Welche Diagnosen helfen bei Rückenschmerzen und Kopfschmerzen?

Ultraschall, Röntgen, Kernspin – bildgebende Diagnoseverfahren sollen helfen, Krankheiten früh zu erkennen. Aber wann machen sie wirklich Sinn? 

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Soll man bei chronischen Rückenschmerzen röntgen?

Nur allzu schnell schicken Orthopäden Patienten mit Rückenschmerzen zum Röntgen. Dabei sind rund 85 Prozent der Beschwerden unkompliziert und beruhen nicht auf krankhaften Veränderungen der Wirbelsäule. Das Röntgen dient nur dem Ausschluss und ist eigentlich unnötig. Dem gegenüber steht das Risiko der Strahlendosis bei der Untersuchung.

Kopfschmerzen – können bildgebende Verfahren bei der Diagnose helfen?

Wie bei den Rückenschmerzen ist eine aufwändige bildgebende Diagnose bei Kopfschmerzen meist unnötig. Meistens ist es keine krankhafte Veränderung der Wirbelsäule oder des Gehirns, was den Schmerz auslöst. Selbst eine Differenzierung der über 200 Kopfschmerz- und Migränearten kann ein erfahrener Schmerzspezialist in über 90 Prozent der Fälle durch die Anamnese im Gespräch mit dem Patienten abklären. Nur selten, wenn der Schmerz zum Beispiel erstmals nach dem 40. Lebensjahr oder nach einem Unfall auftritt, sind bildgebende Verfahren notwendig, um Blutungen, Tumore oder Entzündungen auszuschließen. Zum Einsatz kommt dann Ultraschall, mit dem Gefäßveränderungen aufgespürt werden können. Wird ein Abstrahlen von der Wirbelsäule vermutet, kann Röntgen Aufschluss geben. CT und MRT des Kopfes decken Veränderungen im Gehirn auf, wie Tumore, Entzündungen und Gefäßprobleme.

Autor: Dorothea Palte