Gesundheit Fastenbrechen ist wichtig!

Was heißt hier verzichten – Fasten ist ein Gewinn auf jeder Ebene, sagt unsere Ressortleiterin Food Stefanie Nickel. Eine Fastenwanderwoche lang hat sie’s auf Sylt ausprobiert. Und Tagebuch geschrieben. 

Sylt Leuchtturm

4./5. Tag Das Frischegefühl
Die Anlaufschwierigkeiten morgens bleiben, aber ich fühle mich viel besser. Fitter, ausgeruhter, wacher und mit klarerem Bewusstsein. Meine Füsse scheinen von allein zu laufen. Ich setze mich an den Strand von Westerland und beschließe für die Zukunft: Was auch immer ich mache, ich muss mich fragen, ob mir das wirklich guttut. Außerdem: Ich darf Nein sagen und mich in den Mittelpunkt stellen – ohne dass mir jemand ein schlechtes Gewissen einreden kann.

6. Tag Die Vision

Irgendwie verändert sich die Stimmung in der Gruppe. Aufbruch liegt in der Luft, und tatsächlich habe ich eine Vision, während wir den Ellbogen umrunden, Sylts nördliche Spitze. Dort in den Dünen erscheint es mir: ein Vollkornbrot mit Käse. Ich habe keine Lust mehr, weiterzufasten, eine Woche reicht mir. Abends hält Lars Rohde einen Vortrag übers Fastenbrechen: bloß nicht gleich den Bauch vollschlagen. Kein Fett, Fleisch, Fisch, Vollkornbrot (schade!). Lieber nur kleine Portionen und Schonkost. Gedünstetes Gemüse etwa. Morgen ist es so weit.

7. Tag Das Fastenbrechen
Zum Frühstück stehen im Speiseraum Teller mit Äpfeln und Birnen und jeweils einem Teelicht auf dem Tisch. Eine feierliche Atmosphäre. Jeder von uns bekommt eine Postkarte, die wir an uns selbst schreiben sollen. Sie wird in drei Monaten in meinem Briefkasten liegen. Dann wird es plötzlich ganz still, jeder isst das Obst in seinem Tempo. Ich schneide meinen Apfel in kleine, nein, ganz kleine Stücke. Wie gut der schmeckt. Ich bin glücklich und unendlich zufrieden. Habe meine Mitte neu gefunden und viel Kraft gewonnen. Und ich bin stolz: Ich habe durchgehalten! PS: Drei Monate später erreicht mich folgende Postkarte: „Liebe Steffi, das hast du gut gemacht. Du achtest jetzt weiter auf dich, das kannst du nämlich. Und erinnere dich an deine Vorsätze …“ Das habe ich gemacht. Und gemerkt: Das Frischegefühl hält ganz schön lange an.

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