Moderne Heiler - Folge 4 Das Lachen hat ihr Leben umgekrempelt

VITAL besucht Frauen, die bewusst, fernab der Schulmedizin, kaum bekannte Verfahren gewählt haben, um zu helfen. Hier sagen sie, wie es dazu kam – und wie sie behandeln. Diesmal: Gabriela Leppelt-Remmel

Lachyogis

Vor sechs Jahren öffnete ihr die Lachtherapie die Tür zu einer neuen Dimension ihres Lebens: Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern stand damals durch gesundheitliche Einbrüche an einem Wendepunkt. Bei der Post bewältigte sie als IT-Expertin eine stramme 50-Stunden-Woche und jede Menge Abendtermine. Dann noch das ständige Sitzen am Computer. Trotz leidenschaftlichen Workaholic-Rauschs zu viel für sie: drei Bandscheibenvorfälle im Nacken, an beiden Handgelenken ein Karpaltunnel-Syndrom, das operiert werden sollte. Obendrein eine Bakterien-Infektion, die sich über ein Jahr hinzog und unerträgliche Rheumaschmerzen und einen längeren Krankenhaus-Aufenthalt mit sich brachte. Um den Stress auszugleichen, fing Gabriela Leppelt-Remmel wieder intensiv mit Hatha-Yoga an – und stieß im Internet auf Lachyoga.

Das Lachen hat ihr Leben umgekrempelt

„Das Wort hat mich neugierig gemacht. Ich dachte: Okay, lachen könntest du auch mal wieder“, erinnert sie sich. Ihre erste Begegnung mit dem „Kunstlachen“, das ihr Leben verändern sollte, hatte sie im Hamburger Stadtpark. „Diese Stunde war für mich wie eine Therapie. Ich fühlte mich so befreit. Kein ständiges Grübeln mehr, wie es beruflich weitergehen soll. Ich war eins mit mir. Mir ging es so gut wie lange nicht mehr.“ Diese leichtfüßige Heiterkeit hielt tagelang an.

Sie ging regelmäßig zum Lachclub, dann zu einem Workshop der Lachyoga-Erfinder. Sie gaben ihr neue Denkanstöße. Der entscheidende: Jeder kann selbst bestimmen, ob er in der Hölle lebt oder nicht. Die damals 53-Jährige fackelte nicht lange und wagte den Sprung aus der „Job-Hölle“ in die Selbstständigkeit. Sie gründete selbst einen Lachclub und begann eine zweijährige Ausbildung zur Hatha-Yogalehrerin, um in die Tiefen der Yogaphilosophie einzutauchen und das Lachyoga durch Hatha-Elemente zu erweitern.