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe angreifen kann. Das Robert Koch-Institut (RKI) verwies kürzlich auf eine Studie, die Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem untersucht, das durch das Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.  

 

Chronisches Erschöpfungssyndrom als Folge einer Covid-19-Infektion

Das Coronavirus könnte auch das chronische Erschöpfungssyndrom (kurz CFS) auslösen. Bereits von anderen Virenerkrankungen wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber ist bekannt, dass sie ein CFS-Bild auslösen können. Die Krankheit bringt Symptome wie Muskel- und Gelenkschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit mit sich. 

Manche Patienten leiden auch unter Depressionen. Die Beschwerden können sich über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten hinziehen oder sogar chronisch werden. In aktuellen Studien soll nun untersucht, werden, ob es mit steigenden Fallzahlen beim Coronavirus auch zu einem Anstieg von Krankheitsbildern kommt, die dem chronischen Erschöpfungssyndrom zugeordnet werden können.   

 

Viele Betroffene ignorieren die Symptome

Ein großes Problem ist, dass viele vom chronischen Erschöpfungssyndrom Betroffene nicht auf den Gedanken kommen, dass die Symptome mit der vorangegangenen Corona-Infektion zusammenhängen könnte und diese als vorübergehende Schwäche interpretieren. Sie quälen sich praktisch täglich zur Arbeit und gehen weiterhin so gut es geht ihren Verpflichtungen nach, frei nach dem Motto, es wird schon vorübergehen. 

Dabei wäre der Gang zum Arzt das Richtige, wenn Symptome auftreten, die das Post-Covid-Syndrom oder das chronische Erschöpfungssyndrom mit sich bringen. Der Arzt kann dann entsprechende Behandlungsmöglichkeiten zur Linderung der Symptome aufzeigen, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität in dieser Zeit beitragen können. 

Leider, das muss jedoch auch gesagt werden, werden die Symptome oft auch nicht richtig zugeordnet und als allgemeine Stresssymptomatik abgetan. Hier sind auch die praktizierenden Ärzte aufgefordert, sich mit den Folgeerkrankungen und den Symptomen nach einer Infektion mit dem Coronavirus zu beschäftigen.

Datum: 04.09.2020