Natürlicher Krebsschutz

Moderner Lebensstil, zu viel Stress und Schadstoffe: Unsere Schutzhülle leidet unter Dauerbeschuss von Außen. Aber es gibt Hilfe für das wichtige Organ.

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Natürlicher Krebsschutz

Und die Haut kann noch mehr. In nur 15 Minuten produziert sie mit Hilfe des Sonnenlichts unseren täglichen Vitamin- D-Bedarf für Knochenbau, Muskeln und Immunsystem. Neue Studien weisen sogar einen Schutzeffekt des Vitamins gegen Brust-, Darm- und Eierstockkrebs sowie Lymphknotentumoren nach. Die Haut ist auch ein Atmungsorgan. Sie nimmt 1 bis 2 Prozent des gesamten Sauerstoffbedarfs auf und gibt über die Poren entsprechend viel Kohlendioxid ab. Außerdem schützt sie uns vor zu viel Sonne. Sie bildet das Hautpigment Melanin, das gefährliche UV-BStrahlen absorbiert, damit sie nicht weiter in den Körper eindringen. Aber dieser natürliche Schutz reicht vor allem bei hellen Hauttypen längst nicht aus. Wir müssen mit Sonnenschutzcremes und UV-undurchlässiger Kleidung nachhelfen.

Schichtweise Schutz

Der Aufbau unserer natürlichen Hülle ist sehr vielschichtig. Im Prinzip besteht sie aus drei miteinander verbundenen Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Alle drei unterteilen sich in viele weitere Schichten – wie bei einer Zwiebel. Die Oberhaut ist eine Art Rüstung, die z. B. an den Fußsohlen bis zu 4 Millimeter dick wird. Insgesamt besteht sie aus fünf weiteren Lagen. Was wir von außen sehen, ist die Hornschicht. Sie hat 15 bis 20 verschiedene Lagen von Hornzellen, die sich alle 27 Tage erneuern. Tag für Tag stößt die Haut bis zu 14 Gramm tote Hornzellen ab – damit häuten wir uns öfter als jede Schlange.

Robust und elastisch

Die Lederhaut ist die solideste Schicht. Erst wenn Bakterien oder Viren ihr robustes Netzwerk aus Kollagenfasern durchdrungen haben, können sie den Körper angreifen. Sie ist Schutzbarriere und versorgt die Oberhaut mit Nährstoffen. In der Lederhaut sitzen die Nervenenden, die auf Wärme, Kälte und Berührungsreize reagieren. Am Übergang zur elastischen Unterhaut liegen die Schweißdrüsen und Haarwurzeln. Dort befindet sich auch das Unterhautfettgewebe. Es ist Energiereserve und Wärmepolster. Außerdem schützt es Knochen, Muskeln und andere Organe gegen Stöße und Druck von außen. Es schrumpft, wenn wir abnehmen, und wächst, wenn wir zunehmen. So ausgeklügelt das System Haut ist – es braucht unsere Hilfe. Immer mehr Umwelteinflüsse, Stress, Sonnenlicht und Allergien machen der Haut zu schaffen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihrem größten, schönsten und sinnlichsten Organ beistehen können.

Autor: Dorothea Palte

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