Hypochondrie Daran erkennen Sie, dass Sie ein Hypochonder sind

Besorgt um unsere Gesundheit sind wir alle – doch ab wann spricht man eigentlich von sogenannten Gesundheitsängsten? Wir verraten, an welchen körperlichen Anzeichen man erkennt, ob man ein Hypochonder ist.

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Kaum lesen wir in der Zeitung oder im Internet einen Artikel über eine bestimmte Krankheit, meinen wir, die beschriebenen Symptome auch bei uns zu erkennen – ein weitverbreitetes Phänomen, dass noch lange keinen Grund zur Sorge darstellt. In der Regel verschwindet die Befürchtung, dass hinter den Symptomen eine ernst zu nehmende Krankheit steckt, nämlich schnell wieder. Wird die Krankheitsangst jedoch übermächtig und werden die Symptome zu einer Art Dauerzustand, spricht man von Hypochondrie!

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Was versteht man unter Hypochondrie?

Auch wenn der Begriff "Hypochonder" gerne mal als eine abfällige Bezeichnung für wehleidige Menschen gebraucht wird, steckt hinter der Hypochondrie eine schwere psychische Erkrankung. Menschen mit einer Hypochondrie haben große Angst, unter schweren Erkrankungen wie einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu leiden. Die Gesundheitsängste können vorübergehend auftreten oder aber auch andauern und damit die Lebensqualität enorm beeinträchtigen. Hypochonder sind sich ihrer Krankheit meist bewusst, schämen sich jedoch häufig dafür und versuchen, ihre Störung so gut es geht, vor anderen Menschen geheim zu halten, da sie von ihrem Umfeld oftmals nicht ernst genommen werden. Typisch für Patienten mit Gesundheitsangst ist es auch, dass sie häufig zum Arzt gehen und sich ständig rückversichern, ob auch wirklich alles mit ihnen in Ordnung ist.

Körperliche Anzeichen für Hypochondrie

  • Hypochonder leben mit der permanenten Angst, an einer körperlichen Erkrankung zu leiden
  • Sie deuten schon kleinste körperliche Beschwerden als Anzeichen für eine Krankheit
  • Sie sind noch immer überzeugt davon, unter einer Krankheit zu leiden, auch wenn diese bereits vom Arzt ausgeschlossen wurde
  • Menschen mit einer hypochondrischen Störung stellen ärztliche Befunde infrage und holen sich stets eine zweite oder sogar dritte Meinung ein
  • Hypochonder spüren andauernd in ihren Körper hinein
  • Sie überprüfen ständig körperliche Funktionen wie ihre Körpertemperatur oder ihren Blutdruck

Das sind die Ursachen für eine Hypochondrie

Die Ursachen für eine Hypochondrie stammen meist aus der Kindheit oder Jugend. Hierbei handelt es sich oftmals um emotional besetzte Ereignisse, die einen "gesunden" Umgang mit körperlichen Beschwerden unmöglich gemacht haben. In den meisten Fällen führt ein angstfördernder Erziehungsstil, bei denen harmlose Körperbeschwerden dramatisiert werden, zu einer späteren Hypochondrie. Auch eine schwere Krankheit in jungen Jahren oder die Erkrankung eines Familienmitglieds kann Gesundheitsängste verursachen. Im Erwachsenenalter werden die Ängste meist ebenfalls durch Erkrankungen oder Todesfälle im engsten Kreis ausgelöst.

Datum: 30.09.2020
Autorin: Lara Rygielski

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