Technik Gute Apps erkennen

Hunderte von Mini-Programmen werden zum Runterladen aufs Handy oder Tablet angeboten – für mehr Fitness und Gesundheit. VITAL hat zehn getestet.

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3 Fragen an Christoph Dirkes, Buchautor und Mediendesigner aus Neuenkirchen

Was zeichnet eine gute App aus?
Eine ansprechende Grafik. Und ein gut strukturiertes Menü, das intuitive Bedienung und schnelle Reaktionen auf Usereingaben zulässt. Und natürlich der Mehrwert für den Nutzer. 

Und was sind absolute No-Gos?
Unnötige Wartezeiten, Programmabstürze und das Fehlen einer stringenten Bedienung. Das Schlimmste sind Apps, die unwissentlich vom Benutzer Daten sammeln und z. B. Bewegungsprofile erstellen, um diese anderweitig zu nutzen. Durch die Ortung des Nutzers können diese Programme z. B. personalisierte Werbung von Anbietern im nahen Umkreis versenden.

Bieten kostenlose Apps weniger als die kostenpflichtigen?
Nein, oft lassen sie sich in Funktionsumfang und Bedienungsfreundlichkeit durchaus mit kostenpflichtigen vergleichen oder sind sogar besser. Vorsicht aber bei kostenfreien Apps, die von Werbung überladen sind und ihren Mehrwert erst preisgeben, wenn man durch überteuerte Zukäufe zur Kasse gebeten wird.

Worauf sollten wir bei Gesundheits-Apps achten?
Solche Apps haben einen direkten Einfluss auf den User. Sie sollten deshalb vorher mit einer sachkundigen Person besprochen werden. Gesundheits-Apps stützen sich meist auf Richtwerte. Deshalb können sie die Analyse der individuellen physischen Konstitution nicht ersetzen – und einen Arzt sowieso nicht.