Energie: Inspiration Die Umbruchphase

Es kommt nicht darauf an, wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Wechselnde Erwartungen, Hoffnungen und Aussichten prägen unsere 30er-, 40er- und 50er-Lebensjahre. Doch jedes Jahrzehnt hat seine eigene Qualität. Die gilt es zu entdecken. So gewinnen Sie mehr Energie in jeder Lebensphase.

Frau fährt Fahrrad

Aufbauen und gestalten. Nach der Pubertät kommen wir jetzt in die zweite große Umbruchphase. Noch mal zurück auf null? Nein, danke! Wir sind gefestigt, authentisch, aber fühlen uns manchmal eingeengt. Konzentrieren wir uns aufs Wesentliche: auf unsere Wünsche, unsere Grenzen -  auf uns selbst. Wir müssen niemandem mehr etwas beweisen. Zeit wird nun kostbarer. Das gefühlte Alter, das nach Studien bis zu 15 Jahre vom biografischen nach unten abweicht, bestimmt unser Lebensgefühl.  

WOHLFÜHLGLÜCK - Neugierig bleiben

Wir wissen, wer wir sind. Aus vielen Erfahrungen erwuchs Lebenserfahrung – und klar, schlechte Momente waren auch dabei. Doch die haben uns wachsen lassen. Zwischenfälle bringen uns nicht mehr aus der Fassung, wir reagieren angemessener. Wir lassen die Dinge jetzt auch einfach mal laufen. „Es kommt sowieso oft anders“, sagt die Glücksforscherin Sonia Laszlo. Dennoch stehen wir vor der Grundsatzfrage: „Habe ich erreicht, was ich wollte?“ Zwar haben wir die Weichen gestellt. Was aber, wenn uns der Zielbahnhof nicht gefällt? Bleiben nun etwa weniger Möglichkeiten? Nein, wir müssen Prioritäten setzen, wissen, was uns guut – statt nur auf das Urteil anderer zu vertrauen. Wer Geschwister hat, weiß jedoch, wie hilfreich diese Bande beim Finden von neuen Wegen sein können. Häufig rücken jetzt spirituelle Themen in den Fokus, damit die Seele ankommen kann: Energiesitzungen, Familienaufstellungen oder Achtsamkeitsübungen können in diesem Lebensabschni helfen.

VITALITÄT - Haushalten

Wir wollen nicht länger müssen müssen. Es gilt, sich Energiereserven einzuteilen. Entwicklungspsychologin Pasqualina Perrig-Chiello (Uni Bern) spricht vom „biografischen Multitasking“: „In keiner anderen Lebensphase trägt man so viel Verantwortung für andere. Man muss für die Kinder sorgen und sich gleichzeitig um die Eltern kümmern“. Kommt noch der Job dazu, erzeugt das Stress.
 

SCHÖNHEIT - Vorsorgen und stärken

Die Haut wird durch Östrogenmangel trockener und weniger straff – Fältchen vertiefen sich zu Falten. Cremes mit Hyaluronsäure füllen Feuchtigkeitsdepots auf (z. B. von Eubos, in der Apotheke). Noch wichtiger: ein „hautgesunder“ Lebensstil mit möglichst wenig UVA- und UVB-Strahlen. Dermatologie-Professor Volker Steinkraus plädiert für „viel Schlaf, denn während der Nacht lagert die Haut Wasser ein, dadurch werden Fältchen aufgepolstert“.
 

BEWEGUNG - Muskelspiele

Dass Sport auch die Psyche stabilisiert, merken wir nicht, weil wir so oft Auto fahren. Weil die Produktion des Wachstumshormons Somatotropin sinkt, verlieren wir pro Jahr ca. 250 g Muskelmasse. Eine aktive Kombination aus Fettverbrennung und Muskelaufbau hilft. Optimal wirken Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic-Walking oder Schwimmen in Kombination mit (leichtem) Krafttraining. Übrigens: Eine Gewichtszunahme von 2–5 kg in diesem Jahrzehnt gilt als normal. Doch Präventionsmedizi- ner Prof. Ingo Froboese macht uns Hoffnung: „Mit genügend Bewegung können sich Frauen 20 Jahre lang wie 40 fühlen.“ Lieber Kilometer als Kalorien zählen: Das Fett baut sich nicht mehr so schnell ab, wenn wir „nur“ wenig essen. Schlauer ist es, dauerhaft Maß zu halten und sich regelmäßig zu bewegen. Und: Vitamine werden noch wichtiger. Überhaupt fordert der Körper bewusste Ernährung, Pflege und Bewegung ein. Eine Partynacht – so glücklich sie uns gemacht hat – steckt er nicht mehr so leicht weg. Tipp: Danach hilft eine geballte Portion Vitalstoffe (z.B. Orthomol Immun, aus der Apotheke).