Covid-19-Epidemie Hausapotheke: Brauche ich wegen Corona einen Medikamentenvorrat?

Während vielerorts Desinfektionsmittel, Küchen- und Toilettenpapier, aber auch Atemschutzmasken vergriffen sind, bunkern viele Menschen nun auch Medikamente zu Hause. Doch ist das eigentlich nötig? Und was sollte man wirklich auf Vorrat haben? 

Hausapotheke

Während die Regale mit Toilettenpapier, Nudeln und Mehl leer gefegt sind, horten viele Menschen nun auch Medikamente zu Hause in ihrer Hausapotheke. Doch ist das überhaupt notwendig? Politiker appellieren an den Gemeinschaftssinn, darunter auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er erklärte, dass das System zusammenbreche, wenn jetzt jeder anfängt Medikamente zu horten, die er nicht benötige. Schließlich bleiben die Apotheken wie auch Supermärkte und Banken geöffnet.

Welche Medikamente sollte man dennoch auf Vorrat haben?

Vor allem chronisch Kranke und Menschen, die auf vom Arzt verordnete Medikamente angewiesen sind, sollten stets einen Vorrat zu Hause haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) und die Arbeitsgemeinschaft Katastrophenpharmazie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) raten Patienten, einen Vorrat von ein bis zwei Wochen anzulegen. Sollte es zu einer häuslichen Quarantäne kommen, sollte der Vorrat für mindestens 14 Tage ausreichen. 

Ohne Hamsterkäufe: Was gehört in die Hausapotheke?

Laut BKK gehört in jede Hausapotheke ein Verbandskasten nach DIN-Norm, sowie Desinfektionsmittel für Haut und Wunden, ein Fieberthermometer, eine Splitterpinzette, Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand, sowie folgende Medikamente:

  • Mittel gegen Schnupfen
    Bei einem Schnupfen sind abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen in der Hausapotheke vorgesehen. Diese können kurzfristig angewendet werden und verschaffen schnelle Linderung.
     
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel
    Dazu zählen Acetylsalicylsäure (ASS), Naproxen oder Dicolfenac, Paracetamol und Ibuprofen.
     
  • Mittel gegen Husten
    Ob feuchter oder trockener Husten: Hustenlöser befreien die Bronchien bei feuchtem Husten, Hustenstiller lindern Beschwerden bei trockenem Husten. 
     
  • Mittel gegen Halsschmerzen
    Hier eignen sich Sprays, Pastillen, Lutschtabletten und Lösungen zum Gurgeln.
     
  • Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden
    Hier sind Tabletten gegen Reisekrankheit sinnvoll, die unspezifischen Durchfall eindämmen. Auch Elektrolytlösungen, die in Folge von Durchfall und Erbrechen den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt im Körper ausgleichen, gehören in die Hausapotheke.

Datum: 22.03.2020

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