22. Oktober 2021
Arterienverkalkung: 5 Risikofaktoren für Arteriosklerose

Arterienverkalkung: 5 Risikofaktoren für Arteriosklerose

Eine Arterienverkalkung kann das Entstehen lebensgefährlicher Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Aus diesem Grund sollten Faktoren, die die Gefäßveränderungen begünstigen, gemieden werden. Aber welche sind das? Wir erklären, welche 5 Risikofaktoren es für Arteriosklerose gibt. 

Unsere Arterien sind für den Bluttransport vom Herzen zu den anderen Organen verantwortlich. Wenn diese durch Ablagerungen verkalken, kann der Blutfluss beeinträchtigt werden und somit auch die Versorgung mit Sauerstoff, der über das Blut transportiert wird. Als Folge können lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auftreten. Die Veranlagung für Gefäßveränderung kann vererbt werden, aber auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko. Neben genetischen Ursachen und dem Alter spielen jedoch auch weitere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung – darunter viele, die man mithilfe eines gesunden Lebensstils beeinflussen und so Krankheiten vorbeugen kann. 

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Arterienverkalkung: 5 Risikofaktoren für Arteriosklerose

1. Erhöhter LDL-Cholesterinspiegel

Cholesterin ist ein fettartiger Stoff, der überwiegend in der Leber gebildet und über das Blut in die Körperzellen transportiert wird. Es wird zwischen dem "guten" HDL-Cholesterin und dem "schlechten" LDL-Cholesterin unterschieden. LDL steht für Low Density Lipoprotein – diese Fett-Eiweiß-Verbindungen transportieren Cholesterin durch den Blutkreislauf. Können die Zellen kein Cholesterin mehr aufnehmen, steigt der LDL-Spiegel an und das Cholesterin kann sich langfristig an den Gefäßinnenwänden ablagern. Ein hoher LDL-Cholesterinspiegel kann durch verschiedene Faktoren wie eine fettreiche Ernährung, Alkoholkonsum oder Rauchen hervorgerufen werden. Da die Veranlagung für einen zu hohen LDL-Cholesterinspiegel auch vererbt werden kann, können bereits jüngere Menschen betroffen sein.

2. Übergewicht

Nicht umsonst gilt Übergewicht als Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen. Besonders starkes Übergewicht, das auch als Adipositas bezeichnet wird, begünstigt unter anderem Diabetes Typ 2, Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrose sowie Erkrankungen verschiedener Organe. Und auch Gefäßveränderungen können durch überschüssige Kilos begünstigt werden: Durch einen gestörten Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie Bluthochdruck, der wiederum ein eigener Risikofaktor für Arteriosklerose ist, kommt es zu Ablagerungen an den Gefäßen.

3. Diabetes

Bei Diabetes handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die aufgrund des dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels auch Zuckerkrankheit genannt wird. Man unterscheidet zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 – letztere Form kann sich auch im Erwachsenenalter entwickeln und wird durch ein Zusammenspiel aus genetischen Faktoren, einer ungesunden Ernährung sowie einem Bewegungsmangel hervorgerufen. Genauso gefährlich wie die Erkrankung selbst sind mögliche Folgeerkrankungen wie eine Arterienverkalkung – welche Mechanismen dabei genau eine Rolle spielen, ist nicht bekannt. 

4. Bluthochdruck

Verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht, erbliche Veranlagung, aber auch eine ungesunde, salzreiche Ernährung sowie ein Bewegungsmangel können Bluthochdruck verursachen. Bei Bluthochdruck ist der messbare Druck des Blutes in den Arterien erhöht – hier gilt ein Wert über 140 mmHg beim systolischen und 90 mmHg beim diastolischen Hochdruck als Grenze. Der Bluthochdruck ist in den meisten Fällen nicht durch Symptome spürbar, was ihn besonders gefährlich macht. Denn langfristig schädigt er die Gefäße und kann Arteriosklerose sowie deren Folgeerkrankungen verursachen.

5. Bewegungsmangel 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Menschen zwischen 18 und 65 Jahren mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung in der Woche, um gesund zu bleiben. Bewegung und Sport sorgen für ein normales Körpergewicht, trainieren unsere Gefäße und unser Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt. Ein Mangel an Bewegung wirkt sich dementsprechend negativ auf unsere Gesundheit aus. Als Folge steigt nicht nur das Risiko für psychische Erkrankungen, sondern auch für Bluthochdruck und damit auch für Arteriosklerose sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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