Auf dem Weg vom Raucher zum Dampfer Vom Rauchen zum Dampfen - so geht's

„Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist bei E-Zigarettennutzern um 99,5 Prozent geringer als bei Tabakrauchern“, das ist das Ergebnis einer Studie der Public Health England, einer britischen Gesundheitsbehörde, auf die das Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. Bezug nimmt. Was dahinter steckt, soll dieser Beitrag klären.
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E-Zigaretten verbrennen keinen Tabak, deswegen ist das Krebsrisiko geringer

Was zu dieser Aussage veranlasste, waren die Forschungsergebnisse, die ergaben, dass der Gebrauch von E-Zigaretten die Gesundheit weniger belaste als das Rauchen von normalen (tabakhaltigen) Glimmstängeln. Da E-Zigaretten weder Tabak enthalten noch diesen verbrennen, werden nahezu unzählig viele chemische Stoffe nicht freigesetzt. Von den rund 7000 Chemikalien, die beim Verbrennen von Tabak freiwerden, sollen 70 das Krebsrisiko steigern. Bereits im Jahr 2016 erklärte das Royal College of Physicians, dass das Risiko des Gebrauchs von E-Zigaretten deutlich unter dem Risiko des Tabakrauchens liege. Das wiederum führten die Verantwortlichen des britischen Colleges auf den Unterschied zwischen Nikotin und Tabak zurück, denn Krebs entsteht vornehmlich durch Tabakrauch und nicht etwa durch Nikotin.

Das Krebsforschungszentrum verweist auf die Unterschiede von Tabak und Nikotin

Nicht nur in Großbritannien gibt es Forschungen rund um die E-Zigaretten, auch meldet sich das Deutsche Krebsforschungszentrum mit dieser Aussage zu Wort: „E-Zigaretten erhitzen eine meist nikotinhaltige Flüssigkeit, und das entstehende Aerosol enthält bei sachgemäßem Gebrauch kaum krebserzeugende Substanzen (…)Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet sind: Experten gehen davon aus, dass E-Zigaretten wahrscheinlich deutlich weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten – und wahrscheinlich auch weniger schädlich als Tabakerhitzer.“ Vor eben diesem Hintergrund sei es allerdings besonders wichtig, klassische E-Zigaretten, die meist verpackt als E-Zigaretten Startersets bei den Konsumenten einziehen, nicht mit sogenannten Tabakerhitzern in den einen, sprichwörtlichen Topf zu werfen. Der Unterschied muss deutlich sein: Beim Erhitzen von Tabak treten sehr wohl Schadstoffe auf.

E-Zigaretten als Chance für Raucher?

Vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse und vergangener Studien wird abermals die Forderung nach Aufklärung laut, denn das Bündnis für Tabakfreien Genuss sieht die Chance, das Krebsrisiko von Rauchern zu minimieren darin, dass Zigarettenraucher auf E-Zigaretten umsteigen, den Tabakkonsum stark einschränken oder gar ganz streichen und damit auch ihr eigenes Krebsrisiko senken.
 
Dass die Trendwende hin zur E-Zigarette gehen könnte, zeigen Zahlen, die das Ärzteblatt online veröffentlicht: „Wie die Wirtschafts­woche heute unter Berufung auf Daten des Marktforschungsinstituts Nielsen berichtete, lag der Umsatz von Händlern, Tankstellen und Tabakläden mit elektrischen Zigaretten zwischen September 2016 und September 2017 bei 33,5 Millionen Euro. Das war doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.“ Zwar habe die reguläre, tabakhaltige Zigarette im Markt immer noch meilenweit die Nase vorn, allerdings sank im Vergleichszeitraum der Umsatz um immerhin drei Prozent.
 
Wer sich für den Umstieg von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette entscheidet, muss zunächst einmal ein Starterset nebst Verdampfer, Akku und Liquid bestellen. Anschließend sollte sich jeder Raucher einen Plan zurechtlegen, wie er zum Dampfer werden kann. Der rapide Umstieg von heute auf morgen sei nicht zu empfehlen, erklären Experten. Stattdessen raten sie zu einem schrittweisen Umstieg. In der ersten Woche der Umgewöhnung soll die E-Zigarette den Tabak begleiten. Ab der zweiten Woche wird zur Umgewöhnung geraten. Zigaretten, die Ritualcharakter haben, - beispielsweise die Zigarette am Morgen – darf noch erhalten bleiben. Ab der dritten Woche kann mit Liquid-Aromen experimentiert werden. Aber der vierten Woche sollte die Nikotinmenge in den Liquids deutlich reduziert werden. Wie lange der finale Umstieg und damit auch die komplette Abkehr vom Nikotin dauern, ist abhängig von der eigenen Motivation und dem Antrieb, der zum Nichtraucher-Dasein bewegt. Eine alternative Beschäftigung zu suchen, ist durchaus ratsam. Dabei kommt es ganz darauf an, ob Entspannung beim Yoga die richtige Wahl ist oder ob eher Sport und Auspowern angesagt sind.

Kosten als ein Grund auf E-Zigaretten umzusteigen!?

Neben den Argumenten, die von Forschern mit Blick auf den Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Krebserkrankung genannt werden, führen Konsumenten häufig auch den Kostenfaktor als Grund an, um von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette umzusteigen. Wer hier selbst einmal nachrechnen möchte, muss diese mathematischen Formeln der Reihe nach anwenden:
  • Kosten für Tabak-Zigaretten. Die monatlichen Kosten für das Qualmen von Tabak-Zigaretten errechnen sich als Produkt aus der Anzahl der monatlich gerauchten Zigaretten und dem Tabakpreis.
  • Kosten für E-Zigaretten. Um die monatlichen Kosten ermitteln zu können, werden die jährlichen Kosten addiert (12 Verdampfer, zwei Akkus, ein Starterset) und durch die Anzahl der Monate (12) geteilt. On top kommen die Kosten für das Liquid, wobei – so die Faustregel – ein Liquid etwa 60 bis 90 Zigaretten ersetzt. Um daraus die variablen Kosten zu berechnen, wird die Anzahl der monatlich gerauchten Zigaretten durch den Zigarettenersatz geteilt und anschließend mit den Kosten für ein Liquid multipliziert.
Die Summe, die monatlich eingespart werden kann, ergibt sich aus der Differenz der Kosten für Tabakzigaretten und für E-Zigaretten. Wer für diese Berechnung ein Tool benötigt, um die Ersparnis schnell und einfach ausrechnen zu können, findet beim Blitzrechner hierfür eine Lösung.