Hausmittel und Behandlungsmethoden Ärztliche Hilfe bei Warzen

Rein in die Flip-Flops und den Sommer genießen. Herrlich! Doch die Barfußzeit bringt auch Quälgeister ans Licht: Warzen. Eine Dermatologin hat acht typische Hausmittel für euch bewertet.

Füße

Beim Arzt: Operatives entfernen der Warze

Mit dem „scharfen Löffel“ oder einem abtragenden Laser werden tief liegende Warzen wie Dornwarzen unter Betäubung entfernt. Gut zu wissen: Heftige Schmerzen, Blutungen, lange Heilungszeiten und Narben sind möglich. Dornwarzen, die nach einer operativen Entfernung wiederkehren, gelten als sehr hartnäckig. Die Kosten: ca. 20 Euro, Kassen zahlen oft nicht. Das sagt Dr. Fischer: „Bei einer Blutung kann sich das Virus ausbreiten und neue Warzen auslösen. Handelt es sich um Fußsohlenwarzen, ist hinterher unter Umständen für längere Zeit das Auftreten erschwert. Und die Betäubungsspritzen sind unangenehm.“

Note: ausreichend

Beim Arzt: Strom (Elektrokaustik)

Extreme Hitze lässt das Warzengewebe verschmoren. Elektroschlinge oder Laser erlauben ein sehr exaktes Entfernen. Dabei werden auch die Viren abgetötet. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Warzen erneut sprießen. Gut zu wissen: Trotz Betäubung sind leichte Schmerzen möglich. Die Wunde heilt nach ein bis drei Wochen ab. Bei einer Behandlung an den Fußsohlen können sich schmerzhafte Narben bilden. Die Kosten: 30 bis 100 Euro. Das sagt Dr. Fischer: „Wie effektiv die Methode ist, steht bislang noch nicht fest.“

Note: ausreichend

Beim Arzt: Farbstofflaser

Er zerstört die nährenden kleinen Blutgefäße, die die Warze versorgen. Der Farbstofflaser wird meist in Kombination mit Tinkturen oder Pflastern eingesetzt. Da er weder Schmerzen noch Nebenwirkungen verursacht, bietet er sich auch bei Kindern an. Gut zu wissen: Manchmal sind mehrere Sitzungen im Abstand von jeweils zwei Wochen nötig. Die Behandlung tut kurz weh, hinterlässt aber keine offene Wunde. Die Kosten: ca. 100 Euro pro Sitzung. Das sagt Dr. Fischer: „Gerade neue Warzen und Warzen an Körper, Gesicht und Händen verschwinden oft nach einer Sitzung. Etwas hartnäckiger sind die an den Fußsohlen. In Kombination mit Tinkturen gilt der Farblaser als ,Goldstandard’.“

Note: sehr gut

Beim Arzt: Photodynamische Therapie

Relativ neu ist die Behandlung mit wassergefiltertem Infrarotlicht (WIRA; Wellenlänge ähnelt der der Sonne). Dafür wird zunächst die Hornhaut mit Pflastern abgetragen (siehe Tinkturen und Pflaster). Die anschließende Infrarotbestrahlung bewirkt eine tiefe Durchwärmung der Warzenumgebung. Die wiederum verbessert die Durchblutung, steigert lokal die Immunabwehr und lässt die Warze schließlich abheilen. Auch für Kinder geeignet. Gut zu wissen: Meist wird die Warze in 10 bis 15 Sitzungen im Abstand von wenigen Tagen behandelt. Jede dauert 20 bis 30 Minuten. Die Kosten: als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) ca. 50 Euro für die Voruntersuchung und ca. 15 Euro pro Bestrahlung. Das sagt Dr. Fischer: „Der Erfolg ist oft nicht größer als beim Besprechen oder der Eigentherapie mit Tinkturen. Eine Option für Patienten, die besonders viel ausprobiert haben.“

Note: ausreichend

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