Körperpflege Leberfleck entfernen - ja oder nein?

Müssen Muttermale und Leberflecken immer entfernt werden? Und wenn ja, wie?

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Muttermale und Leberflecke sind häufig vorkommende Hautgeschwülste. Eigentlich sind es gutartige Wucherungen, sogenannte Nävus-Zellen. Sie enthalten den Hautfarbstoff Melanin und färben sich an einigen Hautstellen dunkel und werden dann zu den braunen Flecken, die wir unter Muttermal oder Leberfleck kennen. Für diese Flecken gibt es keine einheitliche Definition. Nävus ist der Überbegriff für hautfarbene bis dunkelbraune Flecken verschiedener Größe. Muttermale sind schon von Geburt an vorhanden. Über einen Leberfleck sprechen die Mediziner bei erworbenen braunen Hautstellen, durch Hormonschwankungen oder Sonnenbaden. Grundsätzlich wird zwischen angeboren (Muttermal) und erworben (Leberfleck, Pigmentfleck) entschieden. 

Normalerweise ungefährlich

Normalerweise sind Muttermale und Leberflecke ungefährlich. In seltenen Fällen kann sich aber der so genannte schwarze Hautkrebs oder eine Vorstufe davon aus den Nävus-Zellen entwickeln. Sie machen sich durch Vergrößerungen, Oberflächenveränderungen, Verfärbungen, Juckreiz, Schmerzen oder in seltenen Fällen durch Blutungen bemerkbar. Menschen mit einer hellen Hautfarbe sollten sich regelmäßig von einem Hautarzt untersuchen lassen. Die Krankenkasse übernimmt regelmäßig so eine Untersuchung. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Muttermale und Leberflecke bösartig verändern, ist allerdings eher gering.

Methoden zur Entfernung

Wenn Muttermale nicht gefährlich sind, müssen sie auch nicht entfernt werden, das passiert wirklich nur bei einem Verdacht auf Hautkrebs. Häufig ist eine Entfernung kosmetisch bedingt. Wobei immer zwischen einer sinnvollen Entfernung und einer Entfernung gesprochen werden muss, bei der die Narbe am Ende größer ist, als der Leberfleck es vorher war. In diesem Fall ist ein kosmetischer Eingriff nicht empfehlenswert. Es gibt zwei Unterschiedliche Methoden einen Leberfleck oder ein Muttermal zu entfernen:
  • Das Herausschneiden: Das wird gemacht, wenn ein Verdacht auf Hautkrebs vorliegt, da die Hautzellen dann anschließend bei einer histologischen Untersuchung kontrolliert werden. Die Haut wird vorher lokal betäubt, nach circa einer Woche werden die Fäden gezogen, eine kleine Narbe bleibt zurück.
  • Das Laser: Muttermale oder Leberflecke werden bei einer kosmetischen Entfernung häufig gelasert. Dabei können keine Proben für einen histologischen Befund entnommen werden. Auch beim Lasern können Narben entsteht, allerdings gibt es danach keine richtige Wunde. Wundheilstörungen kann es nach jeder der beiden Entfernungsmethoden geben. 

Krankenkasse zahlt meistens

Die Krankenkasse bezahlt eine Entfernung meistens nur wenn Verdacht auf Hautkrebst besteht oder es der Arzt diagnostiziert, dass Hautkrebs an der betreffenden Stelle entstehen kann. Auch bei physischer Beeinflussungen durch ein beispielsweise großes Muttermal im Gesicht stimmt die Kasse normalerweise einer Kostenübernahme der Entfernung zu. Ein Leberfleck oder Muttermal sollte niemals selbst entfernt. Je nach Größe des Eingriffs sind Sport und körperliche Tätigkeiten nach der Operation tabu. Auch das Auftragen von Cremes auf die Wunde wollte nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Sollten größere Narben entstehen, können die bei einem Hausarzt wiederum weggelasert werden. Zum effektiven Abdecken von Narben oder Leberflecken eignet sich Camouflage Make Up.
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