Erhöhter Cortisolspiegel 6 Anzeichen, dass Sie zu gestresst sind

Das Stresshormon Cortisol ist an verschiedenen Aufgaben im Körper beteiligt. In einer gewissen Menge ist es daher sogar gut. Doch wann ist der Cortisolspiegel zu hoch – und woran erkennt man das? Wir klären auf!

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Cortisol ist ein sogenanntes Steroidhormon, welches in der Nebennierenrinde gebildet, in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden wird. Bei Anstrengungen wird es vermehrt ausgeschüttet.

Aufgaben von Cortisol

  • Im zentralen Nervensystem steigert Cortisol die Aufmerksamkeit und die Informationsverarbeitung, verbessert die Merkfähigkeit und regt den Appetit an. 
  • Es hemmt Entzündungen und verhindert falsche Reaktionen des Immunsystems.
  • Cortisol unterstützt die Auflösung von Fettspeicher, indem es die Wirkung von Adrenalin erhöht.
  • Das Hormon steigert die Schlagkraft des Herzmuskels, den Blutdruck und die Atemfrequenz.
  • Cortisol ist der Gegenspieler zu Insulin und lässt den Blutzuckerspiegel steigen.
  • Es bestimmt zusammen mit dem Schlafhormon Melatonin den Schlaf-Wach-Prozess.
In gewissen Mengen ist das Stresshormon für den Körper wichtig. Ist der Stresslevel jedoch dauerhaft erhöht, kann was Auswirkungen auf die Gesundheit haben. 

6 Anzeichen, dass Ihr Cortisolspiegel erhöht ist

1. Bluthochdruck
Durch einen erhöhten Cortisolspiegel gerät der Körper in einen Fluchtmodus, sodass sich Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen. Hält der hohe Stresslevel dauerhaft an, kann dadurch Bluthochdruck entstehen.
 
2. Gewichtszunahme
Steht der Körper unter Stress, verlangt das Gehirn immer mehr Nahrung, um auf länger anhaltende Stressphasen vorbereitet zu sein. Dadurch isst man automatisch mehr bzw. greift häufiger zu Snacks und eher kalorienhaltigeren Lebensmitteln. Der Körper kann diesen Überfluss an Energie nicht verwerten, sodass es als Fett eingelagert wird. Die Folge ist die Gewichtszunahme.
 
3. Erschöpfung
Eine dauerhaft erhöhte Alarmbereitschaft des Körpers wird zu einer extremen Belastung, welche sich negativ auf die Energie des Körpers auswirkt. Die Folgen sind Müdigkeit, Unruhe und Erschöpfungsgefühle.
 
4. Schlechte Laune und depressive Verstimmung
Sind die Hormone aus dem Gleichgewicht, äußert sich das oft in Stimmungsschwankungen. Ist zu viel Cortisol im Blut, kann das mit Unruhe, depressiver Verstimmung und Ängsten einhergehen.  
 
5. Ausbleibende Menstruation
Beginnt etwa alle vier Wochen ein neuer Zyklus, ist das oft ein sicheres Zeichen, dass mit dem Körper alles in Ordnung ist. Zu viel Stress kann das empfindliche Gleichgewicht jedoch stören, sodass die Periode unregelmäßig wird oder gar ausbleibt. Wenn das passiert, sollten Sie einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren.
 
6. Hautprobleme
Zu viel Stress macht sich auch auf der Haut bemerkbar. Der Körper produziert entzündungsfördernde Stoffe und die Talgproduktion steigt. Die Folge dessen sind kleine Pusteln oder gar Akne. Zudem zerstört Cortisol die Kollagenfasern, wodurch die Haut faltig und fahl wirkt.
 
Datum: 06.07.2020

Autor: Christina Liersch