Naturmittel Natürliche Potenzmittel: Der Einfluss von Superfoods auf die Manneskraft

Granatapfel

Um die Potenz zu steigern, greifen viele Menschen zu Superfoods. Natürliche Produkte wie Granatapfel, Roter Ginseng oder Yohimbe sollen die Manneskraft stärken und Potenzproblemen wie erektile Dysfunktion entgegenwirken. Gemeinsam mit Bernd Apfelbacher,unserem Experten für Männergesundheit, stellen wir acht natürliche Potenzmittel vor und informieren über die Wirksamkeit anhand von wissenschaftlichen Studien.

Rhodiola rosea

Rosenwurz (Rhodiola rosea) zählt zu der Gattung Rhodolia und soll positiv auf Konzentration, Aufnahmevermögen und Erinnerungsvermögen wirken. Sie wird in verschiedenen Kulturen zur Behandlung als Heilpflanze eingesetzt, die Stresssymptome reduziert, Depressionen entgegenwirkt und das Wohlbefinden steigert. Patienten berichten zudem von positiven Effekten auf Erkrankungen wie das posttraumatische Belastungssyndrom und die Genesung bei Schlaganfällen. Die enthaltenen Pflanzenadaptogene sollen zudem die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit fördern und dadurch den Symptomen von ADHS und vergleichbaren Störungen entgegenwirken. Verantwortlich für die Wirkung der Pflanze ist vor allem das enthaltene Serotonin, welches den Serotoninspiegel im Gehirn heben soll. Dieser Effekt ist auch für die potenzsteigernde Wirkung des Dickblattgewächses verantwortlich. Eine Studie aus dem Jahr 2007 bestätigt die positiven Auswirkungen bei erektiler Dysfunktion. Die potenzsteigernde Wirkung ist eine indirekte, die aus der Reduzierung von Stress und Unwohlsein resultiert. In Form verschiedener Extrakte eingenommen, kann Rhodiola rosea bei erektiler Dysfunktion und anderen Potenzproblemen helfen. Mediziner empfehlen eine regelmäßige Einnahme, da sich Wirkstoffe wie die enthaltenen Pflanzenadaptogene erst nach einiger Zeit der Einnahme voll entfalten können.

Roter Ginseng

Roter Ginseng ist speziell verarbeiteter Ginseng (Panax ginseng), der durch die Behandlung von Ginseng mit Wasserdampf entsteht. Er enthält etwa halb so viel Ginsenoide wie weißer Ginseng sowie wertvolle Saponine. Diese Wirkstoffe sind der Grund, dass roter Ginseng oft für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird. Roter Ginseng soll die Durchblutung fördern, zum Stressabbau beitragen und gegen Müdigkeit helfen. Ähnlich wie Rosenwurz, kann auch roter Ginseng bei ADHS helfen und die Lernfähigkeit von Kindern fördern, wie eine im Journal of Medicine veröffentlichte Studie bestätigt. Die enthaltenen Saponine haben zudem eine positive Wirkung auf die Potenz. So hilft roter Ginseng bei erektiler Dysfunktion, indem er die Durchblutung unterstützt. Die weiteren Effekte wie die Stressreduktion und stimmungsaufhellende Effekte tragen zu dieser Wirkung bei. Die genannte Studie bestätigt diese Effekte sowie die sexuelle Zufriedenheit nach der Einnahme von Ginseng-Präparaten. Daneben wurden in den letzten Jahren noch eine ganze Reihe weiterer Studien durchgeführt, die zeigen, dass roter Ginseng eines der wirksamsten Superfoods für die Manneskraft ist.

Yohimbe

Yohimbe ist eine Pflanze, welche den Wirkstoff Yohimbin enthält. Das Idolalkaloid hemmt den Sympathikus, welcher im Menschen für die Regulierung von Stress- und Angstzustände zuständig ist. Der Wirkstoff soll ebenfalls zur Potenz beitragen, indem er die Steuerung von Serotonin und Dopamin im Körper fördert. Diese klassischen Glückshormone sollen wiederum zur Potenzsteigerung beitragen. Die positive Wirkung von Yohimbe auf die Manneskraft wurde durch zahllose Studien bestätigt. Zudem soll Yohimbe die Venen im Penis verengen und dadurch eine stärkere Erektion hervorrufen. So wird Yohimbin auch als Fettburner und als klassisches Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.

Ginkgo

Ginkgo ist ein Heilbaum, der in China heimisch ist und heutzutage weltweit angepflanzt wird. Der Vertreter der Ginkgoales zählt zu den am besten erforschten Heilpflanzen. Traditionell werden zerkleinerte Ginkgoblätter eingesetzt, um Durchblutungsstörungen und seine Folgen zu behandeln. Zum Beispiel helfen die Extrakte, welche in der Apotheke oder Drogerie erhältlich sind, bei schweren Beinen und kalten Händen sowie bei Unwohlsein und Müdigkeit. Daneben wird Ginkgo auch als Mittel gegen Potenzstörungen verwendet. Denn das Mittel fördert die Durchblutung und hat positive Effekte auf die Stimmung. Bei Potenzstörungen wie erektile Dysfunktion machen sich vor allem die verschiedenen Wirkstoffe bemerkbar, welche den Kreislauf unterstützen und enthemmen. Ginkgo gilt deshalb auch als natürliche Alternative zu Viagra und anderen Potenzmitteln, wobei die Wissenschaft die Wirksamkeit inzwischen bestätigt hat.

