Ich habe zwei Nächte kaum geschlafen

Gelegentlich schwächelt unser Körper, oder wir tun Dinge, von denen wir vermuten, dass sie nicht gut für uns sind. Doch das geht meist harmlos aus. So wie jede dieser typischen Situationen mit Gesundheits-Fragezeichen. Die beste Voraussetzung, um darüber lächeln zu können: Beherzigen Sie unsere Tipps.

Gesundheitsfragen

Solange Sie nicht grundsätzlich unter einer Schlafstörung leiden, haben Sie sich vermutlich gut amüsiert oder hatten wahnsinnig viel zu tun. Alles kein Problem. Ihr Körper wird seinen Schlaf schon einfordern. Gefährlich ist Schlafentzug nur, wenn Sie Auto fahren oder andere Maschinen bedienen. Das Risiko, dann unkonzentriert zu sein und Fehler zu machen, steigt extrem. Außerdem nickt man nach längerem Schlaf - entzug immer mal kurz ein, oft ohne es selbst zu merken. Ungünstig ist das Durchmachen auch für alle, die regelmäßig Medikamente einnehmen, weil sich der Stoffwechsel an die Ruhephasen anpasst und nun durcheinandergerät

Hilfe, Viren umschwirren mich!

Ob in der Bahn oder im Büro: Irgendwer ist immer erkältet und niest direkt neben Ihnen. Macht nichts, wenn Sie eine gute Immunabwehr haben. Und auf die sollten Sie vertrauen: Wer sofort Krankheitsängste entwickelt, schwächt bloß seine Selbstheilungskräfte. Bester Schutz gegen Viren und Bakterien ist nach wie vor Händewaschen, denn die nutzen Keime als Hauptübertragungsweg. Zur ersten Abwehr eignet sich auch eine schnelle Nasenspülung: Nach dem Händewaschen aus der hohlen Hand etwas Wasser in jeweils ein Nasenloch hochziehen (das andere zuhalten) und wieder raus damit.

Ich bin ein Handy-Junkie

Lassen Sie sich nicht verunsichern. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Handystrahlung sind nicht eindeutig. Ob sie tatsächlich das Risiko für Gehirntumoren erhöht, weiß niemand genau. Im Mai letzten Jahres warnte die Weltgesundheits organisation, dass Handystrahlung „möglicherweise krebserregend sei“, im Oktober kam eine umfangreiche Studie mit mehr als 10 000 Dänen, die häufig Mobilfunk nutzen, zum gegenteiligen Ergebnis. Wer auf Nummer sicher gehen will, führt stundenlange Telefonate lieber vom Festnetz aus und lässt das Handy nachts nicht eingeschaltet auf dem Nachttisch liegen. Sonst bleibt es immer auf Empfang und strahlt entsprechend. Nutzen Sie Headsets, das reduziert die Strahlung am Kopf um 90 Prozent.

Eine fremde Zahnbürste benutzt

In der morgendlichen Rushhour im Bad die Zahnbürste zu verwechseln schadet nichts, wenn sie vom Lebensgefährten stammt. Gegen diese Keime kommt die Bakterienabwehr im Mund meist gut an. Kinder dagegen sollten möglichst nicht die Zahnbürsten von Erwachsenen benutzen, weil ihre Immunabwehr noch nicht so gut ausgebildet ist. Besondere Vorsicht empfiehlt sich auch bei allen infektiösen Krankheiten. „Durch Mikroverletzungen kann z.B. Hepatitis C oder B übertragen werden“, warnt Prof. Dr. Jörg Petersen vom Leberzentrum in Hamburg. Und: Desinfizieren Sie die Zahnbürste vorm Zurückgeben mit kochendem Wasser.

Autor: Yvonne Hagen