Körperliche Phänomene Woher kommen Schmetterlinge im Bauch

Verliebte haben Schmetterlinge im Bauch, beim Baden werden Hände und Füße runzelig. Warum das so ist, erklärt eine kleine Entdeckungsreise durch den Körper.

Körper

Weshalb wird die Haut beim Baden an Händen und Füßen schrumpelig?

Wenn wir länger in der Badewanne plantschen, gibt unsere Haut Feuchtigkeit ab. Das liegt daran, dass die Wände ihrer Zellen aus einer sogenannten semipermeablen Membran bestehen. Mit anderen Worten: Sie können nur Wasser heraus-, aber keines hereinlassen. Schrumpelig werden aber nur unsere Füße und Hände, weil ihnen Talgdrüsen und Körperhärchen fehlen. Dumm, denn beide zusammen machen die umliegende Haut wasserundurchlässig. Und zwar so: Die winzigen Talgdrüsen fetten die Härchen ein, halten sie geschmeidig und dichten die Haut so wasserfest ab.

Wieso machen wir beim Niesen die Augen zu?

Wer niest, ist für einen Moment blind, denn er kneift dabei unwillkürlich die Augen zu. Niesen und das gleichzeitige Augenschließen sind natürliche Reflexe. Beim „Hatschi“ werden mit bis zu 165 Stundenkilometern Fremdkörper (z. B. Staubpartikel) aus der Nase katapultiert. Sie haben dort vorher Sinneszellen gereizt. Das ruft das vegetative Nervensystem im Rückenmark auf den Plan: Das Zwerchfell bekommt von ihm den Befehl, sich kräftig zusammenzuziehen und Luft in die Stirnhöhle zu schicken. Es entsteht ein gewaltiger Druck, der sich über die Nase explosionsartig entlädt. Mit ihm ihr Sekret und Speichel aus dem Mund. Damit die darin enthaltenen Keime nicht in die Augen kommen, machen wir sie einfach zu.

Warum haben Verliebte Schmetterlinge im Bauch?

Dieses prickelnde Kribbeln um den Bauchnabel ist eines des schönsten Gefühle. Denn es signalisiert: Wir sind verliebt. Verantwortlich für dieses fantastische Feeling sind die rund 100 Millionen Nervenzellen unseres „Bauchhirns“, die einen direkten Draht zum „Kopfhirn“ haben. Sind wir verliebt, produzieren unsere beiden Denkund Gefühlszentralen Endorphine, also Glückshormone, in schwindelerregender Konzentration. Zusammen mit einem Schuss Adrenalin. Der Bauch reagiert mit flatternden Schmetterlingen, das Herz mit einem heftigen Klopfen bis hoch zum Hals.

Weshalb klingen Aufnahmen der eigenen Stimme fremd?

„Bin ich das wirklich?“ Wenn wir uns auf einem Aufnahmegerät sprechen hören, erkennen wir die eigene Stimme kaum. Aus gutem Grund, denn aus dem Mund anderer Menschen gelangen die Schallwellen über die Luft in unseren Gehörgang. Die Akustik der eigenen Stimme bahnt sich einen anderen Weg: Die Schallwellen versetzen die Knochen unseres Schädels in Schwingungen und gelangen über den Kiefer direkt ins Innenohr. Weil tiefe Töne dabei stärker verfälscht werden als hohe, nehmen wir unsere aufgezeichnete Stimme über die Ohrmuschel höher wahr, als wir es gewohnt sind.

Autor: Dorothea Palte

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