Schlaf Kein Platz für schlechte Gedanken und Gefühle

Wieder die halbe Nacht wach gelegen und todmüde in den Tag gestartet? Schluss damit. Sechs einfache Schritte lassen Sie morgens bestens gelaunt und vor allem ausgeschlafen aufwachen.

Tipps für einen besseren Schlaf

Schritt 3 - Bleiben Sie im Rhythmus

Wie schnell wir einschlafen und wie erholt wir aufwachen, hängt nicht nur vom Schlafdruck ab, sondern auch von unserer inneren Uhr. Sie steuert im 24-Stunden-Takt alle rhythmischen Prozesse im Körper, darunter Blutdruck, Temperatur und Schlaf-Wach-Phasen. Haupttaktgeber: die Sonne. Fast ebenso wichtig: ein regelmäßiger Tagesablauf. Jeder Mensch hat seinen individuellen Schlafrhythmus. Ob wir „Lerchen“ (Frühaufsteher) oder „Eulen“ (Nachtmenschen) sind, ist angeboren. Die einen fühlen sich ab 22 Uhr reif fürs Bett, die anderen blühen da erst auf. Nach diesem individuellen Schlafrhythmus sollten sich die Schlafenszeiten richten, mit möglichst wenigen Ausnahmen. Schon ein einmaliges Ausschlafen am Wochenende führt dazu, dass der Schlafdruck in der folgenden Nacht geringer ist. Weichen Sie häufig von Ihrem Rhythmus ab, gerät er aus dem Takt. Das führt zu dauerhaften Schlafstörungen. Für einen erholsamen Schlaf kommt es also auch darauf an, dass Sie zu relativ festen Zeiten ins Bett gehen und aufstehen. 

Schritt 4 - Stoppen Sie negative Gefühle

Geht das Licht aus, beginnt das Grübeln. Und leider erscheinen im Dunkeln alle Probleme größer, als sie tatsächlich sind. Dazu gesellt sich die Angst, wieder kein Auge zutun zu können. So entwickelt sich das Bett zu einem Ort der negativen Gedanken. Diesen Teufelskreis müssen Sie durchbrechen. Vielen hilft es, ein Tagebuch zu führen. Darin notieren Sie, was heute passiert ist und was morgen ansteht. Das verschafft Distanz und hilft, loszulassen, Sie sehen Probleme realistischer. Wer länger als 40 Minuten zum Einschlafen braucht, kann die Bettliegezeit verkürzen. Aus „Ich muss ins Bett, um überhaupt etwas Schlaf zu bekommen“ sollte werden: „Endlich kann ich mich hinlegen.“
 

Schritt 5 - Holen Sie sich den Spaß zurück

Job und Familie, beides möglichst perfekt meistern – vor allem Frauen tendieren dazu, den Tag mit Pflichten auszufüllen. Für Dinge, die einfach Spaß bringen, bleibt immer weniger Zeit. Wer dann noch eine schlechte Nacht hinter sich hat, zieht sich oft zurück. Aber je weniger wir tagsüber erleben, desto schlechter geht es uns. Wir konzentrieren uns immer stärker darauf, dass die nächste Nacht unbedingt besser werden muss – und erreichen genau das Gegenteil. Denn Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Das beste „Gegengift“: Erstellen Sie eine Liste von Aktivitäten, die Ihnen früher Freude gemacht haben, und wählen Sie etwas aus: einen Kinobesuch, einen ausgedehnten Spaziergang oder einen Einkaufsbummel mit der besten Freundin. Hauptsache, Sie sinken danach müde und rundherum zufrieden ins Bett.
 

Autor: Gudrun Wolf

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