Geiles Ziegenkraut

Geiles Ziegenkraut oder Elfenblume (Epimedium), wie es botanisch genannt wird, ist eine Pflanze aus der Gattung der Berberitzengewächse, die vor allem in China als traditionelles Heilmittel eingesetzt wird. Es hilft unter anderem bei Durchblutungsstörungen, Gelenkbeschwerden und Müdigkeit. Einige Epimedium-Arten kommen bei der Behandlung von Rheumatismus und Bluthochdruck bei Frauen während der Menopause zum Einsatz. Seine Auswirkungen auf die Potenz kommen durch die wertvollen Inhaltsstoffe zustande, welche in Kombination als PDE-5-Hemmer fungieren. Verschiedene Tierstudien bestätigen die Effekte. Verantwortlich sind die neurotropischen Effekte, welche eine direkte Stimulanzwirkung auf die getesteten Tiere hatten.

Tribulus terrestris

Tribulus terrestris oder Erd-Burzeldorn, wie der deutsche Name lautet, ist eine Pflanze aus der Familie der Jochblattgewächse, welche in Asien, Afrika, Südeuropa und Australien beheimatet ist. Es wird seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel verwendet und hat eine ganze Reihe von positiven Effekten auf die Gesundheit. Verantwortlich dafür sind vor allem die Saponine. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind nicht nur in Erd-Burzeldorn, sondern beispielsweise auch in Soja oder Spargel enthalten, und nehmen Einfluss auf die hormonellen Vorgänge im Körper. Bekannt ist es vor allem als klassisches Nahrungsergänzungsmittel im Bereich des Bodybuilding. Dort wird das Superfood zur Förderung des Muskelaufbaus eingesetzt. Eine Studie gibt Aufschluss über die Wirkungsweise von Erd-Burzeldorn auf den Muskelaufbau. Tribulus terrestris ist jedoch in erster Linie aufgrund seiner potenzsteigernden Wirkung bekannt. Diese wurde in den 70er Jahren durch eine bulgarische Studie bestätigt, nach welcher ein Großteil der Teilnehmer ein höheres sexuelles Verlangen und eine gesteigerte Erektionsfähigkeit zeigte. Daneben wurden noch weitere Studien durchgeführt, wobei es sich hierbei vor allem um Tierstudien handelt. Die Studien gelangen jedoch durchgehend zu dem Ergebnis, dass Erd-Burzeldorn und Extrakte daraus gesundheitliche Vorteile mit sich bringt und erektiler Dysfunktion effektiv entgegenwirken kann. Da die enthaltenen Saponine mitunter auch Nebenwirkungen hervorrufen können, sollte die Einnahme im Vorfeld mit einem Arzt besprochen werden.

Butea Superba

Butea Superba oder Plossobaum ist eine Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler, die in Südostasien beheimatet ist. Sie ist in den Wäldern Thailands zu finden, wobei das Verbreitungsgebiet von Sri Lanka über Theiland und China bis zu den Philippinen reicht. Der Extrakt aus dem Plossobaum soll eine starke Verjüngungswirkung haben und noch andere positive Effekte aufweisen. Butea superba enthält eine Reihe wertvoller und bekannter Inhaltsstoffe wie beispielsweise Flavonoide, welche eine gefäßverstärkende Wirkung haben sowie flavonoide Glycoside, die wiederum Entzündungen hemmen und das menschliche Nervensystem stimulieren. In Kombination gelten die Extrakte aus Butea Superba als besonders wirksam. Die traditionelle Heilpflanze soll eine potenzsteigernde Wirkung haben. Positive Effekte auf die Libido machen Butea Superba zu einem beliebten Mittel unter thailändischen Männern. Sie wirkt auf ähnliche Weise wie klassische PDE-5-Hemmer, hat im Unterschied zu synthetischen Potenzmitteln jedoch nur wenige Nebenwirkungen. Die genaue Wirkungsweise ist zwar noch weitgehend unerforscht, allerdings bestätigen verschiedene Studien die positiven Auswirkungen bei erektiler Dysfunktion und Co.

Granatapfel

Granatapfel ist ein beliebtes Obst, welches eine Vielzahl von Vitaminen und anderen gesundheitlich wirksamen Stoffen enthält. Es ist in Form von Kapseln und Saft als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich und wird etwa zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Beschwerden und Erkrankungen der Gefäße eingesetzt. Bei der Behandlung von Prostata- und Blutkrebs kann es ebenso Linderung verschaffen wie bei Durchblutungsstörungen und einer Reihe von entzündlichen Gefäßerkrankungen. Ebenso soll durch die regelmäßige Einnahme von Granatapfel-Extrakten Schlaganfällen und Thrombosen vorgebeugt werden. Einige der Inhaltsstoffe sollen zudem die Potenz steigern bzw. Impotenz entgegenwirken. Dies wurde durch Placebo-kontrollierte Studien bestätigt. Vor allem in Saftform ist Granatapfel wirksam, indem es den Testosteronspiegel der Teilnehmer erhöht. Dieser Effekt tritt auch bei weiblichen Personen auf. Die erektile Dysfunktion war bei den Studienteilnehmern stark reduziert. So haben sich bei den Probanden auch Stimme und Bartwuchs verändert. Ebenso wurde die sexuelle Lust der Beteiligten erhöht. Diese Effekte wurden auch im Rahmen einer Studie untersucht.

Datum: 28.02.2020

Autor: Karin Dunkel